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Wirbel vor Israel-Spiel: Irland stimmte über Boykott ab

Mehrere irische Spieler sollen erwogen haben, das Nations-League-Duell mit Israel zu boykottieren. Die Partie in Debrecen findet allerdings statt.

Wirbel vor Israel-Spiel: Irland stimmte über Boykott ab Foto: © IMAGO / Inpho Photography

Das Nations-League-Duell zwischen Israel und Irland am Sonntagabend (20:45 Uhr im LIVE-Ticker) wird von politischen Spannungen überschattet.

Wie die "Irish Times" berichtet, informierte Ersatztorhüter Gavin Bazunu seine Teamkollegen am Freitag darüber, dass er nicht gegen Israel antreten wolle. Weitere Spieler sollen einen Rückzug erwogen haben.

Die irische Mannschaft verpasste deshalb am Freitag zunächst ihre geplante Pressekonferenz und das Training. Stattdessen berieten sich die Spieler gemeinsam mit Teamchef Heimir Hallgrimsson und dem Verband über das weitere Vorgehen.

Mehrheit für Austragung

Am Nachmittag fiel schließlich die Entscheidung: Die Partie im ungarischen Debrecen, wo Israel seine Heimspiele aufgrund des Nahost-Konflikts austrägt, wird stattfinden. Laut FAI-Boss David Courell sprach sich eine "deutliche Mehrheit" der Spieler in einer Abstimmung für die Austragung aus.

Bazunu ist damit der einzige irische Spieler, der für die Partie nicht zur Verfügung stehen wird.

Die irischen Spieler verzichten zudem auf sämtliche Medientermine im weiteren Verlauf der Länderspielperiode. Gegen Israel sollen sie schwarze Armbinden tragen, zudem sind Spenden für Hilfsorganisationen vorgesehen.

Auch Österreich betroffen

Die Entwicklungen sind auch für Österreich relevant. Die ÖFB-Auswahl führt die Gruppe B3 nach dem 3:1-Heimsieg gegen Israel an. Irland startete mit einer 0:1-Niederlage im Kosovo in die Nations League.

Am 1. Oktober trifft Irland in Dublin auf Österreich, ehe am 4. Oktober das "Heimspiel" gegen Israel in Serbien folgt.

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