Corona: Belgien beendet Meisterschaft vorzeitig

Aufmacherbild Foto: © getty
 

In Belgien fällt der Vorhang für die Saison 2020/21 endgültig. Wie die Liga am Donnerstag mitteilt, wird aufgrund der Corona-Krise der Spielbetrieb in der obersten Spielklasse eingestellt.

"Die derzeitige besonders prekäre Situation in der sich unser Land befindet, bedeutet, dass Sport nicht das Hauptanliegen ist und sein kann, wie viel Entspannung er auch bringen mag", erklärt die Liga in einem Statement.

Belgiens Liga-Funktionäre kündigen außerdem an, dass das aktuelle Tabellenbild für die Abschluss-Tabelle herangezogen wird. Diese Entscheidung bedeutet, dass der aktuelle Tabllenführer Club Brügge zum Meister gekürt wird.

Was dies für den Abstieg in die zweite Spielklasse oder die Europapokal-Qualifikation bedeutet, hat die Liga noch nicht bekanntgegeben.

Der Verwaltungsrat der Liga verweist auf Empfehlungen der belgischen Regierung, wonach es unwahrscheinlich ist, dass Spiele mit Zusehern vor dem 30. Juni gespielt werden können.

Auch Auswirkungen auf Legionäre

Nach diesem Datum enden aktuell Spieler-Verträge, die mit Saisonende auslaufen würden. Auch Spiele unter Ausschluss der Öffentlichkeit sind keine Option für den Verwaltungsrat.

(Text wird unter dem Video fortgesetzt)

Die Beendigung des Liga-Betriebes bedeutet auch das Saisonende für zwei heimische Legionäre - Peter Zulj und Kevin Wimmer. Zuljs RSC Anderlecht liegt nach 29 absolvierten Spieltagen mit 43 Punkten auf dem achten Tabellenrang, der nur zu einer Teilnahme am Play-Off um die europäischen Plätze berechtigt hätte.

Lediglich die Top-Sechs vor Teilung der Tabelle haben eine Chance auf den Gewinn der Meisterschaft.

Wimmer liegt mit Royal Mouscron auf Tabellenrang zehn, sieben Punkte hinter Zulj. Auch diese Position reicht für die Europacup-Playoffs. Mit dem Abstieg haben beide Teams nichts zu tun.

Steigt Holzhauser nicht auf?

Mit Raphael Holzhauser tummelt sich auch in der zweiten Spielklasse Belgiens ein Legionär aus Österreich.

Der Ex-Austrianer gewann mit Beerschot die Endphase der zweiten Spielklasse und qualifizierte sich so für die Teilnahme am Aufstiegs-Playoff gegen den Sieger der Ersten Phase. Das Hinspiel konnte Beerschot mit 1:0 gewinnen. Das Rückspiel wurde aufgrund der Corona-Pandemie bereits verschoben, der Verwaltungsrat der Liga wird nun auch über den Aufsteiger eine Entscheidung treffen müssen.

Auch die Auswirkungen auf den Pokal-Wettbewerb sind noch unklar.

Wohl keine finanziellen Einbußen

Finanzielle Einbußen müssen die belgischen Vereine kaum befürchten. Die drei Inhaber der Übertragungsrechte haben nach Angaben des Senders RTBF schon voll bezahlt. Das Geld sei anders als in anderen Ländern schon an die Klubs verteilt. Zudem habe die Pro League einen Vertrag, der eine Rückzahlung im Fall eines Saisonabbruchs aufgrund höherer Gewalt ausschließt, berichtet RTBF weiter.

Textquelle: © LAOLA1.at

RB-Leipzig-Chef Mintzlaff: "Es geht ums nackte Überleben"

Zum Seitenanfang »

LAOLA Meins - Tags folgen

COMMENT_COUNT Kommentare