Neven Subotic prangert Liga an: Solidarität fehlt

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In Zeiten der Corona-Krise ist Solidarität gefordert, auch im Fußball. Während Spieler auf Gehälter verzichten, prangert Union Berlins Neven Subotic die Vereine an.

"Von Spielern wird aktuell Solidarität gefordert, und das ist nicht nur jetzt, sondern generell auch richtig. Aber was ist mit den Vereinen?", sagt Subotic im Interview mit der "Funke Mediengruppe".

"Jeder achtet auf sich selbst, alle schauen nur nach oben und hoffen auf Solidarität, aber keiner schaut nach unten und ist selbst solidarisch. Das zeigt, dass die Kommerzialisierung des Fußballs als Geschäftsmodell die Werte des Sports überschattet."

Subotic: Nicht jeder Spieler kann sich Gehaltsverzicht leisten

Subotic, der Mitglied im Spielerrat der Profi-Gewerkschaft Fifpro ist, fordert Verständnis dafür, dass sich viele Spieler, die nicht in den höchsten Spielklassen oder bei Top-Vereinen spielen, eine Gehaltskürzung nicht leisten können.

"Da sprechen wir über sehr junge Zeitarbeiter, die oft unter großem Druck in fremden Ländern arbeiten. Wenn die plötzlich kein Einkommen mehr haben, können sie ja nicht einfach auf etwas anderes umschulen", sorgt sich der 31-Jährige.

Dass sich die Spieler kooperativ zeigen würden, sollte die Saison über den eigentlichen Saison-Abschluss am 30. Juni hinausgehen, glaubt Subotic allerdings. "Es wäre ja letztlich nur eine Verlängerung der Saison", meint er. "Und Fußballer möchten in erster Linie Fußball spielen, das Finanzielle kommt erst an zweiter Stelle - auch wenn das nicht immer klug ist."

Deutsche Top-Klubs stellen 20 Millionen zur Verfügung

In der deutschen Bundesliga hatten zuletzt die vier Champions-League-Teilnehmer FC Bayern München, Borussia Dortmund, RB Leipzig und Bayer Leverkusen 20 Millionen Euro als Hilfe für finanziell angeschlagene Vereine zur Verfügung gestellt (mehr Informationen >>>>).

Textquelle: © LAOLA1.at

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