Pleite gegen Kroatien: Argentinien droht Super-GAU

 

Zwei Spiele, ein Punkt: Argentinien droht bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland bereits in der Gruppenphase das Aus.

Die 0:3-Demütigung gegen Kroatien bringt die "Gauchos" in arge Bedrängnis. Island kann Argentinien mit einem Sieg gegen Nigeria zwar noch nicht endgültig eliminieren, aber die "Albiceleste" müssten in diesem Fall ihr letztes Gruppenspiel gegen Nigeria hoch gewinnen und auf ein Niederlage Islands hoffen.

"Ich bin für die Entscheidungen verantwortlich", sagt Argentinien-Coach Jorge Sampaoli nach dem Spiel. "Wir haben nicht das richtige Team gefunden, um Messi zu unterstützen."

Sampaoli bittet um Entschuldigung

Der ehemalige Trainer der chilenischen Nationalmannschaft war schon während des Spiels sichtlich nervös. Sampaoli hetzte die Seitenlinie auf und ab, entledigte sich in der heißen Phase seines Sakkos.

Seinen Superstar nimmt er in Schutz. "Ich glaube, dass Leos Brillianz durch den Kader geschwächt wird", meint Sampaoli. "Leo ist eingeschränkt, weil das Team um ihn nicht so passt, wie es sollte."

Sampaoli nimmt erneut die Schuld auf sich: "Als Trainer muss ich dies anerkennen und versuchen damit umzugehen. Das muss ich akzeptieren."

"Ich bitte die Fans um Vergebung"

Dass Argentinien wohl erstmals seit 2002 die Gruppenphase nicht überstehen wird, trifft Sampaoli schwer. "Ich weiß nicht, ob es eine Schande ist, aber ich fühle definitiv Schmerz", so der 58-Jährige.

"Ich bitte die Fans um Vergebung. Vor allem die jenigen, die die große Mühe auf sich genommen haben herzukommen und Argentinien zu sehen". Sampaoli spart nicht mit Selbstkritik, wie er bei jeder Möglichkeit anmerkt: "Ich bin verantwortlich für dieses Ergebnis. Ich glaube, dass ich den besten Job gemacht habe, den ich machen konnte, aber ich habe nicht den Weg gefunden, um ihnen zu geben was ich wollte".

Dass Argentinien den Aufstieg nicht mehr in der eigenen Hand hat, weiß Sampaoli, aber: "Wir müssen im letzten Spiel kämpfen, alles geben. Wir haben keine Alternative".

Kroatien im Freudentaumel

Der WM-Dritte von 1998 hat den ersten Aufstieg in ein Achtelfinale seit dem Turnier in Frankreich geschafft.

Dementsprechend euphorisiert ist die Mannschaft rund um Luka Modric. Der Real-Madrid-Star meint, dass der Sieg "nicht leicht" gewesen sei. "Ich denke, dass der Sieg völlig verdient war, aber nicht leicht."

Wichtig war für Modric, dass Lionel Messi nicht ins Spiel gefunden hat. "Wir haben Messi neutralisiert, haben verhindert, dass er den Ball bekommt."

Teamchef Dalic von Leistung überrascht

Modric, der zum "Man of the Match" gekrönt wurde, freut sich über den Aufstieg. "Wir haben unser wichtigstes Ziel erreicht. Jetzt müssen wir von Spiel zu Spiel schauen, dürfen nicht übermütig werden".

Trainer Dalic hätte seiner Mannschaft eine solche WM nicht zugetraut. "Ich hätte nicht geglaubt, dass wir schon nach dem zweiten Spiel weiter sind."

Der 51-Jährige ist voll des Lobes für sein Team. "Wir haben Argentinien mit dem besten Spieler der Welt geschlagen und wir haben ein fantastisches Match gespielt. Alles war auf höchstem Niveau", so Dalic auf der Pressekonferenz nach dem Spiel.

Die Euphorie soll nun aber nicht Überhand bekommen. "Jetzt müssen wir ruhig, bescheiden und würdevoll bleiben. Ich will, dass mein 22. Spieler genauso gut ist, wie mein Erster."

Dalic fordert von seiner Mannschaft "Hunger und Siegeswillen" und fügt hinzu: "Keiner ist glücklicher als ich aber ich muss ruhig, gelassen und auf dem Boden bleiben."

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Gruppe D: Argentinien - Kroatien

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Gruppe C: Frankreich - Peru

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Gruppe C: Dänemark - Australien

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FIFA WM 2018: Der Spielplan am Freitag, 22. Juni

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