Rot! Arnautovic ein Opfer des Rufs von Stoke?

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Die Rote Karte von Marko Arnautovic beim 0:0 von Stoke gegen Southampton sorgt für Gesprächsstoff.

Für seinen Trainer Mark Hughes ist der ÖFB-Legionär ein Opfer des Rufs seines Vereins geworden.

"Unglücklicherweise und warum auch immer scheint die Empfindung der Offiziellen immer noch zu sein: 'Vielleicht beruhigt eine frühe Gelbe Karte Stoke City, es ist ein unangenehmer Ort, das Publikum ist so laut.'"

Die Zeiten, in denen Stoke rüden Fußball geboten habe, seien jedoch längst vorbei.

War die Attacke tatsächlich rotwürdig? Urteile selbst!

(Text wird unter dem Video fortgesetzt)

Harter Vorwurf an die Referees

Deshalb kann der Waliser, der gegen Southampton sein 400. Spiel in der Premier League gecoacht hat, die frühen Karten gegen sein Team auch nicht nachvollziehen:

"Ich weiß, es ist ein Fakt, dass sie über diese Gelben Karten diskutieren. Aber in meinen Augen sind diese Zeiten längst vorbei, um ganz ehrlich zu sein. Wir spielen inzwischen eine andere Art von Fußball, und das schon seit langer Zeit."

"Natürlich kann man darüber diskutieren, ob es besser oder anders oder was auch immer ist, aber ich denke, dass diese Wahrnehmung unter den Referees immer noch da ist, dass sie glauben, sie müssen hierher hommen und Spieler von Stoke City beruhigen. Unglücklicherweise ging das in diesem Spiel auf unsere Kosten."

"Arnautovic hatte ein schlechtes Timing beim Tackle"

Wobei Arnautovic bei seiner Attacke gegen Sofiane Boufal von Schiedsrichter Anthony Taylor nicht mit einer Gelben Karte bedacht wurde, sondern bereits in Minute 23 mit glatt Rot vom Platz flog. Dass es ein Foul war, bestreitet Hughes nicht, ein Platzverweis erscheint ihm jedoch übertrieben:

"Ich bin sehr enttäuscht über den Ausschluss. Ich denke, er hatte einfach ein schlechtes Timing beim Tackle. Er hat ihn ganz klar erwischt, es gab einen Kontakt. Aber ich glaube nicht, dass er das absichtlich gemacht hat oder gewalttätige Hintergedanken hatte, um den Spielzug zu stoppen. Es war einfach schlechtes Timing beim Tackle und genau so hätte es auch betrachtet werden müssen."

Umso mehr auf die Palme bringt den 53-Jährigen, dass Southamptons Shane Long in der ersten Halbzeit mit einer Ellbogen-Attacke gegen Bruno Martins Indi ungestraft davon gekommen sei.

"Wenn man eine spielentscheidende Schlüsselentscheidung wie den Ausschluss von Arnautovic trifft, nach der wir mit zehn Mann weiterspielen mussten, muss man im restlichen Spiel auch alle anderen Schlüsselentscheidungen richtig treffen. Aber wen man dann solche Dinge nicht sieht und das ganze Spiel über Sachen falsch interpretiert, was er getan hat, dann kann er mit seiner eigenen Performance nicht wirklich zufrieden sein, würde ich meinen."

Keine Berufung gegen Sperre von Arnautovic

Seinen Schützlingen attestiert Hughes eine "herausragende Leistung", in Unterzahl ein 0:0 erkämpft zu haben, wobei er diese Partie im Vorfeld als eine eingeordnet hätte, die Stoke gewinnen könne.

Gegen die nun folgende Sperre von Arnautovic wird der Verein keine Berufung einlegen.

Textquelle: © LAOLA1.at

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