Marcel Koller: "Aktuell gibt es keine Angebote"

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Marcel Koller bleibt nach dem 1:1 von Österreich gegen Georgien dabei, dass seine Zukunft vor den beiden abschließenden WM-Qualifikations-Spielen gegen Serbien und in Moldawien geklärt werden soll.

Das enttäuschende Remis soll darauf jedoch keinen großen Einfluss haben:

"Ich bin jetzt sechs Jahre hier und denke nicht, dass man es von einem Spiel abhängig machen soll. Das möchte ich einfach so stehen lassen. Ich möchte mir zuerst ein paar Gedanken machen, was gut und was schlecht ist - zumindest von meiner Seite. Ich weiß noch nicht einmal von ÖFB-Seite, was sie möchten. Da müssen wir uns erst zusammensetzen", betont der Schweizer nach dem Spiel.

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Über Angebote und Anfragen

Der Vertrag mit dem 56-Jährigen läuft nach dieser WM-Qualifikation aus. Da das ÖFB-Team nicht am Turnier in Russland teilnehmen wird, ist auch die Option auf eine Verlängerung des Kontrakts endgültig hinfällig.

"Aktuell gibt es keine Angebote. Die Saison der Klubs hat erst angefangen. Meistens ist es im Herbst dann eine schwierige Zeit, wenn die Ergebnisse nicht so kommen. Im Dezember, Jänner ist dann meistens so eine Zeit. Daher habe ich jetzt auch noch nicht so geguckt."

Marcel Koller

Apropos Optionen: Eine solche bei einem anderen Nationalteam oder auf Vereinsebene würde es momentan nicht geben: "Aktuell gibt es keine Angebote. Die Saison der Klubs hat erst angefangen. Meistens ist es im Herbst dann eine schwierige Zeit, wenn die Ergebnisse nicht so kommen. Im Dezember, Jänner ist dann meistens so eine Zeit. Daher habe ich jetzt auch noch nicht so geguckt. Davor gab es die eine oder andere Anfrage, aber ich habe keine Ausstiegsklausel im Vertrag. Daher ist es auch für die Klubs schwierig, wenn sie verhandeln müssten und der Verband sagt, es geht nicht. Das ist dann meistens eine schwierige Situation."

Lieber Klub oder Nationalmannschaft?

Ob er, sollte es sein letztes Spiel als ÖFB-Teamchef gewesen sein, ein Engagement als Vereins-Trainer oder erneut als Coach einer Nationalmannschaft bevorzugen würde?

"So habe ich nie gedacht. Für mich war wichtig, wenn irgendwann eine Anfrage kommt, dass man sich das zuerst anhört und sich austauscht. Für mich ist wichtig, dass vielleicht eine Mannschaft kommt, die schon die gewisse Qualität hat, mit der man arbeiten kann, ein bisschen nach vorne kommt und Fortschritte sieht. Wenn diese individuelle Qualität vorhanden ist, ist das natürlich ein großer Vorteil. Mit Teamgeist kann man viel schaffen, aber wenn die Qualität nicht so vorhanden ist, wird es immer schwieriger. Diese individuelle Qualität bringt am meisten, wenn das Spieler sind, die Spiele entscheiden können, die Dinge schneller wahrnehmen und umsetzen können. Daher möchte ich mich auch nicht festlegen, ob Nationalteam oder Klub. Es kommt auf die Anfrage an, ob es passt. Dann wird alles abgecheckt."

Ob die genannten Attribute auch auf das ÖFB-Team zutreffen würden? "Das war vor sechs Jahren der Grund, warum ich hier zugesagt habe."

Koller plagt keine Amtsmüdigkeit

In Kollers Ausagen lässt sich tendenziell einiges hineininterpretieren. Dass er jedoch weiß, was er am ÖFB-Team hat, ist auch bekannt. Seine Schützlinge kämpfen jedenfalls vehement um ihren Coach. Stefan Ilsanker hielt bereits am Montag ein eindringliches Plädoyer für den Eidgenossen. Für Marko Arnautovic ist es offenkundig nur schwer vorstellbar, dass Koller nicht mehr sein Teamchef sein könnte.

"Ich liebe Fußball, arbeite jeden Tag gerne im Fußball. Ich persönlich merke keine Müdigkeit oder dass ich leer und ausgepumpt wäre und nicht mehr mag."

Marcel Koller

Der ÖFB-Star wird so gesehen gerne lesen, dass den Schweizer keine Amtsmüdigkeit aufgrund der aktuellen Misserfolge plagt: "Ich bin nicht das erste Jahr im Fußball, ich bin seit 40 Jahren im Fußball tätig. Man hat nie nur Erfolge und nie nur Niederlagen. Ich liebe Fußball, arbeite jeden Tag gerne im Fußball. Ich persönlich merke keine Müdigkeit oder dass ich leer und ausgepumpt wäre und nicht mehr mag."

Nachfolge-Diskussion "nicht angenehm"

Es wird eine der spannenderen Fragen der kommenden Tage und Wochen, ob Koller weiterhin in Österreich arbeiten möchte oder seine Zelte nach 52 Länderspielen als ranghöchster Coach des Landes abbrechen wird.

Dass trotz ausstehender Klärung dieser Causa bereits munter über potenzielle Nachfolger spekuliert wird, nimmt der Eidgenosse zur Kenntnis, wenngleich er die entsprechenden Berichte nicht gelesen habe:

"Ich bin schon länger im Geschäft. Ich habe auch schon erlebt, dass man noch da ist und schon von Kollegen von euch geschrieben wurde, wer der Nachfolger ist. Das ist natürlich nicht angenehm, gehört aber anscheinend dazu. Wichtig ist, dass man ruhig bleibt und sich auf seine Aufgaben konzentriert. Dann kommen schon die entscheidenden Leute, die sagen, ob es weitergeht oder nicht."




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Textquelle: © LAOLA1.at

Kritisches Transparent der ÖFB-Fans beim Georgien-Spiel

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