M. Skriniar - Inters Shootingstar im Barca-Visier

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Es war kein einfacher Sommer für die Fans von Inter Mailand. Der Vergleich mit Stadtrivale AC Milan machte sie sicher – irgendwas stimmt mit dem Transfer-Gehabe unserer Klub-Führung nicht.

Während sich Milan Leonardo Bonucci - eventuell sogar der beste Innenverteidiger der Welt - für 42 Millionen Euro krallte, schickte Inter 18 Millionen Euro plus den durchaus hoffnungsvollen Angreifer Gianluca Caprari zu Sampdoria Genua, um Milan Skriniar zu verpflichten.

Der 22-jährige Slowake hatte gerade mal eine volle Saison Serie-A-Fußball in den Beinen. Walter Sabatini, Transfer-Guru der "Nerazzurri", wurde aber nicht müde, zu wiederholen: "Ihr werdet schon noch sehen, wie gut er wird!" Und Neo-Coach Luciano Spalletti verkündete: "In einem Jahr werden alle Top-Klubs nach ihm fragen."

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Vier Monate später hat Skriniar jedes Pflichtspiel in der Innenverteidigung der Mailänder durchgespielt, zwei Tore auf dem Konto und soll beim FC Barcelona auf der Wunschliste stehen. Bonucci indessen wird mitsamt den anderen Milan-Stars regelmäßig entzaubert, hinkt in der Liga hinterher und hat aus Frust bereits angeboten, sein Kapitänsamt zurückzulegen.

Inter-Direktor Piero Ausilio ist nicht überrascht: "Wir haben ihn monatelang verfolgt und so viele Infos über ihn eingeholt wie nur möglich – wie er abseits des Feldes ist, wie es um seine moralischen Qualitäten bestellt ist, und so weiter. Und wir haben nur positives Feedback bekommen. Wir haben gewusst, dass wir einen Stammspieler verpflichten und seine bisherigen Vorstellungen geben uns Recht."

Erst acht Gegentreffer hat Inter in der Serie A kassiert – nur die Roma (5 Gegentore) ist besser –, außerdem liegt die Spalletti-Elf in der Liga noch ungeschlagen mit zwei Punkten Rückstand auf Napoli auf dem zweiten Platz.

"Er ist erst bei 60 Prozent"

Skirniar hat mit seinen hervorragenden Leistungen einen nicht zu unterschätzenden Anteil am Erfolgslauf. Inters Verteidiger-Legende Beppe Bergomi sagt: "Ich bin beeindruckt von ihm."

Spalletti sieht indes noch viel Luft nach oben: "Er ist erst bei 60 Prozent. Er ist physisch stark, weiß, wie er die Bälle spielen muss. Aber er kann sich noch in sehr vielen Bereichen verbessern."

Der siebenfache Internationale, seit seinem Wechsel nach Mailand mit Abstand teuerster slowakischer Fußballer aller Zeiten, kann seinen rasanten Aufstieg kaum fassen: "Vor zwei Jahren war ich noch bei Zilina. Es ist unglaublich! Ich hätte nie gedacht, dass ich bei Inter so durchstarte."

Barca? Spalletti macht sich keine Sorgen

Trotz der ersten Avancen des FC Barcelona ist nicht damit zu rechnen, dass der Abwehrspieler Mailand so schnell wieder verlässt. Inter hat ihn mit einem Fünfjahres-Vertrag ausgestattet und dank chinesischer Investoren auch keine große Not, Geld einzunehmen.

"Das Interesse an ihm macht mir keine Angst, es schert mich nicht, wenn sich andere Teams in der Nähe unserer Spieler herumdrücken, weil diese nirgendwohin gehen werden", sagt Trainer Spalletti.

Und mittlerweile wollen auch die Inter-Fans diesen jungen Mann so schnell nicht mehr hergeben.

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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