Das will Teamchef Franco Foda gegen Russland sehen

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Drei Spiele, drei Siege - Franco Fodas bislang makellose Bilanz als ÖFB-Teamchef steht am Mittwoch in Innsbruck gegen Russland (20:45 Uhr im LIVE-Ticker) auf dem Spiel.

Der Schlüssel zum Erfolg wird dabei abermals die Flexibilität sein. Der Deutsche kündigt an, seine Elf abermals mit mehreren Matchplänen ins Spiel zu schicken.

"Wir haben zwei, drei Pläne, damit wir im Spiel etwas verändern können. Man sieht ja relativ schnell, was der Gegner vor hat. Dann ist es wichtig, dass man im Spiel noch handeln kann. Wenn man glaubt, dass eine andere Grundformation zum Erfolg führen kann, muss man einfach im Spiel etwas verändern. Das haben wir einstudiert", betont Foda.

Bei Aufstellung Rücksicht auf möglichen System-Wechsel

Die Russen hätten zuletzt meist mit Dreierkette agiert. Der ÖFB-Coach schließt jedoch auch nicht aus, dass der Gegner diesmal mit Viererkette aufläuft.

"Wir sind auf diese Grundordnungen gut vorbereitet. Am Montag haben wir in erster Linie einstudiert, wie wir gegen den Ball spielen wollen - in unterschiedlichen Systemen, mit Dreier- aber auch mit Viererkette. Auch im Abschlusstraining werden wir noch an der Taktik feilen, da vor allem am Spiel mit dem Ball, dass wir Lösungen haben, wenn der Gegner uns unter Druck setzt", so Foda.

Da System-Wechsel möglich sind, liegt es auf der Hand, dass der 52-Jährige auch bei der Aufstellung wieder darauf Rücksicht nehmen wird: "Ich werde die Spieler dementsprechend aufstellen und positionieren."

Überraschung in der Startelf?

Ein Problem könnte sich ergeben, sollte mit David Alaba ein wichtiges Puzzleteil tatsächlich ausfallen. Denn dann würde es vor allem auf der linken Defensivseite knapp. Gut möglich, dass in diesem Fall bei einer Viererkette mit Martin Hinteregger oder Kevin Wimmer ein eigentlicher Innenverteidiger nach links rutschen würde. Im Falle einer Dreierkette hätte man dann so oder so drei Innenverteidiger auf dem Feld.

"Letztendlich spielen dann immer die Besten, die sich auch im Training anbieten. Vielleicht gibt es gegen Russland schon die eine oder andere Überraschung."

Franco Foda

"Ich habe Gott sei Dank Spieler im Nationalteam, die in der Lage sind, auf verschiedenen Positionen gut zu spielen, deshalb ist es mir auch möglich, während des Spiels Veränderungen vorzunehmen. Das haben wir auch im Training gemacht, damit wir wissen, welchen Plan es gibt, wenn der Trainer sagt, wir stellen um. Dann muss jeder wissen, was er auf dem Platz zu tun hat", bekräftigt Foda.

Unabhängig von Alaba fehlen dem Teamchef mit Marcel Sabitzer, Valentino Lazaro und Michael Gregoritsch weitere Spieler, die den Anspruch haben, in der Startelf zu stehen. "Auf der anderen Seite ergibt das die Möglichkeit für neue Spieler, sich zu beweisen und zu präsentieren", beklagt sich Foda nicht.

Gerade diese Nachrücker würden den Konkurrenzkampf im Training weiter beleben: "Konkurrenzkampf ist auch wichtig, um erfolgreich zu sein. Das ist im Moment bei uns der Fall. Wir haben trotz allem einen sehr, sehr guten Kader beisammen, jeder möchte spielen. Letztendlich spielen dann immer die Besten, die sich auch im Training anbieten. Klar, wenn man drei Spiele innerhalb kürzester Zeit hat, gibt es auch die Möglichkeit, Dinge immer wieder zu verändern. Vielleicht gibt es gegen Russland schon die eine oder andere Überraschung", meint der Ex-Sturm-Coach kryptisch.

Was Foda sehen will

Foda betont zwar, dass der Fokus einzig und allein dem Russland-Match gelten würde und die Deutschland-Partie am Samstag in den Überlegungen noch keine Rolle spielen würde. Die Aufstellung am Tivoli wird wohl zeigen, ob er das Duell mit seinem Heimatland personell bereits im Hinterkopf hat oder nicht.

Wem auch immer er gegen die "Sbornaja" das Vertrauen schenkt, der Teamchef ist frohes Mutes: "Ich glaube, dass wir eine sehr, sehr gute Mischung haben. Wir haben sehr gute und hungrige Spieler, die in diesen Spielen vor allen Dingen zeigen wollen, dass sie mit den Besten mithalten können."

Bezüglich des Erkenntnis-Gewinns stehe dabei nicht nur das Resultat im Vordergrund: "Unabhängig von den Ergebnissen ist für mich einfach wichtig, wie wir auftreten, wie wir spielen, wie wir agieren - ob wir auch gegen Top-Mannschaften, die bei der WM dabei sind, im Ballbesitz aktiv sind, ob wir uns trauen, die Gegner in gewissen Situationen früh unter Druck zu setzen. Das ist für mich wichtig. Klar sind es Testspiele, aber letztendlich gibt es für uns keine Testspiele, sondern wir wollen in jedem Spiel immer alles unternehmen, um die Partie auch zu gewinnen. Ob es gelingt, ist etwas anderes. Aber für mich ist entscheidend, wie die Mannschaft in der Defensive und in der Offensive auftritt."

MÖGLICHE AUFSTELLUNGEN:

Österreich: Lindner (Grasshopper Zürich/SUI, 17 Länderspiele) - Bauer (Stoke City/ENG, 5/0 Tore), Prödl (Watford/ENG, 66/4), Dragovic (Leicester City/ENG, 62/1), Hinteregger (FC Augsburg/GER, 28/2) - Schöpf (Schalke 04/GER, 15/2), Baumgartlinger (Bayer Leverkusen/GER, 61/1), Grillitsch (1899 Hoffenheim/GER, 8/1), Kainz (Werder Bremen/GER, 8/0) - Burgstaller (Schalke 04/GER,16/1), Arnautovic (West Ham/ENG, 69/19)

Ersatz: Siebenhandl (Sturm Graz, 1), Stankovic (Salzburg, 0), Strebinger (Rapid Wien, 0) - Lainer (Salzburg, 4/0), Potzmann (Sturm Graz, 0), Danso (FC Augsburg/GER, 5/0), Wimmer (Stoke City/ENG, 8/0), Hierländer (Sturm Graz, 1/0), Ilsanker (RB Leipzig/GER, 27/0), Schlager (Salzburg, 2/0), Zulj (Sturm Graz, 1/0), Murg (Rapid Wien, 0), Schaub (Rapid Wien, 8/5), Alar (Sturm Graz, 1/0)

Fraglich: Alaba (Bayern München/GER, 60/12 - Oberschenkelprobleme)

Es fehlen: Sabitzer (Schulterverletzung), Lazaro, Gregoritsch (beide Adduktorenprobleme), Ulmer (Muskelfaserriss), Wöber (Oberschenkelprobleme)

Russland: Akinfejew (ZSKA Moskau, 104 Länderspiele) - Granat (Rubin Kasan, 11/1), Ignaschewitsch (120/8), Kudrjaschow (Rubin Kasan, 17/0) - Samedow (Spartak Moskau, 46/6), Golowin (ZSKA Moskau, 17/2), Kusjajew (Zenit St. Petersburg, 4/0), Sobnin (Spartak Moskau, 10/0), Rausch (Dinamo Moskau, 5/0) - Smolow (FK Krasnodar, 30/12), Dsjuba (Arsenal Tula, 22/11)

Ersatz: Lunew (Zenit St. Petersburg, 3), Dschanajew (Rubin Kasan, 1), Gabulow (Club Brügge/BEL, 10) - Mario Fernandes (ZSKA Moskau, 3/0), Smolnikow (Zenit St. Petersburg, 25/0), Semenow (Achmat Grosny, 6/0), Neustädter (Fenerbahce Istanbul/TUR, 6/0), Kutepow (Spartak Moskau, 6/0), Dsagojew (ZSKA Moskau, 55/9), Gasinskij (FK Krasnodar, 5/0), An. Mirantschuk (Lok Moskau, 4/0), Taschajew (Dinamo Moskau, 0), Schirkow (Zenit St. Petersburg, 82/2), Al. Mirantschuk (Lok Moskau, 16/4), Jerochin (Zenit St. Petersburg, 17/0), Tscheryschew (Villarreal/ESP, 10/0), Tschalow (ZSKA Moskau, 0)

Es fehlen: Kokorin, Jikia, Vasin (alle Kreuzbandriss)

Fraglich: Dsagojew, Jerochin (beide zuletzt angeschlagen)

Textquelle: © LAOLA1.at

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