Neymar-Effekt in der Ligue 1

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Superstar Neymar hat ein perfektes Debüt für seinen neuen Klub Paris Saint-Germain gegeben.

Am 2. Spieltag der Ligue 1 gewinnen die Hauptstädter bei Guingamp 3:0, Neymar leitet dabei ein kurioses Eigentor ein, legt Edinson Cavani das 2:0 auf und erzielt selbst das 3:0.

Der Superstar sorgt auch abseits des Platzes für neue Dimensionen in der Ligue 1.

"Wir hätten ein Stadion mit 40.000 Plätzen ohne Probleme füllen können“, meinte Guingamps Präsident Bertrand Desplat vor dem Spiel, dem 18.000 Zuschauer (Rekord) in der 7.000-Einwohner-Gemeinde beiwohnten.

"Für einen Klub wie Guingamp ist das ein Außerirdischer, der im Roudourou-Stadion landet", sagte ein Fan des Gastgebers der Zeitung "Le Figaro". "Das erscheint ein bisschen verrückt. Wir sind in der gleichen Meisterschaft, aber wir sind nicht in der gleichen Galaxie."

Die Pressetribüne musste von 80 auf 350 Plätze ausgebaut werden, das Spiel wurde laut PSG in 183 Ländern übertragen.


"Gemma Neymar schauen" wird auch das Motto in dieser Saison lauten, nächste Woche folgt das Heimspiel-Doppel gegen Toulouse und das von Ex-Salzburg-Trainer Oscar betreute AS Saint-Etienne, ehe sich die Fans aus Metz auf den 222-Millionen-Euro-Mann freuen dürfen.

Der gab am Sonntag eine erste Duftnote ab, was auf die Liga auch sportlich in den nächsten Jahren zukommen wird. Im Angriff links neben Angel Di Maria und Edinson Cavani aufgeboten, suchte der 25-Jährige den Weg oft durch die Mitte.

Neymar gab sechs Torschüsse ab (inklusive der geblockten), seine Pässe kamen zu 76 Prozent an und er gewann 73 Prozent seiner Zweikämpfe. Der Brasilianer wurde zum Spieler des Spiels gewählt.

Lob für die Mitspieler von Neymar

"Ich bin sehr glücklich und der Fußball ist überall gleich. Nur das Land, die Stadt und das Team ändern sich, aber der Fußball ist der gleiche. Ich bin glücklich über die Auszeichnung, aber das Wichtgste war, das Spiel heute zu gewinnen. Es war ein gutes Spiel von uns. Wir sind sehr zufrieden, aber wir müssen uns weiter verbessern", wurde Neymar nach dem glänzenden Debüt zitiert.

Über das Zusammenspiel mit seinen neuen Kollegen sagt er: "Ich wusste, dass Cavani ein großartiger Spieler ist. Wir versuchen, uns kennenzulernen. In diesem Spiel ist uns das gut gelungen. Aber es ist ohnehin enfacher mit ihm oder Spielern wie Di Maria, Verratti, Motta oder Dani Alves zu spielen."

Das Star-Ensemble führt mit vier weiteren Teams (Lyon, Monaco, Marseille und St. Etienne) die Tabelle der Ligue 1 mit je zwei Siegen an.

Paris feiert "Traum-Premiere" von Neymar

In der Hauptstadt wird Neymar bereits nach seinem ersten Spiel gefeiert.

"Der Stern Neymar glänzt von Anfang an mit PSG", schrieb die Zeitung "Le Figaro" und sprach von einer "Traum-Premiere".

Die Sportzeitung "L'Equipe" resümierte indes am Montag, Neymar habe sich bereits in seinem ersten Match "als Meister des Pariser Spiels profiliert".

Selbst der Trainer der unterlegenen Bretonen, Antoine Kombouare, sagte: "Es ist lange her, dass ich so ein Phänomen gesehen habe." Neymar gebe das Tempo vor und habe seine Mitspieler mitgerissen: "Ich habe einen großen (Angel) Di Maria, einen großen (Edinson) Cavani gesehen (...). Das bringt viel mehr Konkurrenz, die Spieler strengen sich mehr an."

"Mit 0:3 noch gut bedient"

PSG-Trainer Unai Emery gab sich alle Mühe, Neymar nicht zu sehr zu loben: Der Brasilianer bringe "ein Plus" für das Team, sagte er. Neymar: "Die Leute denken, Barca zu verlassen sei zu sterben, aber nein, es ist das Gegenteil. Ich bin lebendiger denn je."

Die Zeitung "Le Parisien" sah Neymars Debüt als Versprechen, das Spiel von PSG zu beschleunigen und zu verbessern. Beim "Figaro" hieß es: "Sein Einfluss ist bereits prägnant. Die Qualität seiner Pässe, seiner Ballannahmen, seiner Antritte und sein Überblick über das Spiel haben seinen Partnern Freude gemacht".

"0:3 - damit stehen wir noch gut da", meinte Lucas Deaux, Mittelfeldspieler bei Guingamp, nach dem Match. "Ich denke, die Pariser haben ein gutes Geschäft gemacht, Neymar für 200 Millionen zu nehmen. Ich bin sprachlos. Wenn er bei 100 Prozent ist und die Automatismen mit seinen Partnern findet, wird das wirklich außergewöhnlich."

Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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