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Hütter nach 0:6-Debakel: "Wir müssen uns dafür schämen"

Der Österreicher beklagt nach der Klatsche in Leipzig eine "nicht bundesligataugliche" Defensivleistung. Auch die Führungsspieler bekommt ihr Fett ab.

Hütter nach 0:6-Debakel: "Wir müssen uns dafür schämen" Foto: © IMAGO / DeFodi Images

Für Eintracht Frankfurt lohnte sich die Reise nach Leipzig nicht.

Bei den Roten Bullen ist die Mannschaft von Adi Hütter am Samstagabend in ein 0:6-Debakel geraten, bereits nach fünf Spielminuten sind die Hessen mit 0:2 zurückgelegen. Spielbericht >>>

Hütter fand bei "Sky" klare Worte: "Wenn du auswärts in der Bundesliga mit 0:6 verlierst, musst du dich dafür schämen. Besonders gegenüber unseren Fans. Es geht auch um den Klub. Wir können nicht einfach 0:6 verlieren."

"Nicht bundesligatauglich"

Zwar hätte man durchaus Möglichkeiten auf einen Treffer gehabt, meinte der Frankfurt-Coach, doch wenn man sich die Gegentore anschaue, seien sie viel zu einfach und zu billig gefallen.

"Das ist nicht bundesligatauglich. Ich bin sehr enttäuscht. Teilweise hat mir unser Offensivspiel gefallen, aber wir müssen zehnmal besser verteidigen", so der Vorarlberger.

Immer wieder das gleiche Muster

Das sechste Gegentor sei symbolisch dafür, meint Sportvorstand Markus Krösche. "Ein Spieler kann 60 Meter über den Platz laufen, keiner attackiert ihn und am Ende kann er sogar noch abschließen. Da fehlen uns Konsequenz und Aggressivität."

16 Gegentore nach fünf Spielen seien deutlich zu viel, stellt Krösche klar. "Wenn man sich die Gegentore anschaut, erkennt man immer wieder das gleiche Muster. Uns fehlen noch die Aggressivität und die Aktivität im Verteidigen."

Daran müsse gearbeitet werden - als Mannschaft, aber auch individuell.

"Führungsspieler haben ganz klar versagt"

Dass Kapitän Robin Koch bereits zur Halbzeit ausgewechselt wurde, hatte keine körperlichen Gründe.

Hütter erklärt: "Ich habe Robin Koch auch deshalb ausgewechselt, weil mir die Leistung eines Führungsspielers nicht gereicht hat. Für einen Führungsspieler war mir das heute zu wenig. Deshalb habe ich ihn herausgenommen. Das muss ein Führungsspieler auch einmal aushalten."

Stürmer Jonathan Burkardt pflichtet seinem Coach bei: "Die Führungsspieler haben heute ganz klar versagt. Das muss man ehrlich sagen. Wir verlieren 0:6 und genau dann sind die Jungs gefragt, die den Laden zusammenhalten sollen. Das haben wir wieder nicht geschafft."

Nach fünf Spieltagen hält die Eintracht bei fünf Punkten, steht damit nur zwei Punkte vor einem Abstiegsplatz. Am kommenden Freitag wartet ein Heimspiel gegen den 1. FC Köln.

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