Am entscheidenden Treffer (81.) war sie nicht beteiligt, den leitete Jennifer Klein mit einer Flanke in den Lauf von Nicole Billa ein, die zuerst die Latte traf und bei ihrem zweiten Kopfballversuch via Abstauber erfolgreich war.
Für die Tirolerin endete eine lange Durststrecke, es war ihr erstes Tor seit einem Triplepack beim 10:0 in der WM-Qualifikation in Wiener Neustadt gegen Nordmazedonien am 6. September 2022.
"Natürlich tut es einer Stürmerin gut, wenn sie nach so langer Zeit im Nationalteam wieder einmal trifft und noch dazu der Mannschaft damit so helfen konnte", sagte die Stuttgart-Stürmerin.
Billa schiebt sich Nina Burger wieder näher
Ihre Kolleginnen freuten sich "sehr" mit ihr. Mit nun 48 Toren in 110 Länderspielen rückte Billa ÖFB-Rekordtorschützin Nina Burger (53) etwas näher.
Das, nachdem sie auch in der dritten Partie unter Söndergaard, der das 2:1 als "schöne Einzelaktion" bezeichnete, als "Jokerin" gekommen war. Diesmal schon ab Minute 62.
"Es war ein sehr knappes Ergebnis, sonst hatten wir aber über 90 Minuten viel Spielkontrolle und Ballbesitz. Es ist wichtig, dass wir die drei Punkte geholt haben."
Bessere Platzverhältnisse in Wien ÖFB-Vorteil
Söndergaard freute sich nicht nur über den Auswärtssieg, sondern vor allem auch über die Comeback-Qualitäten. "Es war ganz wichtig zu sehen, dass wir ein Team sind. Wir sind geduldig geblieben und haben Ruhe bewahrt", fasste der Däne zusammen.
Im Stadion Sport-Club-Platz darf nun nichts mehr schiefgehen. "Dieser Sieg gibt selbstverständlich Rückenwind und Selbstvertrauen", betonte der 67-Jährige. Die deutlich besseren Platzverhältnisse in Wien sprechen auch klar für einen besseren Auftritt der Heimischen.
"Wir müssen noch schneller spielen, das können wir auch auf einem super Platz", meinte Söndergaard.
Laut Marie-Therese Höbinger, die wie Sarah Zadrazil ihr ÖFB-Comeback nach Kreuzbandverletzung gab, werde es zu Hause "leichter fallen, den Ball zu bewegen und unsere Stärken auszuspielen".
Söndergaard: "Müssen höllisch aufpassen"
Laut Billa müsse man die Positionen besser halten, sich noch mehr Chancen erarbeiten und diese konsequenter nutzen. Der Gegner wird seine Kontertaktik wohl nicht abändern. Mit der diesmal nur spät gekommenen Modesta Uka könnte die Topspielerin von Austria Wien aber in der Startelf stehen.
"Wir müssen höllisch aufpassen", warnte Söndergaard. Auf die 2. Runde, in der die Schweiz warten wird, vorausblicken wollte im ÖFB-Lager auch deshalb noch niemand. "Wir schauen von Spiel zu Spiel", behalf sich Kapitänin Sarah Puntigam einer Phrase.