"Rumgeheult": Kaiserslautern kontert Senft-Aussage
Im Derby zwischen Kaiserslautern und dem KSC ging es hitzig zu. Eine Aussage von Karlsruhe-Trainer Maximilian Senft war auch nach dem Schlusspfiff noch Gesprächsthema.
Der 1. FC Kaiserslautern und der Karlsruher SC trennten sich am Samstag im Südwestderby der 2. deutschen Bundesliga mit einem torlosen Remis (Spielbericht >>>).
Nach einer hitzigen ersten Hälfte, in der Lautern Vorteile hatte, zog der KSC das Spiel in der zweiten Halbzeit auf seine Seite. Doch FCK-Torhüter Julian Krahl zeichnete sich ein ums andere Mal aus und parierte unter anderem einen Fernschuss von ÖFB-Legionär Christoph Kobald.
Bei Kaiserslautern kam zudem ÖFB-Nachwuchsnationalspieler Thierry Fidjeu-Tazemeta zu seinem Debüt in der 2. deutschen Bundesliga. Der 19-Jährige wurde in der 67. Minute eingewechselt.
Senft-Aussage vor dem Derby
Nach dem Spiel stand mit KSC-Trainer Maximilian Senft jedoch ein anderer Österreicher im Fokus. Konkret sorgte eine Aussage des Ex-Ried-Trainers im Kaiserslautern-Lager für Gesprächsstoff.
Senft hatte auf der Pressekonferenz vor dem Derby behauptet, dass die Lautern-Spieler beim Verteidigen von Standards "ganz schnell zu Boden gehen, ohne wirklichen Kontakt". Er hatte gehofft, dass sich das Schiedsrichter-Gespann solche Situationen im Derby "sehr genau" anschaut.
"Rumgeheult" und "in die Hose gemacht"
FCK-Kapitän Marlon Ritter wurde nach dem 0:0 in der Mixed Zone deutlich: "Wir hatten schon echt viele Derbys. Aber dass einer schon vor dem Derby rumgeheult und sich in die Hose gemacht hat, das hatten wir auch noch nicht."
Auch Lauterns Trainer Torsten Lieberknecht ging nach dem Spiel auf die Senft-Aussage ein und lobte zugleich den Referee. Bei "Sky" sagte er: "Es war für den Schiedsrichter mit Sicherheit kein einfaches Spiel – auch mit den Aussagen, die mein Trainerkollege vor dem Spiel getätigt hat, die an den Haaren herbeigezogen sind. Deswegen hat er (der Schiedsrichter, Anm.) das wirklich in beide Richtungen super gemacht, super gehandelt. Da gebührt ihm ein großes Lob."
Für Kaiserslautern war das Unentschieden im Derby das zweite torlose Remis in Folge. Zum Auftakt gab es ein 0:0 bei Absteiger VfL Wolfsburg. Der KSC gewann am ersten Spieltag mit 2:1 gegen Arminia Bielefeld und steht zwischenzeitlich auf Platz drei der Tabelle.