Die Brandherde der ÖFB-Legionäre

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Reif für den Urlaub sind bestimmt schon alle, aber noch nicht jeder ÖFB-Legionär kann sich entspannt zurücklehnen.

Für einige rot-weiß-rote Exporte geht es gerade jetzt, in den Finalphasen ihrer Ligen, noch um alles. Einige kämpfen mit ihren Vereinen um den Aufstieg, viele gegen den Abstieg - und der eine oder andere sogar noch um den Titel.

LAOLA1 hat einen Überblick, für welche Exportspieler es in den nächsten Stunden, Tagen und Wochen noch um alles geht:

2. deutsche Bundesliga

VfB Stuttgart (1./66 Punkte)

Florian Klein

Restprogramm: 21.5. Würzburger Kickers (H)

Verabschiedet sich Florian Klein mit einem Titel aus Stuttgart? Zumindest der sofortige Wiederaufstieg ist dem VfB kaum mehr zu nehmen. Gewinnen die Schwaben gegen Würzburg, sind sie de facto Zweitliga-Meister – denn die punktgleichen Hannoveraner müssten in Sandhausen schon mit fünf Toren mehr siegen.

Hannover 96 (2./66 Punkte)

Martin Harnik, Samuel Sahin-Radlinger

Restprogramm: 21.5. SV Sandhausen (A)

Der 1:0-Sieg im direkten Duell mit dem VfB Stuttgart hat zwar für Punktegleichstand gesorgt, dürfte aber für die Meisterschaft zu dünn ausgefallen sein. Zumindest müssen sich Martin Harnik und Samuel Sahin-Radlinger um den direkten Aufstieg nur geringe Sorgen machen, Braunschweig ist drei Punkte und sechs Tore zurück – übrigens genau jene sechs Tore, die ihnen zuletzt Abstiegskandidat Arminia Bielefeld abknöpfte. Da geht ein Dankesschreiben an Manuel Prietl.

Würzburger Kickers (17./34 Punkte)

Jörg Siebenhandl

Restprogramm: 21.5. VfB Stuttgart (A)

Siegen oder fliegen! Der Admira-Partnerklub ist in die Abstiegsränge gerutscht und hat nur mehr 1860 und Bielefeld in Reichweite vor sich – beide sind aber zwei Punkte weg. Dementsprechend braucht es neben einem Auswärtssieg beim VfB Stuttgart, der den Titel fixieren will, auch noch Schützenhilfe von Dresden und/oder Heidenheim. Mission (fast) impossible für Jörg Siebenhandl und Konsorten!

TSV 1860 München (16./36 Punkte)

Michael Liendl

Restprogramm: 21.5. 1. FC Heidenheim (A)

Den stolzen Löwen droht der vorläufige, negative Höhepunkt des jahrelangen Abwärtstrends. Verliert man bei Heidenheim, droht mit enormem Pech sogar der direkte Gang in die dritte Liga. Auch so braucht es einen Punkt, besser drei, um dem aktuell belegten Relegationsplatz zu entgehen. Die gute Nachricht für Michael Liendl: Mit Düsseldorf, Aue, Kaiserslautern und Bielefeld liegen gleich vier Kontrahenten, die auslassen könnten, noch in Schlagdistanz.

Arminia Bielefeld (15./36 Punkte)

Manuel Prietl

Restprogramm: 21.5. Dynamo Dresden (A)

Mit einer kleinen Unterbrechung fand sich die Arminia seit dem vierten Spieltag fast durchgehend in der Abstiegszone wieder. Der vorläufige Befreiungsschlag war mit dem 6:0 gegen Aufstiegsaspirant Braunschweig, dem man damit kräftig in die Suppe gespuckt hat, ein eindrucksvoller. Auch wenn die Abstiegskonkurrenten 1860 und Würzburg schwere Aufgaben vor der Nase haben: Ein Punkt in Dresden schadet nicht, denn dann müssten die Kickers mit drei Toren Unterschied in Stuttgart gewinnen.

1. FC Kaiserslautern (14./38 Punkte)

Philipp Mwene

Restprogramm: 21.5. 1. FC Nürnberg (H)

Sollten Bielefeld und 1860 gewinnen, könnte Kaiserslautern auch noch auf den Relegationsplatz zurückrutschen. Philipp Mwene und Co. können das mit einem Heimsieg über den 1. FC Nürnberg aus eigener Kraft vermeiden.

Fortuna Düsseldorf (12./39 Punkte)

Christian Gartner

Restprogramm: 21.5. Erzgebirge Aue (H)

Drei Zähler trennen die Fortuna vom Relegationsplatz – mit anderen Worten wird gegen das punktgleiche Erzgebirge Aue daheim nicht verloren, ist Düsseldorf auf der sicheren Seite, das Torverhältnis spricht sowieso für den Toten-Hosen-Klub.

Premier League

FC Liverpool (4./73 Punkte)

Alexander Manninger

Restprogramm: 21.5. FC Middlesbrough (H)

Österreichs heimliche Torhüter-Legende wird vor Auslauf seines Vertrages wohl vergeblich auf den ersten Einsatz für den FC Liverpool warten. Der Österreich-Bezug ist aber vorhanden, sollten die Reds noch die direkte Qualifikation für die Champions League schaffen. Dafür braucht es einen Heimsieg über den FC Middlesbrough und Schützenhilfe von Sebastian Prödls FC Watford, der Manchester City Zähler abknöpfen muss. Patzt sich der LFC gegen den Absteiger an, würde die Europa League drohen – Arsenal (daheim gegen den FC Everton) kann noch vorbei.

Ligen-Mix

FC Empoli (Italien, 17./32 Punkte)

Arnel Jakupovic

Restprogramm: 21.5. Atalanta (H), 28.5. Palermo (A)

Kaum in der Serie A angekommen, schon wieder weg? Arnel Jakupovic hat zwar erst einen Kurzeinsatz in der höchsten italienischen Liga vorzuweisen, könnte sich in Zukunft aber mehr erhoffen. Voraussetzung ist der Klassenerhalt: Einen Punkt haben die Toskaner auf die Abstiegsränge gut – und mit Palermo noch einen Fixabsteiger vor sich.

Arka Gdynia (Polen, 7. Abstiegsrunde/20 Punkte)

Dominik Hofbauer

Restprogramm: 27.5. Chorzow (H), 2.6. Lubin (A)

Nach dem Cupsieg rittert Dominik Hofbauer mit Gdynia gegen den Abstieg. Zwei Runden vor dem Ende liegt man auf einem Abstiegsrang, aktuell ist es ein Punkt Abstand - die Konkurrenten haben aber allesamt noch mehr Spiele zu absolvieren.

Viktoria Pilsen (Tschechien, 2./61 Punkte)

Andreas Ivanschitz

Restprogramm: 20.5. Brno (A), 27.5. Jihlava (H)

Spannendes Finish in der tschechischen Liga! Den Champions-League-Qualifikationsplatz hat die Viktoria schon sicher, aber zwei Punkte trennen die Bierstädter von Spitzenreiter Slavia Prag. Das Restprogramm sagt: Leichter Vorteil für Pilsen!

Besiktas Istanbul (Türkei, 1./68 Punkte)

Veli Kavlak

Restprogramm: 20.5. Kasimpasa (H), 28.5. Gaziantepspor (A), 4.6. Osmanlispor (H)

Nachdem schon die linkspolitisch orientierten Fans von Besiktas ein Dorn im Auge des Recep Tayyip Erdogan sind, könnte der Verein auch sportlich zum Spielverderber für das türkische Staatsoberhaupt werden. Dessen Lieblingsverein Basaksehir spielt drei Jahre nach dem Aufstieg überraschend um den Titel mit, liegt aber zwei Punkte zurück. Kasimpasa ist die größte verbleibende Hürde für den Tabellenführer.

Rizespor (Türkei, 16./27 Punkte)

Jakob Jantscher

Restprogramm: 20.5. Gaziantepspor (H), 26.5. Osmanlispor (A), 4.6. Alanyaspor (H)

Alarmstufe Rot für Jakob Jantscher und Co.: Acht Punkte Rückstand auf den letzten Nichtabstiegsplatz sind drei Runden vor Ende wohl zuviel. Beim nächsten Sieg von Bursaspor ist der Abstieg für Rizespor besiegelt.

Gaziantepspor (Türkei, 17./26 Punkte)

Muhammed Ildiz

Restprogramm: 20.5. Rizespor (A), 28.5. Besiktas (H), 4.6. Antalyaspor (A)

Der Ex-Rapidler ist nach seiner Verletzung Mitte März kein Thema mehr beim Quasi-Absteiger. Die neun Punkte Rückstand auf Bursaspor sind, ähnlich wie bei Jantschers Verein, nur mehr in der Theorie aufzuholen.

Ferencvaros Budapest (Ungarn, 3./49 Punkte)

Marco Djuricin, Emir Dilaver

Restprogramm: 20.5. Videoton (A), 27.5. Ujpest (H)

Der Meisterzug ist für die Grün-Weißen aus der ungarischen Hauptstadt schon abgefahren. Mit zehn Punkten Vorsprung werden sich Videoton und Stadtrivale Honved den Titel ausmachen. Der Platz in der Europa-League-Qualifikation muss noch gegen Vasas (1 Punkt dahinter), Paksi (5 Punkte) und Szombathely (6 Punkte) abgesichert werden.

HNK Rijeka (Kroatien, 1./85 Punkte)

Alexander Gorgon

Restprogramm: 21.5. Cibalia (H), 27.5. Dinamo Zagreb (A)

Sollte HNK gegen Abstiegskandidat Cibalia daheim nicht ausschütten, wäre der erste kroatische Meistertitel perfekt! Ansonsten droht ein ganz heißes Liga-Finale gegen Verfolger Dinamo – der Rekordmeister hat fünf Punkte aufzuholen und im ausstehenden direkten Duell Heimvorteil.

NEC Nijmegen (Niederlande, Abstiegs-Playoffs)

Fabian Gmeiner

Restprogramm: 21.5. Emmen (H), 25./28.5. ?

Nach der Änderung des Eredivisie-Formats müssen sich Vor- und Vorvorletzter in einem Drei-Runden-Playoff gegen Zweitligisten des Abstiegs erwehren. Nijmegen hat in der zweiten Runde gegen Emmen mit einem 3:1-Auswärtssieg vorgelegt.

Roda Kerkrade (Niederlande, Abstiegs-Playoffs)

Stefan Savic

Restprogramm: 21.5. Helmond (H), 25./28.5. ?

Kerkrade befindet sich in der identen Ausgangsposition zu Nijmegen. Das Team von Stefan Savic konnte im Hinspiel bei Helmond ein 1:0 verbuchen.

Textquelle: © LAOLA1.at

Jakob Pöltl: "Jetzt gibt es keine Ausreden mehr"

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