Arnautovic möchte Irland als "Motivator" erleben

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Vorzeitiger Urlaub?

Der Traum eines fast jeden Arbeitnehmers ist der Albtraum von Marko Arnautovic.

Denn in die Freude über den 2:0-Sieg gegen Moldawien mischt sich für den 27-Jährigen das Leid seiner Sperre im vorentscheidenden Duell mit Irland.

Ganz Teamplayer will sich der Wiener dieses Match jedoch trotz des Juni-Termins nach Meisterschaftsende keinesfalls entgehen lassen.

"Ich habe den Trainer schon gefragt, ob ich dabei sein kann. Er wird sich das überlegen", erzählt Arnautovic.

Die Highlights der Partie gegen Moldawien:

(Text wird unter dem Video fortgesetzt)


Als Motivator, nicht als Fußballer

Arnautovic will wohlgemerkt nicht nur beim Match als moralische Unterstützung dabei sein, sondern während des gesamten Lehrgangs.

"Ich möchte die Mannschaft unterstützen. Ich bin jetzt schon lange hier. Ich denke, mit meiner Präsenz auf dem Platz kann ich der Mannschaft helfen und das will ich auch beim Training machen. Aber das ist die Entscheidung des Trainers. Vielleicht sagt er: 'Geh in den Urlaub, das ist mir lieber.' Aber aus meiner Sicht würde ich gerne dabei sein. Ich will das miterleben, auch mal als Motivator und nicht nur als Fußballer."

Es wäre zumindest unüblich, einen gesperrten Spieler zu nominieren, aber der Trainings-Qualität würde es tendenziell nicht schaden, wenn die Offensivkraft mit von der Partie wäre.

Sperre trifft Arnautovic unvorbereitet

Arnautovic leidet ohnehin schon genügend unter der Sperre, schließlich traf ihn die zweite Gelbe Karte im Verlauf dieser WM-Qualifikation völlig unvorbereitet:

"Für mich ist das sehr schmerzhaft. Ich wusste das nicht. Ich habe ganz vergessen, dass ich eine Gelbe Karte habe. Aber das ist der Fußball, das kann immer passieren. Du kommst vielleicht zwei Sekunden zu spät und kannst nicht mehr zurückziehen. Es war mein erstes Foul, er gibt mir gleich die Gelbe Karte. Ein paar Spieler haben sechs Mal gefoult, erst dann hat er die Gelbe Karte gegeben. Ich weiß nicht, ob man sie geben muss, aber man kann es nicht mehr ändern."

Während Teamchef Marcel Koller die Zwangspause für Arnautovic und Stefan Ilsanker in Dublin "Bauchschmerzen" bereitet, freut Arnautovic zumindest die Rückkehr zweier Kollegen: "Ich glaube schon, dass ich der Mannschaft hätte helfen können, aber dafür sind Julian Baumgartlinger und Alessandro Schöpf gegen Irland zurück."

Und er verspricht: "Beim Spiel in Wales bin ich wieder dabei und dann geht es zur Sache!"

Was Arnautovic am meisten freut

Zur Sache ging es für Arnautovic auch gegen Moldawien. Ob der offizielle Schütze Marcel Sabitzer oder er das 1:0 erzielt haben, ist zwar ein wenig strittig, Fakt ist dafür, dass der Stoke-Legionär auf der linken Seite im Zusammenspiel mit David Alaba eine der dominanten Figuren im ÖFB-Spiel war.

"Die Erleichterung war nicht erst in der Kabine, sondern schon unmittelbar nach dem Schlusspfiff riesig. Ich denke, das war nicht nur für uns eine Erleichterung, sondern auch für die Fans", zählen für Arnautovic vor allem die drei Punkte.

Die Art und Weise gefiel ihm trotz des Geduldsspiels: "Was mich am meisten freut: Natürlich haben wir von allen Seiten einen großen Druck bekommen - wir müssen das Spiel gewinnen, wir müssen dies, wir müssen das, aber die Mannschaft ist auf dem Platz 90 Minuten ruhig geblieben, und das finde ich super. Wir haben probiert, weiter Fußball zu spielen, nicht nur lange Bälle nach vorne. Wir haben das Tor gemacht und das war eine Top-Leistung. Deswegen ein großes Lob an die Mannschaft."

"Die 21.000 Fans waren voll da!"

Das Happel-Stadion war diesmal nur zur Hälfte gefüllt. Arnautovic hofft jedoch, dass dieser Sieg Teil eins der Rückholaktion ist:

"Diesmal waren es nur 21.000, aber die waren voll da! Die haben nicht daran gezweifelt, dass wir das Spiel gewinnen. Die haben 90 Minuten durchgemacht und sie wurden auch belohnt. Ich hoffe natürlich, dass bei den nächsten Spielen wieder 25.000 draufkommen, wir ein volles Stadion haben und wir wieder gemeinsam feiern können. 2017 hat gut begonnen, jetzt müssen wir das fortsetzen."

Im nächsten Pflichtspiel leider ohne ihn: "Ich hoffe natürlich, dass es dann auf der linken Seite genauso gut laufen wird, aber ich bin mir sichr, dass der Spieler, der statt mir reinkommt, das genauso gut leisten wird."

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Textquelle: © LAOLA1.at

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