ÖFB-Tor: Siebenhandl fordert Lindner heraus

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Mit welchem Einser-Torhüter startet das ÖFB-Team im Herbst in die UEFA Nations League?

Die kommenden drei Testspiele gegen Russland, Deutschland und Brasilien könnten weitere Erkenntnisse zur Beantwortung dieser Frage liefern.

Die Ausgangsposition ist klar: Heinz Lindner hat bislang 17 Länderspiele absolviert, verfügt somit über die meiste Länderspiel-Erfahrung und gilt als gefühlte Nummer 1.

Jörg Siebenhandl hat im März in Luxemburg sein ÖFB-Debüt gefeiert. Der Sturm-Goalie ist der Herausforderer - eine Rolle, die er mit großem Ehrgeiz in Angriff nimmt: "Ich bin bereit zu spielen. Der Trainer weiß, dass er sich auf mich verlassen kann."

Siebenhandl: Nummer 1 als klares Ziel

Der 28-Jährige macht jedenfalls kein Hehl daraus, dass es sein großes Ziel ist, als Nummer 1 des Nationalteams in den Pflichtspiel-Herbst zu gehen:

"Ich bin jetzt das dritte Mal dabei, habe mein Debüt gegeben. Es ist auf jeden Fall mein großes Ziel, dass ich zum Spielen komme. Ich bin keiner, der gerne auf der Bank sitzt. Ich will immer auf dem Platz stehen, weil ich einfach die Herausforderung brauche und sie auch suche."

"Es gibt keinen Grund, dass der Trainer nervös sein sollte, wenn ich drinnen stehe."

Jörg Siebenhandl

Teamchef Franco Foda kennt Siebenhandl natürlich aus der gemeinsamen Zeit bei Sturm Graz bestens. Ein Vorteil? "Vielleicht ist es ein Vorteil. Das wird dann der Trainer für sich entscheiden, ob es ein Vorteil oder Nachteil ist. Aber ich glaube einfach, dass ich bei Sturm das ganze Jahr über gute Leistungen gezeigt habe. Es gibt keinen Grund, dass er nervös sein sollte, wenn ich drinnen stehe."

Selbstbewusste Worte, aus denen eine gute Saison in Graz, die mt dem Cupsieg gekrönt wurde, spricht. Dass Foda weiß, was er an Siebenhandl hat, hilft tendenziell auch beim Umstand, dass der Sturm-Keeper trotz geringer ÖFB-Erfahrung neben Lindner zur Torhüter-Konstante im Kader wurde.

Lindner verteidigt Job mit aller Macht

Hinter diesem Duo mischt Foda von Lehrgang zu Lehrgang munter durch. Im November durfte Pavao Pervan (LASK) vorspielen, im März war Mattersburg-Schlussmann Markus Kuster an der Reihe, diesmal stehen Richard Strebinger (Rapid) und Cican Stankovic (Salzburg) im Aufgebot.

Während der Teamchef diverse Torhüter kennenlernen möchte und Siebenhandl bereits bestens kennt, hofft Lindner, dass Foda seine bisherige Performance im ÖFB-Dress zu würdigen weiß.

"Ich habe mir nichts zu Schulden kommen lassen und gute Bälle gehalten. Damit bin ich zufrieden. Ich hoffe, der Trainer sieht das genauso."

Heinz Lindner

Nach der EURO 2016 ursprünglich aus dem Kader von Marcel Koller gerutscht, avancierte er durch die Verletzungen von Robert Almer und Andreas Lukse beziehungsweise dem Rücktritt von Ramazan Özcan zum Stamm-Keeper - ein Job, den er mit aller Macht verteidigen möchte:

"Ich glaube, ich habe in den letzten Länderspielen gute Leistungen gebracht - auch in den letzten Spielen vor Franco Foda, sowie in den beiden Partien unter ihm. Ich habe mir nichts zu Schulden kommen lassen und gute Bälle gehalten. Damit bin ich zufrieden. Ich hoffe, der Trainer sieht das genauso. Ich werde weiterhin mein Bestes geben, bis letztendlich die Entscheidung fällt."

Dafür ist noch ein wenig Geduld von Nöten: "Der Trainer hat schon des Öfteren betont, dass sich die Nummer 1 bis zur Nations League entscheidet. Das gilt es zu akzeptieren. Jeder von uns gibt im Training mehr als 100 Prozent und versucht, ihn zu überzeugen."

In hochkarätigen Tests Argumente liefern

Die besten Argumente kann jeder Kandidat natürlich in den Matches liefern. Angesichts der hochkarätigen Test-Gegner sollte es auch Gelegenheiten geben, sich auszuzeichnen. Welcher Keeper wie oft und in welchem Spiel zum Einsatz kommt, ist jedoch noch offen.

"Ich bereite mich so vor, als würde ich alle Spiele spielen. Die Entscheidung wird dann, glaube ich, so wie zuletzt auch am Spieltag getroffen, daher ist es sehr wichtig, die Konzentration und den Fokus hochzuhalten", erklärt Lindner, der betont, dass seine Spielvorbereitung immer die gleiche ist - egal ob gegen Deutschland und Brasilien oder bei einem Spiel in der Schweizer Super League.

Die Herausforderung wird jedoch eine große: "Brasilien und Deutschland haben sehr viel spielerische Qualität, sehr gute Einzelspieler. Beide haben viele und nicht nur einen Spieler in ihren Reihen, die Spiele alleine entscheiden können."

Es wird auch am ÖFB-Torhüter, welchem auch immer, liegen, dies zu verhindern.

Textquelle: © LAOLA1.at

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