Zukunft von Aleksandar Dragovic? "Alles offen"

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Mit einer guten Leistung beim 1:0-Sieg gegen Russland hat Aleksandar Dragovic einen gelungenen Start in die "Mini-WM" des ÖFB-Teams hingelegt.

Gelungene Auftritte mit dem Nationalteam bedeuten wichtige Eigenwerbung in einer Phase, in der es auch um die persönliche Zukunft des Innenverteidigers geht.

Stand jetzt müsste der 27-Jährige nach dem Ende seiner Leihe bei Leicester City zu Bayer Leverkusen zurück, wo er noch bis Sommer 2021 unter Vertrag steht.

Laut Dragovic gibt es derzeit jedoch keine Tendenz die Zukunft betreffend: "Es ist alles komplett offen. Mein Wunsch ist es, bei einem Verein zu sein, wo ich eine realistische Chance habe, zu spielen. Ich werde mir alles anhören und dann werden wir eine Entscheidung treffen."

Die Highlights des ÖFB-Erfolgs gegen Russland:

(Text wird unter dem Video fortgesetzt)

Markt in England

Vorerst wolle er sich auf die beiden anstehenden Länderspiel-Kracher gegen Deutschland und Brasilien konzentrieren: "Dann geht es in den Urlaub. Danach werden wir sehen, was mein Manager bringt und was Leverkusen sagt."

Was Leverkusen sagt, hat freilich großen Einfluss auf die Entscheidung. Beim deutschen Bundesligisten zeigt man sich noch unentschlossen, wie es mit dem ÖFB-Teamspieler weitergehen soll. Zuletzt meinte Sportchef Rudi Völler gegenüber der "Bild":

"Stand jetzt ist Dragovic unser Spieler. Es gibt mehrere Möglichkeiten. Wir sehen das sehr gelassen. Durch die Europa League kommen mehr Spiele auf uns zu. Wir wissen, was wir an Drago haben. Er ist ein Top-Verteidiger. Es gibt keinen Grund, ihn einfach wegzuschicken. In Leicester hat er es gut gemacht. In England hat der Junge auch einen Markt."

Klubs aus der Premier League sollen Interesse bekunden, darunter auch Leicester. Elf Liga-Spiele hat Dragovic für die "Foxes" in dieser Saison absolviert. Leicester hat die Kaufoption wegen der Höhe der Ablöse von rund 20 Millionen Euro zwar verstreichen lassen, ist aber weiter an einem Kauf interessiert.

Einen weiteren August-Transfer vermeiden

Noch drängt die Zeit nur bedingt. Die Transfers nach Leverkusen und Leicester wurden in den letzten beiden Jahren jedoch jeweils erst im späten August vollzogen, weshalb er die Vorbereitung bei seinem neuen Arbeitgeber verpasste. Deshalb wäre es ideal, wenn die Zukunftsentscheidung diesmal so früh wie möglich fiele.

"Mein Management weiß das. Ich konzentriere mich nur aufs Nationalteam. Ich kann nur meine Leistung auf dem Platz und in den Trainings beeinflussen, wo ich dem Trainer zeigen will, was ich kann, damit er mich aufstellt. Alles andere liegt in der Hand meines Managers", betont der Wiener.

Generell fühlt sich Dragovic nach seiner schwierigen Karriere-Phase wieder im Aufwind: "Natürlich war es bei Leverkusen nicht mein bestes Jahr, das wissen wir alle. Auch bei Leicester hat es nicht so rosig begonnen, aber ich habe immer an mich geglaubt und hart gearbeitet. Im Fußball gibt es immer mal Tiefs, auch wenn das jetzt längere Tiefs waren. Aber es hilft nichts zu jammern. Ich weiß, was ich kann und was meine Qualitäten sind. Ich brauche Selbstvertrauen und das spüre ich jetzt wieder."

Sein nächster Arbeitgeber soll davon profitieren.


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