Martin Hinteregger in der "Snake-Champions-League"

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Martin Hinteregger gab in diesem Sommer ein bemerkenswertes Interview, in dem er nicht nur Kritik am Profi-Fußball geübt hat, sondern auch seinen Rückzug aus der Smartphone-Welt bekannt gab.

"Mein Handy kann nur drei Dinge: SMS, Telefonieren und Snake. Die werden seit 2008 nicht mehr hergestellt", lautete der Sager über sein Klapp-Handy, der seither Kult wurde.

Und bezüglich Snake ist er inzwischen offenkundig ein Meister seines Fachs.

"Ich habe einen neuen Rekord aufgestellt. Snake ist das einzige, wo ich bis jetzt Champions League spiele", lacht der Augsburg-Legionär, der es mit Ex-Arbeitgeber FC Red Bull Salzburg nie in die Königsklasse geschafft hat.

Reaktionen ohne Social Media nicht mitbekommen

Hintereggers Aussagen wurden durchaus positiv diskutiert. Er selbst will davon nichts mitbekommen haben. "Ich habe kein Social Media mehr, deswegen kann ich die Reaktionen nicht kennen", grinst der Kärntner bei seinem Medientermin im ÖFB-Camp in Bad Waltersdorf.

Vereinzelt wurde er jedoch darauf angesprochen: "Nach unserem Spiel in Gladbach ist Sportdirektor Max Eberl zu mir gekommen und hat gesagt, ich soll weiter solche Interviews geben. Alles weitere habe ich gar nicht so mitgekriegt, muss ich ehrlich zugeben. Ich habe einfach das gesagt, was ich immer mache, nämlich das, was ich mir denke."

Kein Außenseiter in der Kabine

Als Außenseiter in der Kabine fühle er sich nicht, wenn er als einziger ohne Smartphone unterwegs ist. Jeder müsse selbst wissen, was ihm gut tut. Ihm persönlich würde dieser Weg gut tun.

So lange nur ein Spieler diesen Weg einschlagen würde, ließe es sich auch problemlos organisieren, dass er alle wichtigen teaminternen Informationen aus den WhatsApp-Gruppen in Augsburg und beim Nationalteam mitbekommt.

Zu Beginn hatte ihn stets Landsmann Kevin Danso informiert: "Jetzt machen es sowohl in Augsburg als auch beim Nationalteam die Teammanager. Vor fünf Jahren haben wir es ja auch so hingekriegt."

"Wenn man nichts zu tun hat, hat man halt nichts zu tun"

Auf jeden Fall würde er durch seine Maßnahme richtig viel Zeit gewinnen: "Du benutzt das Handy nur, wenn du einen Anruf kriegst oder einen Anruf tätigen willst, und das passiert eigentlich ganz selten am Tag. Deswegen hat man sehr viel Zeit für andere Dinge. Man lenkt sich nicht ab, wenn man nichts zu tun hat, sondern wenn man nichts zu tun hat, hat man halt nichts zu tun."

Langeweile ist in der heutigen Zeit eine Seltenheit geworden, insofern könne man sie zwischendurch auch genießen: "Genau, das kann auch schön sein. Wenn du es beruflich brauchst, ist es etwas anderes. Ich habe das Glück, dass ich es beruflich nicht brauche."

Textquelle: © LAOLA1.at

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