"Die Leute oben" sind die Verantwortlichen des ÖFB, die sich zuletzt heftige Kritik von Arnautovic gefallen lassen mussten. "Sie versuchen, alles zu verändern. Sie haben den Trainer und den Sportdirektor rausgeworfen - das kann natürlich etwas Gutes oder auch etwas Schlechtes sein. Jetzt haben sie großen Stress, weil noch kein neuer Trainer da ist. Man wird sehen, welche Veränderungen es geben wird", meint Arnautovic.
Arnautovic: "Vor Koller war Chaos"
Er selbst kenne jedenfalls keine Kandidaten auf die Nachfolge von Marcel Koller. Über den Schweizer hat Arnautovic einmal mehr nur Gutes zu berichten. "Er hat viel bewirkt. Vor Marcel Koller war Chaos. Ich habe das selbst miterlebt. Es war jetzt nicht die Schuld der Trainer, egal ob Brückner oder Constantini da war, es hat einfach nicht zusammengepasst – auch wegen der komplett verschiedenen Spieler, die in der Mannschaft waren."
Der Abschied Koller vom ÖFB-Team sei emotional gewesen: "Natürlich hat er (Koller, Anm.) ein paar Tränen verdrückt, der Co-Trainer auch. Aber es war nichts Spektakuläres, sie habe sich bedankt und verabschiedet. Marcel Koller ist ein sehr guter Trainer, ein ehrlicher Mensch, wir haben immer gut zusammengearbeitet."
Arnautovic versteht Fans nicht
Die Erfolge, die Österreich unter Koller gefeiert hat, haben eine Fußball-Euphorie im Land ausgelöst. Das Verhalten der rot-weißen-roten Fans ruft bei Arnautovic aber teilweise Unverständnis hervor.
"Wir haben uns für die EURO qualifiziert ohne zu verlieren. Aber dann haben in Österreich alle geglaubt, wir sind Brasilien, nur weil wir in den Top Zehn der Weltrangliste waren. Danach verfällt in Österreich auch alles schnell. Wenn es nicht gut läuft, kommen 15.000 oder 20.000 Leute ins Stadion. Wenn du die ersten vier Quali-Spiele gewinnst, ist das Stadion vier Monate vor der Partie ausverkauft. Das verstehe ich nicht. Entweder man liebt dieses Nationalteam oder man tut es nicht", stellt Arnautovic klar.