Martin Harnik: "Frustration ist auch wichtig"

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Martin Harnik kehrte im Sommer zu Werder Bremen, dem Verein, der ihm seine ersten Profi-Einsätze ermöglichte, zurück.

Mittlerweile ist Harnik ein richtiger Führungsspieler - einer zu dem die Jungen aufschauen. Dennoch hat Harnik Probleme sich in der ersten Elf zu etablieren. In der aktuellen Saison hält er bei elf Plfichtspieleinsätzen (4 Tore).

Der Stürmer hat dafür eine einfache Erklärung. "In der Hinrunde war ich gerade anfangs von Verletzungen geplagt. Ich bin eigentlich noch nicht dazu gekommen, hier über einen längeren Zeitraum fit aufzutreten", sagt Harnik gegenüber dem "Kicker".

Offensive Rotation in Bremen

Natürlich hat das auch andere Gründe: Einzig Harniks Kumpel Max Kruse hat seinen Stammplatz sicher, ansonsten wird bei Werder heftig rotiert: "Das ist auch für mich neu, dass offensiv so viel rotiert wird. Der Trainer hat ja oft genug gesagt, dass er sich in der Offensive gerne dem Gegner anpasst. Damit ist ja eigentlich alles erklärt, das akzeptiere ich natürlich."

Dennoch kann er auch diejenigen verstehen, die mit dieser Situation nicht zufrieden sind: "Jeder will möglichst viel spielen. Auch nach dem 3:1 gegen Hertha, als ich ein sehr gutes Spiel gemacht und getroffen habe, war ich trotzdem ein paar Tage später in Stuttgart wieder auf der Bank. Ein Stammplatz ist bei uns also wirklich auf mehrere Schultern verteilt."

Selbst wenn der ehemalige ÖFB-Nationalspieler nicht immer erste Wahl ist, hat er kein Problem sich tagtäglich zu motivieren. "Letzlich ist es mein Job. Und es ist ein großartiger Job. Aber eine gewisse Frustration ist auch wichtig. Wären wir mit jeder Entscheidung zufrieden, könnten wir nicht mehr alles aus uns herausholen", sagt Harnik.

Führungsspieler ohne Stammplatz

Harnik wurde im Sommer bewusst verpflichtet, den jungen Kader des SV Werder zu führen und als Autoritätsperson zu fungieren. Eine Position, die der 31-Jährige sehr gerne übernimmt, ungeachtet ob er nun auf dem Platz steht oder nicht.

"Führungsspieler ist nicht zwingend gleich Stammspieler. Das ist eher der kleinste Baustein. Die tägliche Arbeit, das Training, die Kommunikation ums Training herum sind Aufgabenfelder eines Führungsspielers. Ich nehme diese Rolle entsprechend ernst", meint Harnik.

Werder liegt vor dem Rückrunden-Auftakt der Bundesliga auf Rang zehn. Vom erklärten Ziel Europacup ist man fünf Zähler entfernt. Dass man sich in Bremen hohe Ziele steckt, findet Harnik richtig so: "Profisportler brauchen ein Ziel. Es ist sogar einfacher, als zu sagen: Wir schauen mal, was rauskommt. So kann man etwas erreichen oder halt verpassen. Das finde ich sehr wichtig im Leben, nicht nur im Sport."

Werder Bremen startet mit einem Auswärtsspiel gegen Hannover 96 (Samstag, 15:30 Uhr im LIVE-Ticker) in die Bundesliga-Rückrunde. Quote

Textquelle: © LAOLA1.at

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