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Die 114 Verstöße von ManCity: So könnte es weitergehen

Vor einigen Tagen war der Premier-League-Klub in 114 von 115 Fällen schuldig gesprochen worden. Welche Konsequenzen folgen nun - und wann überhaupt?

Die 114 Verstöße von ManCity: So könnte es weitergehen Foto: © IMAGO / Visionhaus

Es ist die Schlagzeile dieser Saison im englischen Fußball.

Manchester City wurde in 114 von 115 Fällen schuldig gesprochen, was die Verstöße der Finanzregeln der Premier League angeht.

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Wie die "BBC" in einem Bericht schreibt, gebe es nun vier mögliche Szenarien für den weiteren Verlauf.

Erstes Szenario: Zunächst keine Strafe

Da Manchester City die Vorwürfe zurückwies, müsste eine Strafanhörung in der Causa vor einem unabhängigen Gremium stattfinden. Bis es dazu kommt, könnte es laut BBC-Infos noch Monate dauern.

Bei einer möglichen Anhörung würden jedenfalls jegliche Strafen auf dem Tisch liegen: Geldstrafen, Punkteabzüge und sogar der Zwangsabstieg.

Würden die "Skyblues" ihre Schuld eingestehen, wie es etwa Chelsea zu Beginn des Jahres getan hat, könnten sie mit der Premier League selbst über die Sanktionen verhandeln. In den vergangenen Jahren dementierte City die Vorwürfe aber stets konsequent.

Zweites Szenario: Strafe in dieser Saison, aber mit Berufung

Kommt es zu einem Punkteabzug, würde dieser im Normalfall sofort wirksam werden - vorbehaltlich eines Einspruchs von Manchester City.

Wenn die Premier League der harten Linie der vergangenen Jahre treu bleibt, könnte der Abzug sogar so hoch ausfallen, dass er faktisch einen Zwangsabstieg bedeutet. Everton wurden sechs Punkte abgezogen, Nottingham vier. Die Verstöße von ManCity übersteigen jene von Everton und Forest aber deutlich. Allein in der Liga werden die "Cityzens" mit sieben PSR-Verstößen konfrontiert. Dazu kommen fünf im Zusammenhang mit UEFA-Bewerben.

Alternativ zu einem Punktabzug wären auch ein Ausschluss aus der PL-Mitgliedschaft sowie eine hohe Geldstrafe möglich. Für einen Einspruch hätte Manchester City jedenfalls 14 Tage Zeit. Ob diese Frist bereits begonnen hat, ist aktuell jedoch unklar.

Selbst bei einem Einspruch würde ein Punkteabzug sofort wirksam werden. Die - wenn auch geringe - Möglichkeit, dass bis nach Abschluss des Berufungsverfahrens damit gewartet wird, besteht dennoch.

Drittes Szenario: Es geht zügig

Geht es nach der Liga und den anderen PL-Klubs, mit Sicherheit das favorisierte Szenario. Es wäre wohl im Sinne der Integrität der Premier League, dass die Berufung rasch verhandelt und die komplette Entscheidung schnell bekanntgegeben wird.

Die Premier League möchte grundsätzlich nämlich nicht, dass sich die Causa bis in die letzten Monate der Saison zieht. Manchester City könnte natürlich auch mit der Berufung erfolgreich sein - so wie 2020, als man eine zweijährige CL-Sperre umging.

Anders als damals kann der Fall aber nicht bis zum CAS gebracht werden.

Viertes Szenario: Trotz Ergebnis geht die Causa weiter

Sogar falls es zu einem schnellen Verfahrensabschluss kommt, könnte die Sache danach weitergehen. Schon jetzt lassen sich PL-Vereine über die Forderung eines möglichen Schadensersatzes von ManCity im Zusammenhang mit dem Verfahren beraten.

Laut BBC könnte dies sogar zentral von der Liga organisiert werden. Denn die Premier-League-Regeln erlauben Klubs die Möglichkeit, rechtliche Schadensersatzforderungen gegeneinander geltend zu machen. So wurde Everton nach PSR-Verstößen dazu verpflichtet 35 Mio. Pfund an Burnley zu zahlen. Burnley argumentierte dabei damit, dass die Verstöße die eigenen Chancen auf den Klassenerhalt verringert haben.

Ob die Forderungen verjähren können, ist derzeit unklar. Im traditionellen Regelwerk der Liga wird es jedenfalls "nicht erwähnt", erklärt Kieran Maguire, Professor für Fußballfinanzwesen an der Universität Liverpool, gegenüber der BBC.

Schadensersatz könnte wohl so gut wie jeder PL-Klub fordern, der in den jeweiligen Saisons hinter ManCity landete. Es gehe um die Prämien für den jeweiligen Tabellenplatz, Champions-League-Prämien, entgangene Ticket- und Sponsoreneinnahmen.

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