Landesweite Spielmanipulationen in der Ukraine

Aufmacherbild Foto: © getty
 

Im ukrainischen Fußball brodelt es dieser Tage gewaltig.

Eine auf Manipulationsverdacht beruhende landesweite Großrazzia in den vier obersten Spielklassen bringt zu Tage, dass insgesamt 35 (fünf der ersten Liga) der 52 Klubs in illegale Machenschaften verstrickt sind. Dies teilt Innenminister Arsen Avakov am Dienstag in Kiew mit.

Insgesamt habe es 40 Hausdurchsuchungen gegeben. Durch die Operation seien fünf kriminelle Gruppen und 57 Fälle von Spielmanipulation identifiziert worden. 328 Personen, darunter Trainer, Spieler, Klub-Besitzer und Schiedsrichter, seien daran beteiligt gewesen, hieß es von den Behörden. Mindestens ein Referee wurde von ukrainischen Behörden festgenommen.

"Das ist ein historischer Tag für den ukrainischen Fußball", sagt Andrej Pawelko, der Präsident des Nationalverbandes (FFU). "Aber es ist erst ein Anfang. Wir hoffen, dass es diesmal nicht bei den Geldstrafen bleiben wird."

Schiedsrichter hätten umgerechnet bis zu 3.200 Euro für eine Spielmanipulation erhalten, hieß es. Aufgrund der Absprachen sollen jährlich knapp 4,2 Millionen Euro über Sportwetten in Asien verdient worden sein.

Den Beteiligten drohen nun Geldstrafen und bis zu sieben Jahre Gefängnis.


Textquelle: © LAOLA1.at/APA

ÖFB-U21-Kader für Test-Doppel gegen Tschechien nominiert

Zum Seitenanfang »

LAOLA Meins - Tags folgen

COMMENT_COUNT Kommentare