Konrad Laimer besteht das "Transfer-Verhör"

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Wie viele verschiedene Arten es gibt, einen Transfer zu RB Leipzig nicht zu bestätigen, aber gleichzeitig auch nicht zu dementieren?

Schwer zu sagen. Fest steht nur: Konrad Laimer kennt sie alle.

In letzter Zeit war bisweilen von "Verhören" in Interview-Situationen die Rede. Der (Noch-)Salzburg-Kicker hat seines bei seinem allerersten Medientermin als Nationalspieler mit Bravour bestanden.

Einige Bespiele gefällig?

Auch die ÖFB-Kicker sind im Thiem-Fieber:

(Text wird unter dem Video fortgesetzt)


  • "Ich habe auch gelesen, was geschrieben wird, aber das war es dann auch schon wieder. Für mich ist wichtig, dass ich im Hier und Jetzt bin und nicht mit meinen Gedanken irgendwo anders. Es wäre nicht gut für mich, wenn mir alles andere durch den Kopf geht. Das Wichtigste ist, dass ich mich hier auf die Trainings konzentriere und mich von meiner bestmöglichen Seite zeige."

  • Wie schwierig es sei, wenn Gott und die Welt über einen Transfer diskutieren, man selbst aber nicht darüber reden dürfe? "Gar nicht schwierig. Ich habe hier eine gute Ablenkung und bin froh, dass ich im Nationalteam dabei sein darf. Ich probiere jeden Moment mitzunehmen, weil es das erste Mal für mich ist. Das ist keine gewöhnliche Sache, dass man dabei sein darf. Für mich ist ein Traum in Erfüllung gegangen. Deswegen ist mir wurscht, was über mich geschrieben wird."

  • Ob es für den Kopf nicht besser sei, wenn die Zukunft geklärt sei? "Sicher, für den Kopf ist es gut, wenn man weiß, dass es abgeschlossen ist, aber darüber mache ich mir jetzt nicht so viele Gedanken, denn dann kommen viele andere Sachen in meinen Kopf, und das ist dann auch nicht gut für mich."

  • Ob es nicht aufregender wäre, vor 50.000 Zuschauern zu spielen als in so manchem Stadion der österreichischen Bundesliga? "Sicher, es ist etwas anderes, wenn man jedes Wochenende vor 50.000 oder 60.000 spielen täte. Mehr kann ich dazu auch nicht sagen. Aber klar, sicher geht man lieber in ein volles Stadion als in ein halbleeres."

  • Erst der Hinweis eines Kollegen, dass "wir auch nicht ganz deppert sind" und man wohl nicht ausschließen könne, dass im Sommer etwas passiert, erweicht Laimer zur Ankündigung: "Wenn es dann irgendwann passiert, werdet ihr es eh alle erfahren. Aber im Moment zählt das Hier und Jetzt, dann gibt es einen wohlverdienten Urlaub, alles andere wird nachher geregelt."

Der erfüllte Traum

Eigenmächtig einen Wechsel zu verkünden, wäre tendenziell auch nicht sonderlich schlau. Diesbezüglich muss man sich bei Laimer aber ohnehin keine Sorgen machen.

"Ich habe in den letzten 15 Jahren jedes Spiel der Nationalmannschaft mitverfolgt. Seit ich ein kleiner Bub bin, ist es mein Traum, dabei sein zu dürfen. Dass er in Erfüllung gegangen ist, ist für mich einfach ein unglaubliches Gefühl, das ich nicht einmal in Worten beschreiben kann."

Konrad Laimer

Die Eloquenz des zentralen Mittelfeldspielers steht seinem Potenzial auf dem Feld kaum nach, und das ist bekanntlich ein großes. Während es Altersgenossen gibt, die von den Medienabteilungen ihrer Vereine bestmöglich von der Öffentlichkeit abgeschottet werden, fällt der 20-Jährige eher unter die Kategorie Redner mit ansteckender Begeisterungsfähigkeit.

Man hört ihm gerne zu, wenn er vom Stolz spricht, als er die Nachricht von der Einberufung ins Nationalteam bekommen habe, oder von der "gewissen Anspannung" vor dem Einrücken ins Camp, da es im ÖFB-Kreis viele neue Leute kennenzulernen galt, die ihn jedoch alle super aufgenommen hätten.

Die Sache mit dem "erfüllten Traum" und dem "im Hier und Jetzt leben" erscheint bei Laimer gerade mehr als eine Floskel zu sein: "Ich glaube, ich habe in den letzten 15 Jahren jedes Spiel der Nationalmannschaft mitverfolgt. Seit ich ein kleiner Bub bin, ist es mein Traum, dabei sein zu dürfen. Dass er in Erfüllung gegangen ist, ist für mich einfach ein unglaubliches Gefühl, das ich nicht einmal in Worte beschreiben kann."

Für Laimer ist es gut, dass es so schnell geht

Das Tempo im Training, die Qualität der Spieler, das ganze Drumherum: "Das ist einfach noch einmal etwas Höheres." Auch höher als beim Arbeitgeber in Salzburg, mit dem er gerade drei Mal in Serie das Double gewonnen hat.

Das Tempo, mit welchem die Karriere Laimers in der abgelaufenen Spielzeit Fahrt aufgenommen hat, ist wiederum ein atemberaubendes. Der Blondschopf wurde nicht umsonst zum Spieler der Saison in der Bundesliga gewählt.

Der "50er" von Marcel Koller als ÖFB-Teamchef. LAOLA1 benotet vor dem Jubiläum seine bisherigen 49 Länderspiele:

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#1 UKRAINE - ÖSTERREICH 2:1 (Lviv, 15. November 2011): Aller Anfang war zumindest ergebnistechnisch schwer, aber das Siegtor der Ukraine fiel erst in der Nachspielzeit und von der Leistung her war in der Kälte von Lviv schon absehbar, wohin es in Folge gehen könnte. NOTE 3.

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#2 ÖSTERREICH - FINNLAND 3:1 (Klagenfurt, 29. Februar 2012): Ein Fehler von Finnland-Goalie Hradecky brachte das ÖFB-Team auf die Siegerstraße, Marc Janko sagte artig Danke. Das Spiel war alles nur kein Feuerwerk, aber letztlich gut fürs Selbstbewusstsein. NOTE 2.

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#3 ÖSTERREICH - UKRAINE 3:2 (Innsbruck, 1. Juni 2012): Im dritten Länderspiel unter Koller ging es zum zweiten Mal gegen die Ukraine - und es war eine entscheidende Partie, um den Glauben an den Schweizer wachsen zu lassen. Sicherlich funktionierte noch nicht alles, aber der Last-Minute-Sieg war definitiv ein Fortschritt. Arnautovic bejubelte einen Doppelpack, musste dann aber lange auf seine nächsten ÖFB-Tore warten. NOTE 2

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#4 ÖSTERREICH - RUMÄNIEN 0:0 (Innsbruck, 5. Juni 2012): Eine Nullnummer der akzeptableren Sorte. Österreich stand im letzten Länderspiel von Paul Scharner defensiv gut, agierte jedoch nicht effizient genug. NOTE 3

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#5 ÖSTERREICH - TÜRKEI 2:0 (Wien, 15. August 2012): Das ÖFB-Team überrollte die Gäste von Beginn an mit aggressivem Pressing und zwei frühen Toren von Kavlak (2.) und Ivanschitz (6.). Auch dieses Spiel half, das Vertrauen in Koller größer werden zu lassen. NOTE 2

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#6 ÖSTERREICH - DEUTSCHLAND 1:2 (Wien, 11. September 2012): Zum Auftakt in die WM-Quali gleich gegen den Erzrivalen und Topfavoriten. Das Spiel ging verloren, aber das ÖFB-Team spielte richtig stark und wenn Arnautovic seine Mega-Chance verwertet hätte... Wenn das Wörtchen wenn nicht wäre. NOTE 2

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#7 KASACHSTAN - ÖSTERREICH 0:0 (Astana, 12 Oktober 2012): Das ÖFB-Team probierte, fightete, erspielte sich Chancen, war aber zu ineffizient und letztendlich auch nicht clever genug - zwei verlorene Punkte, die schmerzten. NOTE 4

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#8 ÖSTERREICH - KASACHSTAN 4:0 (Wien, 16. Oktober 2012): Schon vier Tage nach der Enttäuschung von Astana bot sich die Gelegenheit zur Revanche und die ÖFB-Kicker schossen sich den Frust so richtig von der Seele. Letztlich ein Pflichtsieg, aber kein unwichtiger im Hinblick auf die Aufbauarbeit Kollers. NOTE 2

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#9 ÖSTERREICH - ELFENBEINKÜSTE 0:3 (Linz, 14. November 2012): Noch deprimierender als das ÖFB-Team war eigentlich nur noch das mucksmäuschenstille Publikum auf der Gugl. Aber gut, es gab auch wirklich nichts zu bejubeln... NOTE 5

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#10 WALES - ÖSTERREICH 2:1 (Swansea, 6. Februar 2013): Gut, dass es den Länderspiel-Termin Anfang Februar nicht mehr gibt, denn die ÖFB-Kicker waren beim Gastspiel auf der Insel noch ein wenig im Winterschlaf. NOTE 4

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#11 ÖSTERREICH - FÄRÖER 6:0 (Wien, 22. März 2013): Österreich machte mit den Insel-Kickern kurzen Prozess. Die ersten beiden Tore erzielte Philipp Hosiner, der mit der Austria am Weg zum Meistertitel war. Es blieben bis dato seine einzigen Länderspiel-Treffer. NOTE 1

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#12 IRLAND - ÖSTERREICH 2:2 (Dublin, 26. März 2013): Stark begonnen, nach einer Verletzung von Junuzovic stark nachgelassen, am Ende stark zurückgeschlagen. Der Ausgleich von Alaba in Minute 92 ist unvergessen. Viel Licht und viel Schatten ergeben: NOTE 3

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#13 ÖSTERREICH - SCHWEDEN 2:1 (Wien, 7.Juni 2013): Vor dem Spiel regierten ob der fehlenden Spielpraxis diverser ÖFB-Kicker und der Angst vor Ibrahimovic die Panikmacher, danach der kollektive Jubel über einen denkwürdigen Erfolg. Das zweite Tor erzielte Janko, der bei Trabzonspor auf dem Abstellgleis stand. NOTE 1

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#14 ÖSTERREICH - GRIECHENLAND 0:2 (Salzburg, 14. August 2013): Das Nationalteam und Testspiele - zu diesem Zeitpunkt gar keine Liebesbeziehung. Mitroglou knockte eine schwache ÖFB-Elf per Doppelpack aus. NOTE 4

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#15 DEUTSCHLAND - ÖSTERREICH 3:0 (München, 6. September 2013): Leistungstechnisch möglicherweise das schlechtste Länderspiel unter Koller, Österreich hatte nicht den Hauch einer Chance. Zwei Ausreden: Erstens ging es gegen den angehenden Weltmeister, zweitens war das Spiel vier Tage später gegen Irland viel wichtiger. NOTE 5

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#16 ÖSTERREICH - IRLAND 1:0 (Wien, 10. September 2013): Was für ein Krimi! Was für eine schwere Geburt! Lange spannte das ÖFB-Team die Fans auf die Folter, das Goldtor von Alaba in Minute 84 brachte letztlich doch das erträumte "Finale" um den zweiten Gruppen-Platz in Schweden. NOTE 2

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#17 SCHWEDEN - ÖSTERREICH 2:1 (Stockholm, 11. Oktober 2013): Gefühlt die Mutter aller Niederlagen, weshalb man unsere gute Note vielleicht erklären muss. Zum einen war die erste Halbzeit richtig stark, zum anderen war es genau dieses Schockerlebnis, das den Fokus schärfte und somit der Ursprung für den Erfolgslauf der folgenden zwei Jahre war. NOTE 2

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#18 FÄRÖER - ÖSTERREICH 0:3 (Torshavn, 15. Oktober 2013): Es gibt Lustigeres, als nach dem Schock von Stockholm ein bedeutungsloses Spiel auf den Färöer zu bestreiten. Letztlich war es auch dieser souverän bestandene Charaktertest, der Koller überzeugte, doch ÖFB-Teamchef zu bleiben. Deshalb angesichts der Umstände: NOTE 1

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#19 ÖSTERREICH - USA 1:0 (Wien, 19. November 2013): Nach einem langen Spanien-Trainingslager sorgte ein Goldtor von Janko für einen versöhnlichen Jahresabschluss. Wichtiger war jedoch, das in besagtem Camp die Weichen für die kommende Quali gestellt wurden. Randnotiz: ÖFB-Rekordspieler Andreas Herzog diente als Co-Trainer der US-Boys. NOTE 2

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#20 ÖSTERREICH - URUGUAY 1:1 (Klagenfurt, 5. März 2014): Vor der Pause gut, nach dem Seitenwechsel nicht mehr so. Zu diesem Zeitpunkt fehlte der Koller-Elf bisweilen die Konstanz, ein Spiel über 90 Minuten durchzuziehen. Die Partie gegen den damaligen Weltranglisten-Siebten stand sinnbildlich dafür. Aber kein schlechter Auftritt. NOTE 2

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#21 ÖSTERREICH - ISLAND 1:1 (Innsbruck, 30. Mai 2014): Ein aufregender Tag für Marcel Sabitzer: Tagsüber wurde sein Wechsel von Rapid in den Red-Bull-Konzern (von Leipzig nach Salzburg verliehen) bekannt, am Abend brachte er Österreich in einem typischen Testspiel in Führung. NOTE 3

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#22 TSCHECHIEN - ÖSTERREICH 1:2 (Olmütz, 3. Juni 2014): Leckerbissen war es wahrlich keiner, den das ÖFB-Team in Olmütz servierte. Aber immerhin war es der erste Auswärtssieg in einem Testspiel seit 2006, zudem jubelte Baumgartlinger über sein erstes und bis dato einziges Länderspiel-Tor. NOTE 3

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#23 ÖSTERREICH - SCHWEDEN 1:1 (Wien, 8. September 2014): Die Leistung war besser als das Ergebnis, das zum damaligen Zeitpunkt als Enttäuschung wahrgenommen wurde. Letztlich sollte dieses Remis beim Auftakt jedoch der einzige Punkteverlust in der EM-Qualifikation bleiben. NOTE 2

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#24 MOLDAWIEN - ÖSTERREICH 1:2 (Chisinau, 9. Oktober 2014): Es war eine unglaublich hektische Partie, in der sich das ÖFB-Team bewähren musste und letztlich auch den ersten Sieg auf dem Weg zur EURO einfuhr. Janko köpfte Rot-Weiß-Rot zu selbigem und flog in der Schlussphase vom Platz. NOTE 3

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#25 ÖSTERREICH - MONTENEGRO 1:0 (Wien, 12. Oktober 2014): Das Goldtor von Janko-Ersatz Okotie und eine Glanzparade vom Almer ermöglichten den nächsten Schritt in Richtung Frankreich. Angesichts einer starken Leistung war der Sieg auch mehr als verdient. NOTE 1

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#26 ÖSTERREICH - RUSSLAND 1:0 (Wien, 15. November 2014): Es ging auch ohne David Alaba. Freilich war in einer umkämpften Partie auch ein wenig Glück dabei, die Russen trafen die Stange. In Minute 73 war es abermals Okotie, der Österreich jubeln ließ und einen goldenen Quali-Herbst vollendete. NOTE 2.

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#27 ÖSTERREICH - BRASILIEN 1:2 (Wien, 18. November 2014): Man darf Testspiele weder über- noch unterbewerten, aber die Leistung in dieser Partie hätte sich einen Achtungserfolg verdient. Firmino hatte mit seinem Traumtor kurz vor Schluss etwas dagegen. NOTE 2

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#28 LIECHTENSTEIN - ÖSTERREICH 0:5 (Vaduz, 27. März 2015): Dass Österreich dieses Spiel gewinnen muss und wird, war angesichts des Klassenunterschieds klar. Die Art und Weise ließ indes auf beeindruckende Art und Weise wenig Fragen offen. Wichtiger Bonus: In Minute 93 traf Arnautovic erstmals seit 2012 im Nationalteam. NOTE 1

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#29 ÖSTERREICH - BOSNIEN-HERZEGOWINA 1:1 (Wien, 31. März 2015): So dominant das ÖFB-Team durch die Quali rauschte, so durchschnittlich war auch in dieser Phase der Euphorie so manches Testspiel. Diese Partie bleib keine Ausnahme. NOTE 3

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#30 RUSSLAND - ÖSTERREICH 0:1 (Moskau, 14. Juni 2015): Die Art und Weise, wie Österreich in Moskau dominierte, sich durch den traumhaften Fallrückzieher von Janko belohnte und eigentlich noch höher hätte gewinnen können/müssen, sorgte für Staunen. Ein heißer Kandidat auf das beste Länderspiel unter Koller. NOTE 1

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#31 ÖSTERREICH - MOLDAWIEN 1:0 (Wien, 5. September 2015): Vor dem Anpfiff wurde ein Geduldsspiel befürchtet, es wurde auch eines. Junuzovic erlöste das ÖFB-Team in Minute 52. Pflicht erfüllt. NOTE 3

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#32 SCHWEDEN - ÖSTERREICH 1:4 (Stockholm, 8. September 2015): Die Krönung! (Mehr muss man zu dieser Sternstunde, in der die Reise zur EURO nach Frankreich souverän gebucht wurde, wahrlich nicht sagen). NOTE 1

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#33 MONTENEGRO - ÖSTERREICH 2:3 (Podgorica, 9. Oktober 2015): Mit dem EM-Ticket in der Tasche legte die ÖFB-Elf eine miese erste Halbzeit hin, in der sie diverse Tugenden vermissen ließ. Nach der Pause riss man sich am Riemen, konzentrierte sich und feierte einen Last-Minute-Sieg. Immerhin. NOTE 3.

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#34 ÖSTERREICH - LIECHTENSTEIN 3:0 (Wien, 12. Oktober 2015): Das Spiel war wurscht, es zählte nur die Party. Fürs Protokoll die Torschützen: Arnautovic (12.), Janko (54., 57.). Ohne ihre Tore wäre das Fest womöglich weniger rauschend gewesen. NOTE 2.

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#35 ÖSTERREICH - SCHWEIZ 1:2 (Wien, 17. November 2015): Im letzten Länderspiel des Jahres setzte es doch noch die erste Niederlage, und das ausgerechnet gegen Kollers Heimatland. Das erste der beiden Tore von Seferovic fiel unter die Kategorie Slapstick - und weitere sollten in den kommenden Monaten folgen. NOTE 3.

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#36 ÖSTERREICH - ALBANIEN 2:1 (Wien, 26. März 2016): Österreich überrollte die Gäste zu Beginn mit zwei schnellen Toren von Marc Janko und Martin Harnik, danach folgte viel zu viel Leerlauf, sodass die Koller-Elf sogar noch ins Wanken kam. Aber immerhin war es der erste Testspiel-Sieg seit dem 2:1 in Tschechien im Juni 2014. NOTE 3.

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#37 ÖSTERREICH - TÜRKEI 1:2 (Wien, 29. März 2016): Keine schlechte Leistung, aber der kapitale Aussetzer von Goalie Ramazan Özcan zum 1:2 war nicht gerade ein Vorteil für den Spielverlauf. NOTE 4.

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#38 ÖSTERREICH - MALTA 2:1 (Klagenfurt, 31. Mai 2016): Ein Probegalopp nach Schweiz-Trainingslager. Marko Arnautovic und Alessandro Schöpf mit seinem Debüt-Tor machten früh alles klar, danach viel Leerlauf. Der Konzentrationsfehler beim Eigentor von David Alaba war der nächste Slapstick-Gegentreffer und sollte sinnbildlich für das sein, was folgen sollte. NOTE 4.

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#39 ÖSTERREICH - NIEDERLANDE 0:2 (Wien, 4. Juni 2016): Auch die verpatzte Generalprobe für die EURO brachte die Alarmglocken nicht laut genug zum Schrillen. NOTE 4.

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#40 ÖSTERREICH - UNGARN 0:2 (Bordeaux, 14. Juni 2016): In dieser Partie ging alles, wirklich alles, schief. Der Anfang vom EURO-Ende. NOTE 5.

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#41 PORTUGAL - ÖSTERREICH 0:0 (Paris, 18. Juni 2016): Das verunsicherte ÖFB-Team zittert sich mit großem Einsatz, ebenso großem Glück und einem Cristiano Ronaldo in Spendierlaune zu seinem einzigen EM-Punkt. Eine Ausnahmeleistung von Goalie Robert Almer hebt die Note. NOTE 4.

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#42 ISLAND - ÖSTERREICH 2:1 (Paris, 22. Juni 2016): Das Dreierketten-Experiment vor der Pause ging schief. Bis auf Alessandro Schöpf hatte auch kein ÖFB-Kicker sein Visier richtig eingestellt. Auf der "Haben-Seite" steht, dass die zweite Halbzeit die beste beim Turnier war. Aber mehr Pflichtsieg wäre nicht gegangen, deshalb ein gefühlter Tiefpunkt. NOTE 5.

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#43 GEORGIEN - ÖSTERREICH 1:2 (Tiflis, 5. September 2016): Tiflis ist ein hartes Pflaster. Das ÖFB-Team meisterte diese Aufgabe bis auf eine holprige Schluss-Viertelstunde letztlich souverän und fühlte sich nach der verpatzten EURO wieder auf Kurs. Ein Irrtum. Die Partie ging übrigens als Markus Suttners einziges Pflichtspiel von Beginn an in Österreichs Fußball-Geschichte ein. NOTE 2.

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#44 ÖSTERREICH - WALES 2:2 (Wien, 6. Oktober 2016): Koller überraschte mit Kevin Wimmer als Linksverteidiger, der bei einem Eigentor Pech hatte. Dumme Gegentreffer egalisierte ein Marko Arnautovic in Überform mit einem Doppelpack. Die Partie bot Licht und Schatten, daher: NOTE 3.

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#45 SERBIEN - ÖSTERREICH 3:2 (Belgrad, 9. Oktober 2016): In der Offensive eine ansprechende Leistung, man hätte mehr Tore erzielen können. Aber in der Rückwärtsbewegung war das teils stümperhaft. Auswärts solche Tore zu kassieren, ist nur schwer verständlich. NOTE 4.

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#46 ÖSTERREICH - IRLAND 0:1 (Wien, 12. November 2016): Der "Kniefall" von Kevin Wimmer, der als Linksverteidiger einmal mehr unglücklich agierte, leitete diese bittere Heim-Pleite ein. Nach vorne hin agierte das ÖFB-Team viel zu ideenlos. NOTE 5.

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#47 ÖSTERREICH - SLOWAKEI 0:0 (Wien, 15. November 2016): Die B-Elf des ÖFB legte einen Langeweiler hin. Ein mühsamer Test, der unterm Strich nur für Debütanten wie Andreas Lukse, Michael Madl oder Stefan Stangl von großem Wert ist. NOTE 4.

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#48 ÖSTERREICH - MOLDAWIEN 2:0 (Wien, 24. März 2017): Koller setzte auf eine Dreierkette, seine Schützlinge auf Geduld. Dank zweier Tore in der Schlussphase wird die Pflicht letztlich erfüllt. Zwar glanzlos, aber nur die drei Punkte zählen. NOTE 3.

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#49 ÖSTERREICH - FINNLAND 1:1 (Innsbruck, 28. März 2017): Die erste Halbzeit geht mit der Dreierkette ziemlich daneben, nach der Pause bringen die Rückkehr zum 4-2-3-1 und Joker Marko Arnautovic Schwung. Alles in allem ein biederer Test. NOTE 4.

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"Für mich ist es gut, dass es so schnell geht", betont der Jungstar, "dann kann man nicht so viel darüber nachdenken. Ich probiere einfach, alles mitzunehmen, jeden Moment einzufangen und mich darüber zu freuen, denn so etwas hat man nicht so oft im Leben. Dass es so schnell gegangen ist, ist einfach schön. Ich hoffe, dass es so weitergeht."

Kommt es auch zum Debüt?

Gekrönt würde diese Saison freilich durch das Debüt im ÖFB-Team. Dabei zu sein, ist das eine. Tatsächlich das erste Länderspiel bestreiten zu dürfen, wäre der nächste Schritt. Der Spielstil der "Pressing-Maschine" könnte ganz gut zu jenem der Iren passen, andererseits ist die interne Konkurrenz auf seiner Position keine geringe.

Laimer tut sich schwer abzuschätzen, wie groß seine Chancen auf die ÖFB-Premiere tatsächlich sind: "Ich bin das erste Mal dabei und probiere für mich selber so viel mitzunehmen, wie ich nur kann, und mich einfach noch einmal zu verbessern, für mich den nächsten Schritt zu machen. Ob ich spielen darf, ist einfach schwierig zu sagen. Das ist nicht meine Entscheidung, sondern jene des Teamchefs und die gilt es zu akzeptieren. Ich probiere einfach, mich im Training von meiner bestmöglichen Seite zu zeigen. Mehr kann ich nicht machen."

Müdigkeit nach einer langen Saison würde er jedenfalls keine verspüren ("Wenn man beim Nationalteam dabei sein darf, kommt noch einmal ein Schub"), und auch an der Form sollte es nicht scheitern.

Diese sei weiterhin gut: "Aber Nationalteam ist eben noch einmal etwas anderes."




Textquelle: © LAOLA1.at

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