Scharner reagiert auf Kollers Retourkutsche

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Paul Scharner lässt den Konter von ÖFB-Teamchef Marcel Koller nicht auf sich sitzen.

"Ich war überrascht, welche Wellen das Interview geschlagen hat", erklärt der 37-Jährige bei "Spox". Er gießt erneut Öl ins Feuer: "Scheinbar gibt es nichts anderes mehr zu schreiben, weil die Pressekonferenzen immer langweiliger werden."

Scharner zweifelte an, ob Koller "der richtige Mann für Endrunden" sei. Der Schweizer ließ das nicht auf sich sitzen und holte zum Gegenschlag aus.

"Nicht auf Stufe mit Krankl und Prohaska"

Der Teamchef meinte beispielsweise, dass Scharner nicht auf einer Stufe mit Hans Krankl, Herbert Prohaska oder Toni Polster stehe. Diese Antwort kann der Niederösterreicher nicht verstehen.

"Ich sehe mich nicht auf einer Stufe mit ihnen", so der Ex-England-Legionär. Tatsache sei jedoch, dass er als einziger Österreicher über 220 Spiele in der Premier League absolvierte und 21 Tore als Defensivspieler erzielte. "Solche Bewertungen sind immer schwierig und subjektiv."

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"Wenn ich so unwichtig bin, warum antworten alle darauf?", fragt sich der ehemalige Teamspieler. "Man braucht ja nur die Kommentare in den sozialen Medien zu lesen. 'Wer ist Paul Scharner?', heißt es da oft. Aber warum lesen die Leute das Interview dann trotzdem?"

Scharner steht zu Aussagen über Alaba

Fest steht, dass Scharner mit seinem Interview viel Staub aufwirbelte. Zu seinen Aussagen steht er aber: "Man muss den ganzen Text lesen. Ich habe über Koller nicht nur Schlechtes gesagt. Er und die Mannschaft haben die EM-Qualifikation super geschafft. Fakt ist aber auch, dass es bei der Endrunde nicht so gut funktioniert hat."

Für Gesprächsstoff sorgten auch Scharners Aussagen zu David Alaba. Er warf dem 24-Jährigen vor, im Spiel gegen Irland einen Wechsel auf die Position des linken Verteidigers verweigert zu haben, weshalb Stefan Ilsanker dort einspringen musste.

Der ÖFB wiedersprach diesem Statement in Form von Kapitän Julian Baumgartlinger postwendend.

"Scheinbar steckt etwas Wahres dahinter"

"Der ÖFB kann das gerne dementieren. Das war nur meine Beobachtung. Ich war ja selbst in so einer Situation", bleibt der 40-fache Teamspieler bei seiner Meinung. "Scheinbar steckt aber doch etwas Wahres dahinter, sonst würde man die Aussagen nicht so aufgreifen."

Mit dem Interview wollte Scharner nur Stellung beziehen und niemanden persönlich beleidigen oder provozieren. "Ich habe niemanden unter der Gürtellinie attackiert", stellt er klar. Möglicherweise sei die Aufregung so groß, weil heutzutage kaum noch ein Spieler klare Standpunkte vertritt.

Aus PR-Gründen habe er sich jedenfalls nicht zu Wort gemeldet: "In Österreich habe ich sowieso keinen Status. Ich bin der Bad Boy und der Ex-Anti-Kicker."

Textquelle: © LAOLA1.at

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