news

Schalke-Fans machen Druck auf Tönnies

Der Aufsichtsratsvorsitzende sieht sich nach rassistischen Aussagen mit viel Kritik konfrontiert.

Schalke-Fans machen Druck auf Tönnies Foto: © getty

Die Luft für Clemens Tönnies wird dünn auf Schalke.

Der Aufsichtsratsvorsitzende der "Königsblauen" sorgte mit einem Statement beim "Tag des Handwerks" in Paderborn - Tönnies ist auch als Eigentümer des zweitgrößten Schlachtbetriebs Europas tätig - mit einem Statement zu Steuererhöhungen zur Bekämpfung des Klimawandels für Empörung.

Demnach solle die Politik lieber jährlich 20 Kraftwerke in Afrika finanzieren. Zusatz: "Dann würden die Afrikaner aufhören, Bäume zu fällen, und sie hören auf, wenn's dunkel ist, Kinder zu produzieren."

In die kritischen Stimmen zu diesem Statement stimmt auch die "Schalker Fan-Initative" ein: "Dass er klimapolitischen Blödsinn erzählt, während er als Fleischgroßproduzent im CO2-Glaushaus sitzt - geschenkt. Den Rassismus können wir nicht durchgehen lassen. Da reicht auch keine knappe Entschuldigung im Netz!"

Ehrenrat setzt sich mit Tönnies auseinander

Besagte "Entschuldigung" ließ Tönnies bald auf die ersten Kritiken auf der Vereins-Website des FC Schalke 04 folgen: "Als Vorsitzender des Aufsichtsrats des FC Schalke 04 stehe ich 1.000-prozentig hinter unseren Vereinswerten. Dazu gehört der Einsatz gegen Rassismus, Diskriminierung und Ausgrenzung. Vor diesem Hintergrund möchte ich mich explizit bei euch, den Fans, Mitgliedern und Freunden des FC Schalke 04 für meine Aussage beim Tag des Handwerks entschuldigen. Sie war falsch, unüberlegt und gedankenlos und entsprach in keiner Weise unserem Leitbild. Es tut mir sehr leid."

Unter den Kritikern fand sich mit Hans Sarpei ein Ex-Spieler der "Knappen": Tönnies würde ein Weltbild vertreten, welches an die Kolonialzeit erinnere. "Als Mitglied wünsche ich mir, dass der Ehrenrat klar Position bezieht und über Konsequenzen berät."

Besagter Ehrenrat hat auch schon angekündigt, tätig zu werden: Bei einer Sitzung in der kommenden Woche wird das Thema behandelt. Auch mit Clemens Tönnies wurde Kontakt aufgenommen, der seine Bereitschaft erklärt habe, sich in der Sitzung zu dem Vorgang zu äußern.

Kommentare