Pyro-Werfer muss 18 Monate ins Gefängnis

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Wegweisendes Urteil in der Schweiz: Das Bundesstrafgericht verurteilt einen 24-jährigen Fan des FC St. Gallen zu einer teilbedingten Freiheitsstrafe von 36 Monaten, 18 davon muss der Mann absitzen.

Der Schweizer hatte im Februar 2016 während eines Spiels zwischen dem FC Luzern und dem FC St. Gallen vier Feuerwerkskörper aufs Feld geworfen. Das noch nicht rechtskräftige Urteil ist deswegen wegweisend, weil eine derartige Aktion erstmals mit einer Gefängnisstrafe geahndet wurde.

Irreversiblen Hörschaden verursacht

Zudem hat das Gericht den Mann zu 180 Tagessätzen a 50 Franken (43,56 Euro) und zu einer Buße von 700 Franken (609,86 Euro) verurteilt. Dem Geschädigten, der seitdem an einem irreversiblen Hörschaden leidet, muss der 24-Jährige eine Schmerzensgeld von 12.000 Franken (10.454,78 Euro) zahlen.

Der vorsitzende Richter führte bei der Urteilsverkündung am Mittwoch aus, dass es sich bei den beiden auf das Spielfeld geworfenen Kreiselblitze um Sprengstoffe handle. Der Ostschweizer habe sich damit der mehrfachen Gefährdung durch Sprengstoffe in verbrecherischer Absicht schuldig gemacht. Nicht unter Sprengstoffe oder giftige Gase nach dem Schweizer Strafgesetzbuch fallen laut Gericht die beiden Rauchtöpfe, die der Mann zuerst auf das Feld geworfen hatte.

Verurteilt wurde der Mann auch wegen schwerer Körperverletzung aufgrund des verursachten Hörschadens beim Zuschauer, mehrfacher Sachbeschädigung und mehrfacher Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Freiheitsstrafe von vier Jahren beantragt.

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Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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