Prödl lobt ÖFB-Frauen, nimmt ÖFB-Team aufs Korn

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Sebastian Prödl verfolgt die Frauen-EURO nicht nur aufgrund seiner Cousine Viktoria Schnaderbeck.

Der Watford-Legionär ist nach dem Auftaktsieg gegen die Schweiz stolz auf die ÖFB-Damen und kann sich dabei einen Seitenhieb auf die Herren-Auswahl von Marcel Koller nicht verkneifen. Ob er der Kapitänin bereits gratulierte?

"Natürlich. Sogar mit einer Smiley-Nachricht. Ich hab' Viki geschrieben, dass sie jetzt in einem Spiel mehr Punkte gesammelt haben als wir Herren bei zwei EM-Turnieren."

Ausrufezeichen für Frauenfußball als Initialzündung?

Trotzdem bremst er im "Kurier"-Interview wenig später ab, denn dieser Vergleich hat sich bereits über Social Media als Running Gag ausgebreitet - auf Kosten von David Alaba und Co.

"Ganz ehrlich, das tangiert mich jetzt überhaupt nicht. Ich glaube, ich kann da auch für die gesamte Mannschaft sprechen. Man sollte und man darf diese beiden Geschichten nicht vergleichen. Ich weiß aber, wie dieser Erfolg einzuordnen ist."

Im Trainingslager in Going beim Stanglwirt verfolgte er die letzte halbe Stunde des Spiels gegen die Schweiz auf dem Handy, auch sonst hat er die Entwicklungen im rot-weiß-roten Frauen-Team mitbekommen und glaubt, dass die EM durchaus eine Initialzündung sein könnte.

"Dieser Sieg ist ein Ausrufezeichen für den Frauenfußball. Vielleicht kann man das mit unserer U20-WM vor zehn Jahren vergleichen: Mit so einem Erfolg kann man schon etwas lostreten und eine kleine Welle der Begeisterung auslösen. Ich würde mir wünschen, dass die Frauen jetzt noch mehr Zuspruch und Aufmerksamkeit bekommen. Denn in den letzten Jahren waren sie leider ein wenig unter dem Radar der Öffentlichkeit."

Textquelle: © LAOLA1.at

EURO 2017: Startelf-Comeback für Viktoria Schnaderbeck?

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