ÖFB-"Gewinner" Schaub hat gut lachen

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Louis Schaub reist definitiv als einer der "Gewinner" aus dem ÖFB-Camp in Marbella ab.

Beim team-internen Fußball-Tennis-Turnier am Freitag siegte er gemeinsam mit Stefan Schwab, Philipp Schobesberger und Guido Burgstaller mit dem Team "Rapid".

Selbstverständlich ein prestigeträchtiger Titel, den er entsprechend zelebrierte: "Es war von Anfang an klar, dass wir Favorit sind. Wir sind gut reingestartet ins Turnier und haben am Ende alle Partien gewonnen - verdient, wie man betonen muss. Die engste Partie war gleich am Anfang gegen Sturm, aber die haben wir wie immer auch gewonnen. Ich hoffe, dass es am Ende der Saison auch so ist."

Der letzte Seitenhieb war für Ohrenzeugen Stefan Hierländer gedacht. Nach einigen Tagen im sonnigen Süden Europas rennt der Schmäh im Nationalteam. Vor allem sollte man es sich nicht erlauben, ein derartiges Turnier zu verlieren.

Schwache "Red-Bull"-Performance mit Gabalier

Ein Fauxpas, der dem durch Dominik Wydra verstärkten Team "Red Bull" mit Andreas Ulmer, Stefan Lainer und Valentino Lazaro passiert ist. Als Strafe musste das Quartett beim Mannschaftsabend singen.

Die Wahl fiel auf "Hulapalu" - jedoch freiwillig und nicht vom bekennenden Andreas-Gabalier-Fan Franco Foda ausgesucht. Die Darbietung war jedoch eine enttäuschende, wie Schaub befand:

"Also ich muss sagen, ich hätte mir ein bisschen mehr erwartet. Da müssen sie noch ein bisserl üben und an ihrer Performance arbeiten." Ins Rampenlicht gesungen habe sich nur einer: "Stevie Lainer, da hat man gemerkt, dass er das kann."

Generell hätte das Team viel Spaß gehabt: "Es war ein lustiger Abend, und das ist auch ganz wichtig, dass man sich einmal ein bisschen zusammensetzt und Spaß hat."

Stammkraft als nächster Schritt?

Zum Lachen zu Mute ist Schaub derzeit vermutlich nicht nur, wenn er gesangliche Fehlleistungen von Kollegen veräppeln kann, sondern auch wenn er an seine jüngsten Auftritte im ÖFB-Dress zurückdenkt. In jedem der letzten drei Länderspiele erzielte er einen Treffer und ist somit fraglos ein Gewinner des bisherigen ÖFB-Herbsts.

Ob man sich besser für größere Aufgaben im Nationalteam aufdrängen könne? "Ein Tor ist immer gut. Aber das Wichtigste ist, dass man dann auch beim Verein immer seine Leistung zeigt - nicht nur bei den Länderspielen, sondern auch dazwischen muss man immer beweisen, dass man gut und bereit ist."

Mit drei Toren und sechs Assists darf der Rapidler die bisherige Bundesliga-Saison positiv bilanzieren. Zur Kategorie Spieler, die ihre Vereinsleistungen nicht auf Nationalteam-Ebene umsetzen können, gehört er so gesehen bislang nicht.

Wie viele andere Kadermitglieder ist für Schaub die Beförderung zur Stammkraft das nächste Ziel, Druck will er sich diesbezüglich jedoch keinen auferlegen: "Sicher wäre das der nächste Schritt. Aber für mich ist es schon noch so, dass ich froh bin, wenn ich im Kader dabei bin und meine Einsatzminuten bekomme. Dann möchte ich zeigen, dass ich gut genug fürs Nationalteam bin und weiterhelfen kann."

Bald reif genug fürs Ausland?

Dies könnte Schaub theoretisch sowohl am Flügel als auch als Zehner. Die Tendenz scheint unter Foda recht klar zu sein: "Er hat gemeint, er sieht mich so wie im Verein eher auf den Außenpositionen, dass ich aber flexibel einsetzbar bin und theoretisch schon auch im Zentrum spielen könnte - je nachdem, wie wir spielen. Es kommt immer darauf an, welches System wir spielen. Dann wird der Trainer entscheiden, was für mich die beste Position ist."

Der 22-Jährige widerstand bislang Verlockungen aus dem Ausland. Ob er sich angesichts des aktuellen Nationalteam-Trends, wieder vermehrt auf Kräfte aus der Bundesliga zurückzugreifen, in seiner Entscheidung bestätigt sieht?

"Der Sprung ins Ausland ist immer ein schmaler Grat, da muss schon alles passen. Das Wichtigste ist immer, dass man spielt, und wenn man ins Ausland geht und man spielt nicht, kann man sich auch nicht fürs Nationalteam empfehlen. Für mich war es gut, dass ich geblieben bin, ich habe mich entwickeln können. Was in Zukunft passiert, wird man dann sehen."

Wann sich Schaub reif genug für einen Wechsel in eine andere Liga fühlt, ist leicht erklärt: "Ich hatte ja immer wieder mal Verletzungen. Für mich ist einfach wichtig, dass ich eine Saison ohne Verletzungen spiele und wirklich viele gute Spiele mit Toren und Assists mache. Ich denke, dass ich in dieser Saison ganz gut angefangen habe, ich muss mich aber sicher noch steigern. Dann könnte ich auch bereit sein fürs Ausland."



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