Sechs Punkte und Dank für scheidenden Koller

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Nach sechs Jahren und 54 Länderspielen, ist die Zeit Marcel Kollers als Teamchef vorbei. Die Nationalmannschaft bescherte seinem baldigen Ex-Trainer zwei Siege zum Abschluss der WM-Quali.

"Nach dem Match hat sich jeder noch einmal bei ihm bedankt", sagte Marko Arnautovic zum Abschied Kollers. "Als Abschiedsgeschenk hat er sich sechs Punkte gewünscht, und das haben wir geschafft", meinte der West-Ham-Profi. Wer Koller folgt, lässt ihn kalt: "Ich lasse mich überraschen und weiß nicht, wer kommt."

Der Spieler von West Ham fügt hinzu: "Ich weiß auch nicht, ob mich der Neue überhaupt einberufen wird."

Arnautovic von Qualität überzeugt

Wie auch immer der nächste Teamchef heißen wird, er könne auf eine Mannschaft mit Qualität zurückgreifen, betonte Arnautovic. "Ich bin mir sicher, dass wir wieder auf ein Niveau kommen, wo wir schon waren."

Mit seinen 28 Jahren zählt der Offensivspieler im aktuellen Kader zu den ältesten ÖFB-Kickern. Deswegen und aufgrund des möglichen Abschieds von Spielern wie Marc Janko werde er künftig noch mehr als Führungsspieler gefragt sein und wolle diese Rolle auch übernehmen, erzählte Arnautovic.

Siege für Junge, Alte und Sportdirektor

Eine Schlüsselfigur bleibt auch der 29-Jährige Julian Baumgartlinger. Nach dessen Angaben war Koller in den vergangenen Tagen trotz des bevorstehenden Abgangs "mit Vollgas und voller Leidenschaft" bei der Sache, "als ob sich nichts geändert hätte. Er war so, wie man ihn kennt, sehr akribisch. Er ist sehr sachlich, das zeichnet ihn als Trainer aus."

Die Motivation sei hoch gewesen, sich von Koller mit einem Erfolg zu verabschieden.

"Es gab aber auch noch andere Gründe, die dafür gesprochen haben, aus diesen Spielen sechs Punkte zu holen", sagte der Kapitän und nannte in diesem Zusammenhang den freigestellten Sportdirektor Willi Ruttensteiner, ältere Spieler, deren Teamkarriere zu Ende geht und auch die jungen Kicker.

"Ich bin sehr stolz auf die Jungs. Sie haben gezeigt, welches Potenzial sie haben."

Junge Spieler konnten sich empfehlen

Dazu zählt der 22-jährige Louis Schaub, der im dritten WM-Qualifikationsmatch in Folge traf und bei drei Toren in fünf Länderspielen hält.

Der Mittelfeldmann ist ein Spezialist für Partien auf internationalem Level - im Europacup scorte er für Rapid in 30 Spielen 16 Mal, während seine Liga-Bilanz bei 22 Toren in 140 Matches steht. "Manchmal passieren Sachen, die kann man sich nicht erklären", sagte Schaub mit Blick auf diese Statistik.

Sein Tor aus einer Eckball-Variante sei nicht einstudiert gewesen. "Die hat sich aus dem Spiel heraus ergeben."

Während Schaub die Entscheidung gelang, half Philipp Lienhart dabei mit, dass die ÖFB-Auswahl erstmals nach fünf Partien wieder ohne Gegentreffer blieb - und das bei seinem Debüt. "Das war ein Riesengefühl, ein Tag, den ich nie vergessen werden", schwärmte der Freiburg-Verteidiger.

Lienhart zählt zu jener jungen Garde, die aufgrund der vielen Absagen eine Chance erhielt und sich für weitere Aufgaben empfahl. "Wir Jungen haben uns alle gut präsentiert. Jetzt müssen wir hart arbeiten, dass wir weitere Chancen bekommen", meinte der 21-Jährige.

Textquelle: © LAOLA1/APA

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