ÖFB-Boss: Was macht die Liga?

ÖFB-Boss: Was macht die Liga? Foto: © GEPA
 

Es wird richtig spannend! Gerhard Milletich oder Roland Schmid? Die Antwort auf diese Frage wird die Zukunft des österreichischen Fußballs maßgeblich beeinflussen.

Das ÖFB-Wahlkomitee hat sich am Montag binnen kurzer Zeit auf diese zwei Männer als Nachfolge-Kandidaten für den scheidenden Verbands-Boss Leo Windtner geeinigt.

Milletich (65) ist der interne Kandidat. Seit 2012 steht er dem burgenländischen Verband als Präsident vor, jahrzehntelang war er Boss des SC/ESV Parndorf, der es zwischenzeitlich bis in die 2. Liga schaffte. Beim Verleger und erfahrenen Funktionär wissen alle Beteiligten, was sie bekommen. Große Innovationen sind tendenziell nicht zu erwarten.

Selfmade-Millionär Schmid (45) ist zuletzt im Präsidentschafts-Wahlkampf des SK Rapid gescheitert und nunmehr Sponsor beim First Vienna FC. Er steht für frischen Wind, gilt gleichzeitig aber auch als ein wenig unberechenbar, was einige Landespräsidenten abschrecken könnte.

(Artikel wird unter dem Video fortgesetzt)

Aktuell scheint der Ausgang dieses Rennens noch völlig offen. Am 11. September finden die Hearings der beiden Kandidaten statt, danach fällt die Entscheidung. "Ich wage keine Prognose, es hängt vom Hearing ab", versichert Wolfgang Bartosch, Wahlausschuss-Vorsitzender und Präsident des steirischen Verbands.

Wer stimmt wie?

Dass dem wirklich so ist, darf allerdings bezweifelt werden. Einerseits spielen politische Interessen eine Rolle - Milletich gilt als SPÖ-nahe -, andererseits dürfen auch andere Interessen nicht außer Acht gelassen werden.

Peter Linden berichtet in seinem Blog jedenfalls, dass Milletich auf die Stimmen aus Wien, dem Burgenland, Kärnten und der Steiermark zählen kann, womöglich kommt Niederösterreich dazu. Zu Schmid wiederum soll sich Tirol bekannt haben.

Die Rolle der Bundesliga

Das Zünglein an der Waage dürfte aber die Bundesliga sein. Liga-Aufsichtsratschef Philip Thonhauser darf bei der Wahl gleich vier Stimmen abgeben. Nachdem eine einfache Mehrheit reicht, um neuer ÖFB-Boss zu werden, reichen neben den Bundesliga-Stimmen also drei Bundesländer aus. Die spannende Frage lautet: Was macht die Bundesliga? Bisher hat die Liga stets in einem Block abgestimmt, also alle vier Stimmen einem Kandidaten gegeben.

Zuletzt galt Schmid als Favorit der Bundesliga. Das aber unter der Voraussetzung, dass auch Ex-Rapid-Boss Michael Krammer im Rennen ist. Bereits am (heutigen) Dienstag tagt der Aufsichtsrat der Bundesliga - schon da könnte die Vorentscheidung im Rennen zwischen Milletich und Schmid fallen.


Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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