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Herzog über Rangnick: "Ein Mensch, der die Macht haben will"
Andreas Herzog hinterfragt den ÖFB und stellt sich die Frage, wer überhaupt Sportdirektor an der Seite von Rangnick werden will. "Das muss schon jemand sein, der 'Ja und Amen' sagt."
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Der ÖFB hat sich vergangene Woche von Sportdirektor Peter Schöttel getrennt.
Für Marc Janko kam die Trennung nicht überraschend, Misstöne hinter den Kulissen seien bereits länger zu hören gewesen. Janko verwies bei "Sky" zudem auf die offenbar nicht so ideale Beziehung zwischen ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick und Schöttel.
"Es ist schon so, dass Rangnick seit einiger Zeit bei allen Dingen, die ihm wichtig sind, das nicht über den Peter macht, sondern über andere Personen", meinte Janko vergangenen Donnerstag.
Rangnick dementierte hingegen am Montag die Spekulationen, wonach er an Schöttels Aus Schuld sei >>>
ÖFB-Sportdirektor "muss jemand sein, der 'Ja und Amen' sagt"
In seinem Podcast "HERZERL mit JANKO" zeigte sich Janko vor der Kaderbekanntgabe am Montag jedoch nach wie vor fest davon überzeugt, dass Rangnick seine Finger im Spiel hatte.
Sein Podcast-Partner Andreas Herzog, einst jahrelang Mitspieler von Peter Schöttel, ist fest davon überzeugt, dass der ÖFB nur jemanden einstellen wird, der auch ins Bild des ÖFB-Teamchefs passt.
"Die Frage, die ich ehrlich fragen muss: Wer passt an die Seite von Ralf Rangnick? Er ist ein Mensch, der alles genau plant, der auch ein bisschen die Macht haben will. Das muss schon jemand sein, der 'Ja und Amen' sagt", so Herzog in der neuesten Folge "HERZERL mit JANKO".
Rangnick gleich selbst Sportdirektor? "Wahrscheinlich das einfachste"
"Vielleicht macht Ralf Rangnick gleich nebenbei den Sportdirektor und sucht sich irgendeine rechte Hand - das wär wahrscheinlich das einfachste, das beste", erklärt Herzog, der zudem das veraltete System des ÖFB hinterfragt:
"Ich glaube, egal, wer der Neue sein sollte - du musst dich mal mit den Landespräsidenten gutstellen. Es ist notwendig, dass du beim ÖFB überlebst."
Schöttel-Aus "stillos, gehört sich nicht"
Genau jene Landesfürste macht er auch dafür verantwortlich, dass Schöttel über seine Entlassung in den Medien erfuhr.
"Das ist das, was mich eigentlich am meisten stört", sagt Herzog. "Du hast 13 Leute, die das entscheiden, und es sind sicher ein paar, die immer undicht sind. Das erfahren vorher die Medien, bevor es derjenige erfährt, um den es eigentlich geht. Das macht für den ÖFB kein gutes Zeichen."
Janko pflichtet ihm hier komplett bei: "Das ist stillos, gehört sich nicht."
Für den nun vakanten Posten des ÖFB-Sportdirektors hat Janko einen ganz klaren Favoriten: "Der logische Nachfolger wird Sebastian Prödl sein, und er wird es auch gut machen."