Wie viel Vertrauen genießt Heinz Lindner?

 

Die gefühlte Nummer eins des ÖFB-Nationalteams ist Heinz Lindner, aber auch die offizielle?

Auf eine dezidierte Festlegung, wer sein Vertrauen im Tor genießt, verzichtet Teamchef Franco Foda bis dato.

Bis zum letzten Lehrgang galt Jörg Siebenhandl als sein Herausforderer. Der Sturm-Goalie erwies sich beginnend mit dem Deutschland-Länderspiel und mitunter auch im Verein zuletzt jedoch als ungewohnt fehleranfällig und fehlt im Aufgebot für den Test gegen Schweden und das Nations-League-Gastspiel in Bosnien-Herzegowina.

Mit Salzburg-Goalie Cican Stankovic und Rapid-Keeper Richard Strebinger stehen neben Lindner somit zwei Tormänner im Kader, die noch keine Länderspiel-Erfahrung aufweisen.

Foda vertraut allen

"Ich glaube, das war in den letzten Tagen, Wochen und Monaten die meistgestellte Frage an den Teamchef. Ich denke, er hat zu Genüge beantwortet, wie die momentane Situation ist", meint Lindner und schildert seine Sicht der Dinge:

"Dass er sich nicht auf eine Nummer eins festlegt, heißt nicht, dass er zu keinem von uns Vertrauen hat, sondern sein Vertrauen liegt bei jedem von uns."

Heinz Lindner

"Ich kann nur für mich sprechen: Ich habe im Training immer versucht, mein Bestes zu geben, habe versucht, in den Spielen mein Bestes zu geben und das Vertrauen zurückzugeben. Ich habe mir in den Länderspielen nichts zu Schulden kommen lassen, gute Leistungen gezeigt. Für mich persönlich heißt es, diesen Weg weiterzugehen und das Vertrauen, das ich eventuell geschenkt bekomme, wieder zu rechtfertigen."

Vertrauen ist für Torhüter für gewöhnlich ein Schlüsselwort. Je mehr Rückendeckung man von Trainer-Seite genießt, umso besser. Dass Foda ihm nicht öffentlich das Verrtauen als dezidierte Nummer eins ausspricht, beurteilt der Grasshoppers-Legionär wiefolgt:

"Der Trainer hat jedem von uns das Vertrauen ausgesprochen. Dass er sich nicht auf eine Nummer eins festlegt, heißt nicht, dass er zu keinem von uns Vertrauen hat, sondern sein Vertrauen liegt bei jedem von uns. Er hat des Öfteren angesprochen, dass er die Qual der Wahl hat. In meinen letzten Spielen gegen Russland und Brasilien habe ich meine Sache gut gemacht. Ich werde weiter meinen Weg gehen und versuchen, diese Leistungen zu bestätigen."

Stankovic und Strebinger keine "neuen Konkurenten"

Österreich verfüge laut Lindner momentan "einfach über sehr gute Tormänner", entsprechend groß sei der Konkurrenzkampf. Als "neue Konkurrenten" lässt er deshalb auch Stankovic und Strebinger nicht durchgehen, beide standen schon beim letzten Lehrgang im Aufgebot.

"Das sind keine neuen Konkurrenten, sie waren auch damals schon Konkurrenten. Sie waren immer im erweiterten Kreis, sind auch eingeladen worden und haben im Training hier beim ÖFB super Leistungen gebracht. In dieser Saison haben sie in der Bundesliga und auch international super Leistungen abgeliefert - das kriege ich natürlich mit, ich beobachte das von der Schweiz aus. Daher sind sie verdient wieder einberufen worden", findet der 28-Jährige.

Wie schwer wiegt der Vorsprung an Länderspiel-Erfahrung?

Lindner hat bereits 19 Länderspiele im Lebenslauf stehen, Stankovic und Strebinger noch keines. Wie schwer wiegt dieser Vorsprung an Länderspiel-Erfahrung?

"Natürlich ist es immer von Vorteil, internationale Erfahrung oder gerade Erfahrung im Nationalteam zu haben. Die beiden spielen jedoch in der Europa League, das ist auch internationales Niveau. Da haben sie ihre Sache auch gut gemacht. Der Trainer hat sich sicherlich seine Gedanken gemacht, deshalb sind die beiden einberufen worden."

Man darf gespannt sein, wie Foda bezüglich Tormann entscheidet. Diesmal findet das Testspiel vor dem Pflichtspiel statt.

Verhilft er gegen Schweden zumindest einem Goalie zum ÖFB-Debüt und heizt er somit die "T-Frage" weiter an? Oder spielt Lindner? Dies wäre wohl ein deutliches Indiz, dass er momentan nicht nur die gefühlte, sondern auch die offizielle Nummer eins ist.

Textquelle: © LAOLA1.at

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