Das Ende der ÖFB-Euphorie?

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18.500 Tickets waren am Mittwochabend für das WM-Qualifikations-Duell mit Moldawien verkauft. Erst.

In einer Partie, in der das ÖFB-Team die Unterstützung der Fans dringend notwendig hätte, droht somit ein halbleeres Happel-Oval.

"Ich weiß ja nicht, was die Leute für Termine haben. Vielleicht haben sie keine Zeit ins Stadion zu kommen. Ich will keinem irgendetwas vorwerfen", versucht Marko Arnautovic der Frage nach dem ausbleibenden Fan-Zuspruch mit einem Augenzwinkern auszuweichen.

Arnautovic: "Wir brauchen unsere Fans!"

Aber auch der Stoke-Legionär weiß um die Ernsthaftigkeit dieses Themas und richtet seinen Dank daher an all jene, die dem Nationalteam trotz des enttäuschenden Länderspiel-Jahres 2016 die Treue halten.

"Großes Lob an jene, die kommen. Ich weiß, dass es nicht selbstverständlich ist, an einem Freitag, um 20:45 Uhr, ins Stadion zu gehen", sagt der 27-Jährige und hofft, dass sich bis zum Matchtag noch weitere ÖFB-Anhänger zum Besuch des WM-Quali-Spiels im Prater durchringen:

"Wir wünschen uns, dass noch mehr kommen und uns Vollgas anfeuern. Wir brauchen unsere Fans! An uns liegt es dann, dass wir ihnen mit einer guten Leistung etwas zurückgeben. Am Freitag können wir damit beginnen."

Perfekte Symbiose aus Mannschaft und Fans

An besagten Leistungen haperte es zuletzt, weshalb die Elf von Teamchef Marcel Koller den Kredit bei Teilen der Anhängerschaft offenkundig aufgebraucht hat.

Nur in allzu guter Erinerung sind die Fußball-Feste im Rahmen der EM-Qualifikation, als ein wahrer Run auf Länderspiel-Tickets herrschte und eine perfekte Symbiose aus Mannschaft und Fans entstand. Die Zuschauer sorgten für fantastische Atmosphäre, das Team dankte es ihnen in der Regel mit Siegen.

Auch nach der verpatzten EURO blieb der Zustrom nicht aus. Gegen Wales fanden beim ersten Heimspiel der WM-Qualifikation 44.200 Fans den Weg in den Prater, gegen Irland waren es gar 48.500 Besucher.

Und nun das Ende der Euphorie? Oder zumindest eine Pause?

Die 14.200 Zuschauer beim Test gegen die Slowakei nur drei Tage nach dem Irland-Spiel waren wohl ein Vorbote dafür, dass das ÖFB-Team 2017 wieder Überzeugungsarbeit bei den eigenen Anhängern wird leisten müssen.

Die Rückholaktion

Genau darauf kommt es jetzt für Aleksandar Dragovic an: "Wir haben es früher auch geschafft, das Stadion voll zu bekommen. Wir müssen mit unseren Leistungen und einem Sieg wieder daran arbeiten. Wenn wir uns auf dem Platz zerreißen, werden die Fans auch wieder kommen."

Auch Arnautovic hat eine Rückholaktion im Sinn.

"Ich kann das verstehen, bei der EURO ist es nicht so gelaufen, wie wir uns das gewünscht haben, die Leute waren enttäuscht von dem Turnier. Aber wir müssen nach vorne schauen, und ich denke, das machen die Fans auch. Sie waren die ganze EM-Quali beim Team, das war super. Sie waren beim Turnier, das war nicht so gut. Aber jetzt muss es weiter gehen. Sie sind schon all die Jahre bei uns, manchmal war es voll, manchmal war es nicht voll. Das jetzt ist eine WM-Quali, das ist ein wichtiges Spiel. Ich würde mir wünschen, dass es recht voll oder voll wird."

Am Ende wird es die ÖFB-Elf aber nehmen müssen, wie es kommt. Letztlich steht sie mit ihrer Performance in der Pflicht. Arnautovic: "Wir müssen trotzdem spielen und trotzdem Leistung bringen."





Textquelle: © LAOLA1.at

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