Nach Dopingsperre: Tausende Fans jubelten bei Vuskovic-Rückkehr
Der Bruder von Lukas Vuskovic, Mario, war in den vergangenen vier Jahren wegen eines Dopingvorfalls gesperrt. Bei seiner Trainings-Rückkehr kamen 7.000 Fans.
Wenn eine Trainingseinheit mehrere Tausend Fans anzieht, sogar Ex-Trainer und -Spieler eines Klubs als Zuschauer vorbeikommen - dann ist es ein besonderes Training.
Genau das geschah am Dienstagnachmittag beim Hamburger SV. Mario Vuskovic (24) durfte am 15. September zum ersten Mal seit November 2022 wieder an einem Training teilnehmen.
In etwa 7.000 Fans sahen bei der Einheit zu und applaudierten Vuskovic, als dieser auf den Rasen kam. Darunter waren auch Ex-HSV-Coach Tim Walter und ehemalige Vuskovic-Teamkollegen, wie Jonas Meffert oder Sebastian Schonlau.
Im September 2024 wurde der Kroate wegen Dopings für zwei Jahre gesperrt. Er beteuerte aber stets seine Unschuld.
"Immer an seine Unschuld geglaubt"
Vuskovic wurde vom CAS im Jahr 2024 rechtskräftig wegen Dopings gesperrt. Nicht nur die HSV-Fans zweifelten dieses Urteil an - unter anderem wegen des umstrittenen SAR-PAGE-Verfahrens, in welchem ein Messbild nur optisch interpretiert wird und es eben keinen eindeutigen Messwert gibt, der objektive Ergebnisse ermöglicht, ob tatsächlich Doping stattgefunden hat.
Auch aus seiner Mannschaft erhält der ältere Bruder von der Ex-HSV-Leihgabe Luka Vuskovic Zuspruch. "Wir alle haben immer an seine Unschuld geglaubt. Mario ist unglaublich charakterstark, ein besonderer Mensch", meint Miro Muheim.
Debüt erst im Nordderby möglich
Wenngleich Vuskovic mittlerweile schon trainieren darf, ist ein Comeback am Platz erst in einigen Wochen möglich. Da geht es ausgerechnet im Nordderby gegen Werder Bremen.
Bis zum 22. November ist der Innenverteidiger allerdings weiterhin gesperrt. Er darf nicht nur nicht spielen. Aus juristischen Gründen, so der "Kicker" wird er auch keine Interviews geben, nicht für Werbezwecke eingesetzt und soll auch keine Autogramme oder Selfies mit Fans machen.