Deshalb ist Real on Fire

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Fünf Gründe für Reals Super-Serie

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12 Punkte. So viel Rückstand hatte Real Madrid noch vor zwei Monaten auf den FC Barcelona.

Wohl niemand hätte damals gedacht, dass die „Königlichen“ bis zur letzten Runde um den Meistertitel mitspielen.

Nun tun sie es aber tatsächlich. Am Samstag um 17 Uhr steigt im LIVE-Video bei LAOLA1.tv das große La-Liga-Finish. Gewinnt Real bei La Coruna, während Barca in Granada Punkte liegen lässt, dann wäre das Team von Zinedine Zidane tatsächlich spanischer Meister.

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Real legte in den letzten beiden Monaten eine unglaubliche Super-Serie hin. Seit Ende Februar (0:1 gegen Atletico) haben Cristiano Ronaldo und Co. in der Liga alle Spiele gewonnen. Dazu gelang ihnen der Einzug ins Finale der Champions League.

LAOLA1 kennt fünf Gründe für den irren Lauf Reals:

1) El Clasico

Dieses Spiel hat die ganze Saison auf den Kopf gestellt! Davor hätte sich kaum jemand vorstellen können, dass der FC Barcelona die Meisterschaft noch aus der Hand gibt. Auch während der Partie deutete zunächst nur wenig daraufhin, doch mit einer starken Leistung in den letzten 30 Minuten gewann Real noch 2:1. Die Katalanen brachte diese Pleite total außer Tritt. Sie verloren auch die folgenden zwei Liga-Spiele. Gleichzeitig schöpfte Real aus diesem Triumph im Camp Nou neues Selbstvertrauen, von dem die Mannschaft bis heute zehrt. Neben dem 3:0-Heimsieg über Wolfsburg war dieser Erfolg wohl das wichtigste Spiel der „Königlichen“ in dieser Saison. Ronaldos entscheidendes Tor, bei dem der Portugiese den Ball ins Netz hämmert, könnt ihr euch hier noch einmal ansehen:


2) Arbeiter statt Künstler

Im Fußball ist nicht immer die feine Klinge gefragt. Manchmal muss auch rustikal zur Sache gegangen werden. Genau diese Erkenntnis ist für Reals Super-Serie eminent wichtig. Denn in den letzten Spielen nahmen Offensiv-Künstler wie James Rodriguez oder Isco eine untergeordnete Rolle ein. Stattdessen rückten die Arbeiter Casemiro und Lucas Vazquez in den Vordergrund. Der Spanier bewährte sich als Ronaldo-Ersatz, der mit seiner Laufstärke defensive Löcher stopft, gleichzeitig aber auch offensiv Gefahr ausstrahlt. Casemiro wiederum hat aufgrund seiner harten Gangart mittlerweile den Spitznamen „Panzer“ bekommen. Der Sechser ist für die defensive Stabilität der Königlichen enorm wichtig. Ohne den Brasilianer und Vazquez stünde Real jetzt bei weitem nicht so gut da. Letzterer erzielte sogar das 100. Liga-Tor der Königlichen. Hier kannst du dir den Treffer ansehen:


>>>La Coruna vs. Real Madrid, Samstag ab 17 Uhr im LIVE-Video bei LAOLA1.tv<<<

3) Gareth Bale

Natürlich trug auch Cristiano Ronaldo enorm viel zum tollen Lauf der Madrilenen bei. Seine Tore, vor allem der Triplepack gegen Wolfsburg, sind für Real der Erfolgsgarant. Gleichzeitig beeindruckte Gareth Bale fast noch mehr als der 31-jährige Portugiese. Denn der Waliser war da, als er gebraucht wurde. Beispielhaft dafür ist das Spiel gegen Rayo Vallecano. Ronaldo fiel mit einem Muskelfaserriss aus, Karim Benzema verletzte sich knapp vor der Pause und dennoch führte Bale das ersatzgeschwächte Team zum 3:2-Erfolg nach 0:2-Rückstand. Zwei Tore erzielte er dabei selbst. Auch in den Spielen gegen ManCity präsentierte sich der 26-Jährige stark in Form. Überhaupt hat er mit 19 Toren und 14 Assists in 29 Saisonspielen von Haus aus eine verrückte Scorer-Quote aufzuweisen. Vor allem im Kopfballspiel hat sich der ehemalige Spurs-Profi heuer noch einmal enorm gesteigert, wie dieses Video beweist:


4. Zidanes taktische Entwicklung

Von Beginn weg ist Zidane bei den Real-Stars gut angekommen. Nicht nur aufgrund seiner ruhigen Art, sondern weil Ronaldo und Co. zum ehemaligen Weltfußballer aufblicken. Deswegen spielen die Königlichen unter Zidane viel befreiter auf als noch in der Benitez-Ära. Gleichzeitig wurden jedoch immer wieder taktische Mängel sichtbar. Hinten stand Real nicht kompakt genug, auch bei eigenem Ballbesitz passten die Abstände zwischen den Mannschaftsteilen oft nicht. Zidane hat sein Coaching jedoch weiterentwickelt. Im Clasico bewies der ehemalige Offensiv-Künstler, dass er auch Defensiv-Fußball kann. Auch gegen Manchester City zeigte der Franzose, dass er aus der 0:2-Pleite gegen Wolfsburg gelernt hatte. Anstatt auswärts naiv nach vorne zu laufen, machten die Königlichen auf der Insel zunächst einmal die Abwehr dicht, bevor im Rückspiel der Sack mit einer souveränen Performance zugemacht wurde.

Champions-League-Sieger, Welt- und Europameister sowie dreifacher Weltfußballer. Das war Zinedine Zidanes Spieler-Karriere:

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Zinedine Yazid Zidane wurde am 23. Juni 1972 als Sohn algerischer Einwanderer in Marseille geboren. Als 14-Jähriger verließ er seine Heimatstadt, um in der Fußball-Akademie von Cannes seine Karriere zu starten.

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Nachdem er Cannes zum ersten internationalen Startplatz seit 1949 führte, wechselte er 1992 zu Bordeaux.

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1996 drang Zidane mit Bordeaux bis ins UEFA-Cup-Finale vor, wo er und seine Kollegen den Bayern mit einem Gesamtscore von 1:5 unterlagen. Danach war er für Frankreich bei der EM im Einsatz.

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Juventus schnappte sich daraufhin den besten Spieler der vergangenen Ligue-1-Saison. Nach anfänglichen Schwierigkeiten trumpfte er in der CL bei einem 5:0 gegen Rapid mit drei Assists erstmals auf.

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Mit der „Alten Dame“ erreichte er 1997 und 1998 das CL-Finale. Beide Male, zunächst gegen Dortmund, dann gegen Real, verpasste er jedoch den Titel.

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Bei der WM 1998 lief es besser. Nach einer Roten Karte im zweiten Spiel gegen Saudi Arabien drehte Zidane nach Ablauf seiner Sperre groß auf.

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Mit zwei Kopfball-Toren im WM-Finale führte er die „Equipe Tricolore“ zum WM-Pokal. Zudem wurde er 1998 erstmals Weltfußballer.

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Zwei Jahre später triumphierte er mit Frankreich auch bei der Europameisterschaft. 

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Nach zwei Meistertiteln mit Juventus (1997, 1998) nahm er 2001 Abschied aus Italien.

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Für 150 Milliarden Lire (rund 75 Millionen Euro) wechselte er zu Real Madrid. Dies war zum damaligen Zeitpunkt der Transferrekord.

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Mit den „Königlichen“ feierte er den größten Triumph 2002, als Leverkusen im CL-Finale 2:1 besiegt wurde.

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Zidanes Traumtor von damals kennt wohl jeder Fußball-Fan.

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Ein Jahr später konnte der Franzose mit Real seinen einzigen spanischen Meistertitel erringen. Ansonsten war die Ära der „Galaktischen“ von eher wenigen Titeln gesegnet.

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Sein letztes Spiel für die Madrilenen bestritt er am 7. Mai 2005. Standesgemäß erzielte er beim 3:3 gegen Villarreal selbst ein Tor.

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Nach dem Ende seiner Vereinskarriere sollte mit der WM 2006 jedoch noch ein Highlight folgen. 

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Eigentlich hatte Zidane nach einer enttäuschenden EM 2004 schon seine Nationalteam-Laufbahn beendet. Ein Jahr vor der WM holte ihn Teamchef Raymond Domenech jedoch zurück in den Kader.

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Bei der Endrunde in Deutschland hatte der Spielmacher zunächst Probleme, seine Qualitäten abzurufen. Doch ab der K.o.-Phase startete er durch und führte Frankreich mit zwei Toren und ebensovielen Assists ins Finale.

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Auch dort trug sich Zidane per Elfer als Torschütze ein, ehe seine Karriere in der 110. Minute des Endspiels tragisch endete.

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Der Hitzkopf, der sich in seiner Laufbahn immer wieder Aussetzer leistete, beförderte Marco Materazzi mit einem plötzlichen Kopfstoß zu Boden. 

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Zidane sah Rot, Frankreich verlor das Finale im Elferschießen. Das verhängnisvolle Ende eines echten Virtuosen am Spielfeld.

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5. Der Fußball-Gott

Manchmal liegen nur Kleinigkeiten zwischen Sieg und Niederlage. Momentan scheinen diese Kleinigkeiten jedoch immer zu Gunsten Reals auszugehen. Das letzte Liga-Spiel gegen Valencia hätte beispielsweise gut und gerne mit einem Remis enden können. Schlussendlich behielt Real jedoch mit 3:2 die Oberhand. Die Königlichen erzwingen das Glück aber auch. Mit der „BBC“-Reihe verfügen sie vorne über Stürmer, die auch aus einer halben Chance ein Tor erzielen. Zudem zeichneten sich in dieser Saison oft die Torhüter aus. Keylor Navas gilt für viele momentan sowieso als bester Keeper der Liga, gegen Valencia trumpfte sein Stellvertreter Kiko Casilla auf. Für andere günstige Zufälle ist aber auch niemand verantwortlich – Stichwort Champions-League-Auslosung. Während Final-Gegner Atletico in den K.o.-Duellen die Meister aus Spanien, Deutschland und den Niederlanden (Barca, Bayern, PSV) aus dem Bewerb warf, hatte Real mit der Roma, Wolfsburg und ManCity die bei weitem einfacheren Gegner. Der Fußball-Gott scheint momentan also Real-Fan zu sein.

 

Jakob Faber

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang»
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