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Marco Grüll
- Niclas Füllkrug
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Mitchell Weiser
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Robin Fellhauer
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Calvin Brackelmann
Grüll nach Gala vs. Augsburg: "Sahen schon wie die Verlierer aus"
Der ÖFB-Legionär empfahl sich mit seiner Leistung nachdrücklich für das ÖFB-Team. Ein Tor, zwei Assists und ein Lob von Werder-Held Weiser zeugen davon.
Ein ausverkauftes Weser-Stadion und mittendrin ein jubelnder Marco Grüll - ein Bild, das auch ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick gefallen dürfte.
Der 28-jährige ÖFB-Legionär war am Samstag einer der Väter des Werder-Sieges über Augsburg (zum Spielbericht>>>). Es war ein Tor des Österreichers in Minute 66, das beim Stand von 0:2 die spektakuläre Wende einleitete.
Und es sollte noch besser kommen: Grüll lieferte auch die Vorlagen zum 2:2 durch Niclas Füllkrug und zum 3:2-Siegtreffer in der Nachspielzeit durch Mitchell Weiser, der in seinem zweiten Spiel nach langer Verletzungspause zum Goldtorschützen wurde.
Gänsehaut beim Coach
"Es gibt kein besseres Beispiel für eine Mannschaft, die widerstandsfähig ist. Ein Kompliment an die Mannschaft – das war Wahnsinn, was hier heute passiert ist", lobte Trainer Daniel Thioune seine Mannschaft gegenüber den vereinseigenen Kanälen.
Speziell das Tor durch Weiser hob der Coach heraus. "Das war ein Gänsehautmoment". Für ihn sei es schwer gewesen, "die Emotionen in Worte zu fassen", gab Weiser selbst zu Protokoll. Und er wusste auch, wem er zu danken hatte. "Es war ein starker Ball von Grüllo, der dann zum Tor von mir geführt hat", lobte er seinen Teamkollegen.
Weiser: "Sind auf einem guten Weg"
"Wir sahen schon wie die Verlierer aus", wusste Grüll selbst. "Aber wir sind zurückgekommen, haben voll auf Sieg gespielt und uns nicht mit dem Punkt zufriedengegeben", strich er die Mentalität der Bremer hervor.
Dabei konnte man sich auch wieder auf den eigenen Anhang verlassen, der das Team zum späten Sieg peitschte. "Momente wie heute sind besonders. Wenn 42.000 Menschen an etwas glauben, ist die Wahrscheinlichkeit, es zu erreichen, höher, als wenn es nur elf tun. Das war heute mal wieder der Fall", bedankte sich Füllkrug bei den Fans.
Grüll und Werder auf einem guten Weg
Momente wie diese sollen aber keine Eintagsfliege bleiben. "Wir arbeiten weiter daran, dass sowas häufiger passiert. Und ich finde, dass wir auf einem guten Weg sind", gibt Weiser die Marschroute für die nächsten Wochen vor.
Auf einem guten Weg ist auch Grüll, der nach fünf Saisonspielen (vier in der Liga, eines im DFB-Pokal) bei sieben Scorerpunkten hält (zwei Tore, fünf Vorlagen). Behält er diese Quote bei, wird ihm auch sein Platz im ÖFB-Team kaum zu nehmen sein.
Dort steht ein Scorer aus acht Spielen zu Buche. Dieser gelang ihm vor fast fünf Jahren beim 4:1-Erfolg in der WM-Quali über Moldawien, als Marko Arnautovic einen von ihm herausgeholten Foulelfmeter verwandelte.