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Foda versteht Kritik am Kosovo-Rasen: "Sind auch nicht zufrieden"
Der Deutsche benennt die Ursache für den Zustand, betont aber, dass die Voraussetzungen für beide Nationen gleich sind.
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Kosovos Teamchef Franco Foda kann die Kritik aus dem ÖFB-Team am Rasen im Fadil-Vokrri-Stadion>>> vor dem Nations-League-Duell am Sonntag in Pristina nachvollziehen.
"Wir wissen um die Problematik unseres Platzes. Er ist in keinem guten Zustand", sagte Foda. Ursache sei die hohe Belastung des Grüns durch die vielen Europacupspiele im Sommer - laut Foda eine Folge fehlender Infrastruktur.
"Die meisten Vereine hier haben keine zugelassenen Stadien für internationale Spiele."
Viele Europacup-Spiele hier
Daher gingen fast alle Partien kosovarischer Vertreter im Nationalstadion über die Bühne.
"Der Platz hat sich leider seitdem nicht mehr erholt. Letztes Jahr war er viel, viel besser", erzählte Foda.
Die Situation sei für beide Mannschaften gleich. "Wir sind mit dem Platz auch nicht zufrieden, insofern kann ich die Kritik von Ralf Rangnick schon auch verstehen."
Fodas Nachfolger als ÖFB-Teamchef hatte das Geläuf zuvor "bestenfalls eine Wiese, wenn nicht sogar ein Acker" genannt.
"Hoffentlich nur Ausrede für eine Niederlage"
Kosovo-Kapitän Vedat Muriqi bezeichnete die Situation ebenfalls als für beide Teams gleich. "Ich hoffe, dass es von den Österreichern nach dem Spiel nur eine Ausrede sein wird für eine Niederlage", sagte der Stürmerstar von Fenerbahce Istanbul.
Muriqi war beim 0:0 des Kosovo am Donnerstag gegen Israel wie zahlreiche weitere Stammkräfte geschont worden. Der 32-Jährige, der in 70 Länderspielen bisher 33 Tore erzielt hat, meldete sich nach einer kleinen Muskelverletzung für das Duell mit dem ÖFB-Team aber fit: "Ich bin vollkommen bereit."
Es fehlen Stammkräfte
Wie den Österreichern fehlen auch den Kosovaren zahlreiche wichtige Leistungsträger, darunter etwa Hoffenheim-Verteidiger Albian Hajdari. Stammtorhüter Arijanet Muric ist nach seiner vor einer Woche bei der 1:3-Niederlage in Wien erlittenen Sprunggelenksverletzung fraglich.
"Ich bin überzeugt von meinen Spielern", betonte Foda, der erneut mehrere Umstellungen ankündigte. Gegen Israel hatte er im Mittelfeld und im Angriff komplett auf eine B-Garnitur gesetzt. Gegen das ÖFB-Team ist wieder die Bestbesetzung zu erwarten.
"Für mich ist wichtig, dass wir gerade zu Hause Energie und Leidenschaft haben, dass wir Einstellung auf den Platz bringen und unsere Qualität zeigen", sagte Foda.
Mit dem Hinspiel in Wien war er nicht zufrieden. "Wir haben in den entscheidenden Momenten individuelle Fehler gemacht", meinte der Deutsche, der von 2017 bis 2022 das ÖFB-Team betreut hatte.
Vor allem im Umschaltverhalten müsse man auf der Hut sein. "Wir müssen in allen Spielphasen bereit sein."
Kosovo zu Hause mit "anderer Kraft"
Foda stellte sein Team auf ein "sehr intensives Spiel" ein. "Wir spielen jetzt zu Hause und haben das Publikum im Rücken. Das gibt der Mannschaft eine andere Kraft", meinte der frühere Meistermacher von Sturm Graz.
Nach drei Partien halten die Kosovaren in der Nations League bei vier Punkten. Nur mit einem Sieg mit drei Toren Unterschied würden sie an den führenden Österreichern vorbeiziehen.
Im Hinblick auf die EM-Quali-Auslosung wäre für den Kosovo aber auch Gruppenrang zwei ein Erfolg. "Wir kennen die Tabellensituation", sagte Foda. "Nach dem Spiel wissen wir mehr."