Schwerer Betrugsverdacht im ÖFB-Cup

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Bahnt sich im österreichischen Fußball ein handfester Betrugsskandal an?

Wie die "OÖ Nachrichten" und die "Kleine Zeitung" übereinstimmend berichten, nimmt die Staatsanwaltschaft Klagenfurt die ÖFB-Cup-Partie zwischen Zweitligist Austria Klagenfurt und dem ATSV Stadl-Paura aus der Regionalliga Mitte genauer unter die Lupe.

"Es gibt Ermittlungen wegen des Verdachts des schweren Betrugs rund um das Spiel zwischen Austria Klagenfurt und ATSV Stadl-Paura. Drei Personen werden als Beschuldigte geführt", so Tina Frimmel-Hesse, die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Klagenfurt.

Bei den beschuldigten Personen soll es sich ausschließlich um Mitglieder Stadl-Pauras handeln - unter anderem stehen ein ehemaliger Funktionär, der Spieler zu schlechten Leistungen angestiftet haben soll, sowie mindestens ein Spieler unter Verdacht.

"Der Verein ist schuldlos"

(Text wird unter dem Video fortgesetzt.)

Die Ermittlungen sollen nach einer anonymen Anzeige bereits seit November laufen, zahlreiche Stadl-Paura-Spieler sind vom Bundeskriminalamt (BKA) einvernommen worden, so die "OÖ Nachrichten". Vermutlich soll es sich um einen Wett

Wie Mitglieder des Regionalligisten bestätigen, sollen auch nach dem Klagenfurt-Spiel ähnliche strafbare Angebote gekommen sein - die Folge war der Abgang vieler Spieler vom Klub. Jener beschuldigte Spieler, der in den Skandal involviert gewesen sein soll, hat nach der 1:7-Pleite im Cup keine Minute mehr gespielt.

Stadl-Pauras Obmann Hans Stöttinger bestätigt die Ermittlungen: "Ich sollte mich gar nicht äußern, da alles in der Luft hängt. Ich wurde einvernommen, konnte aber nichts dazu sagen, weil ich absolut nichts damit zu tun gehabt habe. Ich glaube, dass nicht einmal der besagte Funktionär recht viel damit zu tun hat. Trotzdem habe ich ihn danach logischerweise sofort von seinem Posten abgesetzt. Mir gegenüber hat er beteuert, dass alles von unserem damaligen koreanischen Sponsor (Stadl-Paura hatte zu Saisonbeginn einen südkoreanischen Investor präsentiert, Anm.) ausgegangen ist. Ich will nicht, dass der Verein in ein schiefes Licht gerückt wird. Der Verein ist absolut schuldlos."

"Wir wurden völlig unverschuldet in dieses Thema hineingezogen"

Währenddessen soll bekannt sein, dass es auf Seiten der Klagenfurter Austria keine Beschuldigten gibt. Harald Gartner, Geschäftsführer des Zweitligisten, meldet sich in einem Pressestatement zu Wort.

"Die Berichterstattung in den Medien über eine mutmaßliche Manipulation der Erstrunden-Partie im ÖFB-Cup durch Funktionäre und Spieler des ATSV Stadl-Paura hat uns sehr überrascht. Die Austria ist vom Bundeskriminalamt sowie der Staatsanwaltschaft Klagenfurt nicht in die Ermittlungen involviert und auch nicht vorab darüber in Kenntnis gesetzt worden."

Gartner betont: "Unser Verein steht für fairen, sauberen und ehrlichen Wettkampf und distanziert sich von jeder Form des Betrugs. Wir wurden völlig unverschuldet in dieses unangenehme Thema hineingezogen und wünschen uns eine schnelle, lückenlose Aufklärung durch das Bundeskriminalamt und die Staatsanwaltschaft."

Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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