Koller steht wohl selbst vor Aufstellungs-Rätsel

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Einige Verletzte wie Kapitän Julian Baumgartlinger, mit Marko Arnautovic und Stefan Ilsanker zwei gegen Irland Gesperrte, Marcel Sabitzer ist kränklich, David Alaba kommt im Hinblick auf die restliche Saison beim FC Bayern wenn überhaupt wohl nur verkürzt zum Einsatz.

Kurzum: Teamchef Marcel Koller steht vor dem Test gegen Finnland in Innsbruck wohl selbst vor einem Aufstellungs-Rätsel.

Im Vergleich zum Moldawien-Match werde es Umstellungen geben. In welcher Intensität wusste der Schweizer einen Tag vor dem Spiel selbst noch nicht.

Welche Position passt für Alessandro Schöpf?

(Text wird unter dem Video fortgesetzt)


"Wir werden versuchen, Aufschlüsse zu bekommen. Mit Verletzungen auf der einen und zwei Sperren auf der anderen Seite muss man schauen, welche Alternativen es gibt. Ob das auf der gleichen Position wie die Ausgefallenen sein muss, muss man überlegen", erklärt Koller.

Es könnte ein Ding der Unmöglichkeit sein, die richtige Aufstellung zu erraten, zumindest ist es diesmal mehr Kaffeesudleserei als sonst. LAOLA1 sieht sich dennoch die Optionen in den verschiedenen Mannschaftsteilen an:

TOR UND ABWEHR:

Die Wahrscheinlichkeit, dass sich im Defensivverbund wenig bis gar nichts ändert, ist durchaus gegeben. Da mit Daniel Bachmann und Markus Kuster nur zwei denkbar ungeprüfte Alternativen zur Verfügung stehen, spricht vieles für eine erneute Bewährungsprobe für Heinz Lindner im Tor. Koller deutete zudem an, die Dreierkette weiter verfestigen zu wollen. Es würde Sinn machen, dies mit den drei Stammkräften Aleksandar Dragovic, Sebastian Prödl und Martin Hinteregger zu machen - dieses Trio wäre im Fall der Dreierketten-Fälle wohl auch in Irland erste Wahl. Wobei es vermutlich klug wäre, auch Kevin Wimmer Einsatzzeit in diesem System zu gewähren - zumindest als Joker. Mit Michael Madl steht eine weitere Alternative parat.

MITTELFELD:

Dreierkette verfestigen? Ja. "Ob das genau gleich sein wird, lassen wir offen", betonte Koller. Dies lässt natürlich einen breiten Interpretations-Spielraum zu, wie zum Beispiel, dass sich der Teamchef diesmal eine etwas defensivere 3-5-2-Variante anstelle des gegen Moldawien praktizierten 3-4-3 anschauen möchte. Die genaue Besetzung zu erraten, ist beinahe unmöglich. Erstens steht in Frage, ob und wenn ja wie lange David Alaba zum Einsatz kommen wird. Der Verweis Kollers auf dessen zahlreiche bevorstehende Einsätze für den FC Bayern München sprechen jedoch dafür, dass der 24-Jährige maximal eine Halbzeit lang auflaufen wird. Spielt er, stellt sich die Frage wo - wieder links oder diesmal in einer zentraleren Rolle?

Letzteres böte sich erstens als Probelauf an, zweitens herrscht gerade im Mittelfeldzentrum ungewohnte Personalknappheit. Julian Baumgartlinger fällt verletzt aus. Stefan Ilsanker steht zwar zur Verfügung, ist jedoch gegen Irland gesperrt. Dies ist wie bei Marko Arnautovic kein Ausschließungsgrund für einen Einsatz gegen Finnland, das Testen von Alternativen würde jedoch genauso Sinn machen. Möglichkeiten gibt es viele, etwa Markus Suttner in der "Alaba-Rolle" auf links eine Chance zu geben. Fix spielen wird Alessandro Schöpf, das hat Koller bereits verraten. Ob der Schweizer mit dem Lokalmatador auf rechts oder doch in einer zentraleren Rolle plant, ließ er offen. "Grundsätzlich ist er einer, der mit seiner Technik und Beweglichkeit für das Zentrum geeignet ist", meint Koller, lobt aber gleichzeitig auch die Laufleistung des Tirolers bei Schalke auf der rechten Seite, jedoch nicht ohne auf seine defensiven Defizite hinzuweisen.

ANGRIFF:

Marc Janko saß gegen Moldawien nur auf der Bank und hofft nun naturgemäß auf seinen Einsatz. Geht man von einer Nominierung des Goalgetters aus, stellt sich die Frage, wer beziehungsweise wie viele Stürmer neben ihm spielen. Da Marcel Sabitzer kränklich ist, empfiehlt sich im Hinblick auf seinen Arbeitgeber RB Leipzig wohl eine Pause. Guido Burgstaller käme bei seinem System mit drei Stürmern theoretisch für jede Rolle in Frage, auch Martin Harnik drängt auf eine neue Bewährungschance von Anfang an. Setzt Koller auf zwei Spitzen und ist Janko eine von ihnen, wird es tendenziell zwischen Burgstaller und Harnik gehen. Janko und Burgstaller, die noch wenig gemeinsame Erfahrung haben, gemeinsam auszuprobieren, wäre womöglich einen Versuch wert.


Textquelle: © LAOLA1.at

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