94% schreiben Verluste - Englands Fußball überschuldet
Neben dem Finanzskandal rund um Manchester City wurden nun alarmierende Zahlen zum englischen Fußball veröffentlicht.
Englands Fußball ist finanziell stark angeschlagen.
Das ergab ein Bericht der unabhängigen Fußballaufsichtsbehörde in England (IFR). Laut der Behörde schreiben satte 94 Prozent der 116 Vereine in den fünf höchsten englischen Spielklassen Verluste. Viele Vereine stehen am Rande des finanziellen Ruins.
Laut dem von "State of the Game" veröffentlichten Entwurf des Berichts ist die Mehrheit der Klubs finanziell nicht tragfähig.
"Keinen Zweifel, dass Eingriffe notwendig sind"
"Während einige unserer Vereine zu den reichsten und wettbewerbsfähigsten der Welt gehören, stehen andere am Rand des finanziellen Abgrunds", berichtet IFR-Vorsitzender David Kogan. Trotz Rekordeinnahmen von rund neun Milliarden Pfund seien die Ausgaben noch höher gewesen.
"Wer diesen Bericht liest, kann keinen Zweifel daran haben, dass Eingriffe notwendig sind", unterstreicht Kogan die alarmierende Lage.
Der Schuldenberg wird größer
Laut dem Bericht sind die Schulden auf mittlerweile rund 4,8 Milliarden Euro gestiegen. Bis zur kommenden Saison könnten sie voraussichtlich sogar auf rund sechs Milliarden Euro anwachsen.
Ungefähr drei Viertel dieser Schulden entfallen dabei auf Premier-League-Vereine.
Verteilungsmechanismen sollen zudem die finanzielle Schere zwischen den Spielklassen verkleinern. Laut dem Bericht der IFR verdient ein durchschnittlicher Premier-League-Klub mittlerweile mehr als das Achtfache eines durchschnittlichen Zweitligisten.