Heinz Lindner: "Mein Ziel ist eine Top-Liga"

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Bei Grasshoppers Zürich hat sich Heinz Lindner nach zwei Jahren auf der Bank von Eintracht Frankfurt als Nummer eins etabliert.

Mittelfristig möchte der ÖFB-Goalie jedoch wieder in einer großen Liga unter Vertrag stehen - und diesmal auch zum Einsatz zu kommen:

"Mein Ziel ist natürlich, in einer Top-Liga zu spielen. In Frankfurt war ich knapp davor, habe aber einen sehr starken Konkurrenten vor mir gehabt, der einfach keine Fehler gemacht und dem Trainer keinen Grund zum Wechseln gegeben hat. Das muss man akzeptieren. Jetzt war als nächster Schritt wichtig, wieder zu spielen. Ich kann auch wieder Selbstvertrauen schöpfen und Woche für Woche meine Meistungen abrufen. Was die Zukunft bringt, wird man sehen, aber natürlich ist es ein Ziel, wieder zu versuchen, in eine Top-Liga reinzukommen und dann auch zu spielen."

In Zürich ist die Zeit reif

Der 27-Jährige hat in Zürich bis Sommer 2019 unterschrieben, hat also zwei Jahre lang Zeit, potenzielle Interessenten auf sich aufmerksam zu machen.

Nach holprigem Start in die neue Saison hat sich GCZ zuletzt stabilisiert. Seit 20. August ist der Traditionsklub ungeschlagen. Am Wochenende gelang gegen Serienmeister FC Basel ein 0:0, bei dem Lindner mit einer guten Leistung auffiel.

"Ein zu Null ist für einen Torhüter das Beste und Schönste", freut sich der Oberösterreicher und verweist darauf, dass es zu Beginn der Spielzeit mit einer neu zusammengewürfelten Mannschaft nicht leicht gewesen sei:

"Wir haben uns sicher mit Qualität verstärkt, aber es hat Zeit gebraucht, bis die Automatismen ineinander gegriffen haben. Die taktischen Vorgaben des neuen Trainers gehen dahin, dass wir stabil stehen. Inzwischen war die Zeit reif, dass es in diese Richtung läuft."

Bessere Infrastruktur als in Österreich

Wenn er die Schweizer Liga mit der österreichischen vergleicht, fällt Lindner vor allem ein großer Unterschied auf: "Die Infrastruktur ist über die österreichische Liga zu stellen. Es gibt sicher eine größere Dichte an guten Stadien. Was die sportliche Qualität betrifft, glaube ich, dass Austria Wien oder Salzburg auch in der Schweiz vorne mitspielen können, da würde ich die Ligen ähnlich einordnen."

Jedenfalls ist es eine Liga, in welcher der Torhüter wieder Spielpraxis sammeln kann. Die beiden Jahre in Frankfurt möchte er dennoch nicht missen:

"Im sportlichen Sinne ist es nicht so abgelaufen, wie ich mir das vorgestellt habe. Das ist ganz klar, wenn man sich anschaut, dass ich in zwei Jahren auf drei Spiele gekommen bin. Nichtsdestotrotz will ich die Zeit nicht missen, weil ich mich als Person und sicher auch als Torhüter weiterentwickelt habe, weil ich auf hohem Qualitätsniveau trainiert habe. Lukas Hradecky ist sicher einer der besseren Torhüter der deutschen Bundesliga, von ihm konnte ich mir einiges abschauen."

Deswegen sei er als besserer Goalie aus Frankfurt weggegangen, als er damals zur Eintracht gewechselt sei. Mit Hradecky ist der 27-Jährige befreundet, die beiden pflegen auch nach Lindners Abschied vor und nach Spielen regelmäßig Kontakt.

"Ich habe gute Leistungen gebracht"

Also möglicherweise auch rund um das Serbien-Spiel am Freitag. Die Diskussion darüber, ob das ÖFB-Team mit ihm im Tor gut aufgestellt sei, nimmt Lindner zur Kenntnis:

"Ich beurteile das ganz objektiv. Wenn andere dieser Meinung sind, dann ist das so. Ich versuche mein Bestes zu geben. Ich kann mich an Zeiten nach der Champions-League-Saison erinnern, wo ich als Nummer eins gefordert worden bin. Jetzt wird eine andere Numer eins gefordert. Das ist der Lauf der Dinge, damit muss man als Fußball-Profi umgehen können."

Wie er selbst seine Leistungen im ÖFB-Tor beurteilt, seit er durch die Verletzung von Robert Almer und den Rücktritt von Ramazan Özcan zur Nummer eins aufgerückt ist? "Ich glaube, dass ich gute Leistungen gebracht habe. Es war nicht so, dass mir ein gravierender Fehler passiert wäre."

Natürlich würden beispielsweise beim Rausspielen Fehler passieren. "Aber jeder macht Fehler. Wichtig ist nur, dass sie nicht zu Gegentoren ausarten."

Lob für Koller

Zur Situation rund um das Nationalteam will der Oberösterreicher nicht selbst Stellung beziehen, betont jedoch, dass er den Aussagen von Marc Janko vollinhaltlich zustimmt: "Er hat alles auf den Punkt gebracht."

Den Abschied von Marcel Koller als Teamchef bedauert der Keeper: "Ich war vom ersten Lehrgang unter Koller an dabei, daher habe ich die ganzen sechs Jahre mitgemacht. Dieser Weg, den Marcel Koller eingeschlagen hat, und die Philosophie, die er verfolgt hat, waren für den österreichischen Fußball sehr wichtig. Er hat den österreichischen Fußball auf ein anderes Level gehoben, daher sind wir ihm zu Dank verpflichtet."




Textquelle: © LAOLA1.at

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