Foda wollte Alessandro Schöpf verpflichten

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Alessandro Schöpf ist nach längerer Verletzungspause zurück im Nationalteam.

Nach der Genesung von seinem Kreuzbandanriss reichte es für den Tiroler bei Schalke 04 bisher erst zu drei Bundesliga-Minuten, für Franco Foda stand eine Nominierung für das ÖFB-Camp in Marbella dennoch außer Frage.

Schließlich hat der Neo-Teamchef Schöpf schon länger im Blick, wie er verrät: "Er war lange verletzt, trotz allem habe ich ihn einberufen. Ich kenne ihn schon sehr lange, noch von den Bayern-Amateuren. Damals hatte ich selbst einmal Interesse, aber seine Qualität war zu gut, deshalb habe ich ihn nicht bekommen."

Konkret bezieht sich die Aussage auf Fodas Zeit als Trainer des 1. FC Kaiserslautern. Auf Nachfrage betont er jedoch, dass er Schöpf zuvor auch bereits für den SK Sturm Graz im Auge gehabt hatte.

Auch bei Julian Baumgartlinger und Florian Grillitsch sei er bei deren Karriere-Anfängen an einer Verpflichtung gescheitert. Die weitere Entwicklung dieser damaligen Talente würde jedoch für sein Auge für Spieler sprechen, gibt der Deutsche schmunzelnd zu Protokoll.

Schwierigste Zeit in Schöpfs Karriere

Als Teamchef kann sich Foda nun den Luxus gönnen, die aus seiner Sicht besten Spieler des Landes zu einem Kader zu formen. Schöpf spielt in seinen Planungen dabei nicht nur eine Nebenrolle: "Er ist ein ganz wichtiger Bestandteil unserer Mannschaft."

Wie auf Schalke gilt es für den 23-Jährigen, sich auch im Nationalteam wieder zu alter Stärke zurückzukämpfen und die monatelange Verletzungspause hinter sich zu lassen:

"Es war auf jeden Fall die schwierigste Zeit in meiner Fußball-Karriere, meine erste gröbere Verletzung. Vor allem am Anfang, wenn man die Diagnose bekommt, ist es nicht einfach. Das muss man erst einmal verdauen. Man braucht zwei, drei Wochen, bis man es wirklich realisiert hat. Aber dann geht der Blick schnell nach vorne. Umso schöner ist es, dass ich jetzt wieder auf dem Platz stehen kann", lässt Schöpf die vergangenen Monate Revue passieren.

Jede Trainingseinheit sei für ihn zurzeit ein Schritt nach vorne, selbiges würde für Pflichtspiele gelten - umso mehr hofft der Tiroler auf einen Einsatz in der kommenden Woche gegen Uruguay.

"Schade um Junuzovic und Harnik"

Ein neuer Coach ist zumeist gleichbedeutend mit verschärftem Konkurrenzkampf. Dies beurteilt auch der Mittelfeldspieler so: "Es ist definitiv so, wenn ein neuer Trainer kommt, dass man von Beginn weg gleich zeigen möchte, dass man spielen will. Deswegen versucht jeder im Training sein Bestes zu geben. Das macht uns Spieler natürlich auch besser, weil jeder konzentrierter und fokussierter arbeitet."

Schöpf ist flexibel einsetzbar. Mit Zehner Zlatko Junuzovic und Martin Harnik, der zumeist auf dem rechten Flügel zum Einsatz kam, haben zwei seiner Konkurrenten um einen Platz in der Startelf ihren ÖFB-Rücktritt erklärt.

"Es ist sehr schade, dass zwei super Fußballer und super Menschen nicht mehr zu uns ins Nationalteam kommen werden", bedauert Schöpf die Entscheidung der beiden Routiniers. Was die beiden Abschiede für ihn bedeuten, möchte er nicht einordnen, er versuche sich via Training bei Foda aufzudrängen.

Schöpf will Verantwortung übernehmen

Es ist nicht auszuschließen, dass Schöpf zu jenen Kadermitgliedern gehört, die in Zukunft mehr Verantwortung als bisher tragen müssen. Er selbst betont, dass dies ohnehin jeder Spieler tun müsse, scheut sich vor dieser Aufgabe jedoch auch nicht:

"Ich will natürlich auch Verantwortung übernehmen auf dem Platz. Ich möchte auch jenen Spielern helfen, die neu ins Nationalteam dazugekomen sind. Wir haben eine super Mannschaft. Von den Charakteren her sind das alles bodenständige Jungs, mit denen man gerne zusammenarbeitet."

Der erste Tag von Teamchef Franco Foda als ÖFB-Teamchef:

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