Robert Lewandowski macht es spannend

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Die Entscheidung in der Deutschen Fußball-Bundesliga ist längst gefallen und doch blicken die Fußballfans gespannt auf den letzten Spieltag der aktuellen Saison. Am Samstag empfängt der neue und alte Meister zu Hause den FC Augsburg. Das Spiel selbst und sein Ergebnis haben keine Bedeutung mehr und doch könnte es Geschichte schreiben.

Verantwortlich dafür ist Robert Lewandowski. Der Stürmer könnte den Uralt-Rekord von Gerd Müller brechen und als ersten Spieler in der Deutschen Fußball-Bundesliga mehr als 40 Tor in einer einzigen Saison erzielen.

Fokussiert auf das Ziel

Der polnische Superstar beim FC Bayern München ist bei all seinen sportlichen Höhenflügen in seinem öffentlichen Auftreten stets bescheiden geblieben. Er überzeugte vor allem durch seine Leistung am Platz und weniger durch ein exaltiertes Gehabe. Das kann man von vielen seiner Kollegen nicht gerade behaupten. Doch für den zurückhaltenden Lewandowski ist es unvorstellbar als Weihnachtsmann verkleidet Geld an Passanten zu verteilen. Diese Aktion des italienischen Spielers Mario Balotelli überraschte damals niemanden, der ihn kannte. Bei Lewandowski würde man so ein Verhalten schlicht und einfach für eine Zeitungsente halten.

Gleichzeitig achtete der Stürmer immer penibel darauf dort zu spielen, wo er seine Ziele erreichen konnte. Bereits vor Jahren beherrschte er die Schlagzeilen, als er angeblich zu Real Madrid wechseln wollte. Damals hatte er den Sieg in der UEFA Champions League vor Augen. Lewandowski blieb in München und wurde im Vorjahr mit der Erfüllung seines sportlichen Lebenstraums belohnt. Nun schickt er sich an einen unglaublichen Rekord aufzustellen.

Spannung bis zuletzt

Dabei hat er sich offenbar vorgenommen die Spannung so weit möglich aufrechtzuerhalten. Vor einigen Wochen sah es noch so aus, als ob es für ihn gar kein Problem sei, den Torrekord von Gerd Müller zu übertreffen. Doch dann verletzte sich Lewandowski beim Länderspielsieg mit Polen. Der Stürmer musste einige Spiele aussetzen. Doch rechtzeitig zum Saisonfinale kehrte er in die Mannschaft zurück und traf gegen Borussia Mönchengladbach prompt dreimal ins Tor.

Damit rückte der Rekord neuerlich in Reichweite. Wenig später hatte er laut eigenen Angaben bereits die Möglichkeit gehabt die Bestmarke von Gerd Müller zu übertreffen. Doch Lewandowski musste sich beim 2:2 in Freiburg mit einem Treffer zufriedengeben. Immerhin gelang es ihm damit den bestehenden Rekord zu egalisieren. Als es so weit war, zollte er Gerd Müller mit einer T-Shirt-Botschaft Tribut. Dort stand 4ever Gerd geschrieben. Doch wer den Ehrgeiz des Stürmers kennt weiß, dass er damit noch lange nicht genug hat.

Entscheidung im letzten Spiel des Jahres

Pünktlich zum letzten Spieltag dieser Saison kann er nun im Spiel gegen den FC Augsburg endgültig zum deutschen Rekordtorschützen aufsteigen. Dazu wird er jede Möglichkeit nutzen. Das hat Lewandowski bereits im Vorfeld angekündigt. Selbst bei einem spielentscheidenden Elfmeter in der 90. Minute würde er selbst an den Elfmeterpunkt treten. Die Unterstützung seiner Kameraden ist ihm jedenfalls sicher.

Das hat zuletzt auch das Spiel gegen Borussia Mönchengladbach gezeigt. Selbst beim Stand von 5:0 spielte der FC Bayern München mit vollem Engagement weiter, um seinem Stürmer so viele Torchancen wie möglich zu bieten. Bei seinem 40. Tor gegen den SC Freiburg standen seine Mitspieler vor der Bank des FC Bayern München Spalier. Man kann sich vorstellen, dass die gesamte Mannschaft darauf brennt, sich mit zumindest einem weiteren Lewandowski-Tor in die Geschichtsbücher des Vereins und der Deutschen Fußball-Bundesliga einzutragen.

Das sind grundsätzlich keine guten Aussichten für den Gegner, doch dieser ist zweifellos für eine Überraschung gut. Schließlich endete das Hinspiel in dieser Saison nur mit einem knappen 1:0 Auswärtssieg des Serienmeisters. Der FC Bayern München ist also gewarnt. Die Mannschaft rund um Robert Lewandowski und Thomas Müller muss alles geben, um jenes Tor zu erzielen, auf das FC-Bayern-München-Fans in aller Welt so sehnsüchtig warten.

Zuletzt tauchten wieder Gerüchte über einen möglichen Wechsel von Robert Lewandowski auf. Doch der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern München, Karl-Heinz Rummenigge, erteilte diesen sofort eine klare Absage. Er begründete dieses wie folgt: „Wer verkauft einen Spieler, der 60 Tore pro Jahr macht?“ Damit scheint klar zu sein, dass der Verein alles daran setzen wird, dass sein bester Spieler seinen Vertrag bis zum Ende der Laufzeit im Sommer 2023 erfüllen wird.

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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