Salzburg zittert ins Cup-Endspiel

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Titelverteidiger Red Bull Salzburg zittert sich am Mittwochabend ins Endspiel des ÖFB-Cups.

Die Mozartstädter setzen sich in Mattersburg nach 120 torlosen Minuten in Mattersburg mit 3:0 im Elfmeterschießen durch. Höller, Malic und Seidl vergeben die entscheidenden Strafstöße.

Glück hat Salzburg vor allem in Hälfte zwei, als ein von Salzburg-Goalie Stankovic hinter der Linie abgewehrte Mahrer-Kopfball von Schiedsrichter Schüttengruber nicht gegeben wird.

Es ist das sechste Cup-Finale für die Salzburger in der Red-Bull-Ära, das fünfte in Folge - die Austria hält mit sechs Endspielen in Folge die Bestmarke.



Prevljak vergibt Elfmeter

Der Europa-League-Halbfinalist und Bundesliga-Tabellenführer musste im Pappelstadion gehörig zittern. Mattersburg vergab durch Salzburg-Leihgabe Smail Prevljak schon am Ende der regulären Spielzeit einen Elfmeter (83.).

Darüber hinaus hätte Mattersburg bei einem Kopfball von Jano in der 71. Minute vorlegen können. Auf TV-Bildern sah es danach aus, als ob Salzburg-Torhüter Cican Stankovic, der anstelle von Einser-Goalie und Kapitän Alexander Walke im Cup eingesetzt wird, den Ball hinter der Torlinie abgewehrt hatte.

In der Entscheidung verwerteten Valon Berisha, Andre Ramalho und Stefan Lainer souverän für die Mannschaft von Marco Rose. Bei Mattersburg scheiterten Alois Höller und Manuel Seidl an Stankovic, Nedeljko Malic schoss als zweiter SVM-Schütze weiter über das Tor.

Die Burgenländer verpassten damit den dritten Einzug in ein Cup-Finale in der Vereinsgeschichte. Red Bull Salzburg blieb auch im 29. Cup-Auftritt in Folge erfolgreich.

Dabbur und Samassekou nicht in Startelf

Als David gegen Goliath hatte Mattersburg-Trainer Gerald Baumgartner die Ausgangslage umschrieben. Und Salzburg bemühte sich, seine Rolle auszufüllen. Rose verschaffte Munas Dabbur und Diadie Samassekou eine Ruhepause, setzte sonst auf seine Stammkräfte.

Seine Elf begann dominant. Eine richtige Torchance konnte sich der Serienchampion in der ersten halben Stunde aber nur einmal herausspielen: Fredrik Gulbrandsen traf den Ball nach einer Ulmer-Hereingabe schlecht (11.). Mattersburg versuchte in erster Linie, in der Abwehr solide zu stehen.

Bei Salzburg zog sich Amadou Haidara bei einem Foul an Michael Novak eine Knieblessur zu und musste vom Feld. Mattersburg hatte in den drei Minuten mit einem Mann mehr die vorerst stärkste Phase.

Florian Hart visierte aus 17 Metern das Kreuzeck an, das er nur knapp verfehlte (29.). Für Haidara kam schließlich Enock Mwepu, der vergangenes Wochenende bei der Admira ein starkes Startelf-Debüt gegeben hatte.

Mattersburgs Gesicht der ersten Halbzeit war Höller, der kräftig austeilte, aber auch einstecken musste. In der Nachspielzeit mussten die Burgenländer noch einmal zittern. Der ansonsten kaum beschäftigte Markus Kuster parierte gegen Takumi Minamino mit der Hand, ehe Kapitän Malic klärte.

Schwacher Elfmeter von Prevljak

Die zweiten 45 Minuten begannen erneut mit Powerplay der Salzburger. Mattersburg durchtauchte diese Phase wieder und versuchte, Nadelstiche zu setzen. Für Salzburg entwickelte sich ein echtes Geduldsspiel, in dem Xaver Schlager die Weichen auf Sieg hätte stellen können. Sein Schuss in der 60. Minute landete aber nur an der Stange.

Es folgte große Aufregung elf Minuten später. Zuschauer machten Schiedsrichter Manuel Schüttengruber vehement darauf aufmerksam, dass der Ball bei Janos Kopfball hinter der Linie war. Malic hatte in der Aktion noch die Stange getroffen.

Die Mattersburger hatten in der aufgeregten Stimmung plötzlich Oberwasser. Bei einem Zweikampf im Strafraum zwischen Berisha und Höller ertönte der Pfiff, Schüttengruber gab Elfmeter. Prevljak, beim 2:2 in der Liga vor wenigen Wochen vom Punkt noch zweimal erfolgreich, scheiterte jedoch mit einem schwach geschossenen Versuch an Stankovic.

Bei Salzburg stand zu diesem Zeitpunkt schon Dabbur auf dem Spielfeld. Der Titelverteidiger wirkte körperlich in seinem 53. Pflichtspiel der Saison aber nicht mehr auf der Höhe. Mattersburg hatte in der regulären Spielzeit noch eine Riesenchance. Der eingewechselte Andreas Gruber machte alles richtig, schaufelte den Ball alleine vor Stankovic jedoch über die Latte (87.).

Die Verlängerung bot ein Spiel, in dem beide Teams eine Vorentscheidung herbeiführen hätten können. Salzburg versuchte, das Heft in die Hand zu nehmen. Stankovic stand bei einem Malic-Kopfball (98.) nach einem Eckball aber erneut im Zentrum, Manuel Seidls Versuch strich über Salzburgs Gehäuse (115.). In der Entscheidung vom Elferpunkt blieben die Salzburger schließlich eiskalt.

Saison

Runde Gegner Ergebnis
13/14 1 St. Florian (a) 9:0
13/14 2 Lankowitz (a) 7:6 n.E.
13/14 AF Kapfenberg (a) 7:1
13/14 VF WAC (a) 6:0
13/14 HF Horn (a) 7:0
13/14 F St. Pölten 4:2
14/15 1 Sollenau (a) 10:1
14/15 2 Sportklub (a) 12:1
14/15 AF Wacker (a) 2:1 n.V.
14/15 VF Altach (a) 4:0
14/15 HF Grödig (a) 2:0
14/15 F Austria 2:0 n.V.
15/16 1 Deutschlandsberg (a) 7:0
15/16 2 Horn (a) 3:2 n.V.
15/16 AF Ried (h) 4:2
15/16 VF Sturm (a) 1:0
15/16 HF Austria (h) 5:2
15/16 F Admira 5:0
16/17 1 Steyr (a) 3:1
16/17 2 Mannsdorf (a) 7:1
16/17 AF FAC (h) 2:0
16/17 VF Kapfenberg (h) 2:1 n.V.
16/17 HF Admira (a) 5:0
16/17 F Rapid 2:1
17/18 1 Deutschlandsberg (a) 7:0
17/18 2 Bruck/Leitha (a) 3:1 n.V.
17/18 AF Bad Gleichenberg (a) 3:0
17/18 VF Austria Klagenfurt (h)

7:0

17/18

Textquelle: © LAOLA1.at

Die Bundesliga erfüllt den Wunsch von Red Bull Salzburg

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