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Michael Gregoritsch
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Patrik Schick
Gregoritsch bricht Torrekord – und schmeißt Käsekrainer-Party
Mit seinem Doppelpack gegen Leverkusen avanciert der ÖFB-Stürmer zum Augsburger Rekordtorschützen. Gefeiert wird mit einer österreichischen Spezialität.
Michael Gregoritsch hat sich als neuer Toptorjäger in die Augsburger Bundesliga-Historie geschossen.
"Das ist für mich ein Tag für die Ewigkeit", sagte der Stürmer nach seinem Doppelpack beim 2:2 gegen Bayer Leverkusen (zum Spielbericht >>>).
Zudem verriet der 78-fache ÖFB-Teamspieler, wie er die Bestmarke feiern wird: Mit einer Party für Spieler und Funktionäre des Überraschungsteams samt kulinarischen Köstlichkeiten aus seiner Heimat.
"Einer meiner engsten Freunde ist ja der österreichische Teamkoch und ihr wisst ja, wie sehr ich österreichisches Essen liebe", erzählte der 32-Jährige. "Deswegen glaube ich, wird es mal Zeit, gute Käsekrainer nach Augsburg zu bringen."
Die Kost soll von ÖFB-Chefkoch Fritz Grampelhuber bereits in den nächsten Tagen aufgetischt werden. Gregoritsch hat alles bereits geplant. "Das ist jetzt ein Anruf und dann hoffe ich, dass es diese Woche funktioniert", sagte er.
Vor der Käsekrainer kam das Gurkerl
Die Wurst ist aber nur noch die Kirsche auf der Torte für Rekordmann Gregoritsch. Mit seinen Bundesligatoren Nummer 37 und 38 im Augsburger Dress überflügelte er den bisherigen FCA-Rekordhalter Alfred Finnbogason.
"Extrem viel" bedeute ihm die Bestmarke, schwärmte der Angreifer. "Ich war schon beim Einstellen des Rekords sehr glücklich, dann beim Übertreffen noch einen Tick mehr. Das ist etwas für die Ewigkeit für mich."
Zunächst spitzelte er nach einem Steilpass den Ball durch die Beine von Bayer-Keeper Mark Flekken (50.). "Ein Gurkerl war's", sagte Gregoritsch dazu grinsend. Dann durfte er nach einem Eckball völlig frei stehend aus dem Stand einköpfeln (55.). Nach drei Runden hält er bei drei Saisontoren.
Gregoritsch und der FCA führen schon eine lange gemeinsame Beziehung.
Von Juli 2017 bis Jänner 2020 spielte der 32-Jährige erstmals für die Fuggerstädter. Nach einem kurzen Intermezzo beim FC Schalke 04 kehrte "Gregerl" im Juli 2020 zu Augsburg zurück und absolvierte zwei weitere Spielzeiten, ehe es zum SC Freiburg ging.
Im nun dritten Stint für den Bundesligaklub aus Bayern läuft es abermals wie geschmiert: "Dass ich jetzt Bundesliga-Rekordtorschütze des Vereins bin, macht mich natürlich extrem stolz. Ich habe hier so viel Positives erlebt, deshalb ist dieser Meilenstein etwas ganz Besonderes."
Trainer mit lobenden Worten
Dass die Augsburger nach zwei Siegen zum Saisonstart erstmals Punkte abgaben und dadurch die Tabellenführung wieder verloren, drückte etwas die Stimmung.
"Ich habe direkt nach Abpfiff mit den Spielern abgeklatscht und nur in enttäuschte Gesichter geschaut. Und das nach einem 2:2 gegen Leverkusen – eine solche Haltung gefällt mir", meinte Augsburg-Coach Manuel Baum nach Abpfiff.
"Natürlich ist es dann hart, am Ende noch den Ausgleich zu kassieren. Aber wir haben uns in alles reingeworfen", haderte auch Gregoritsch mit dem Endergebnis.
Am Ende überstrahlte trotzdem die persönliche Bestmarke. "Es ist etwas, was ich mir nie erträumt habe. Ich hätte nie gedacht, dass ich bei einem Bundesligisten so weit vorn stehen darf", sagte Gregoritsch.
Gesamt hat er nun 68-mal im deutschen Oberhaus getroffen - überflügelt unter österreichischen Stürmern nur von Toni Polster (90 Tore).
Die treffsichersten Österreicher in der deutschen Bundesliga >>>
Für Trainer Manuel Baum ist Gregoritsch ein wichtiger Anker im Team. Durch dessen Erfahrung in vielen Jahren Profifußball und in der Nationalmannschaft - zuletzt etwa bei der WM in Nordamerika - "hilft er auch in der Kabine und nicht nur auf dem Platz", lobte der Coach.
"Wir schreiben ihm zwei wichtige Rollen zu: Einmal auf dem Platz und einmal außerhalb."