Portugal steht vor Pflichtsieg

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Europameister Portugal steht bei seinem zweiten Auftritt in der WM-Gruppe B vor einem Pflichtsieg. Ronaldo und Co. treffen heute, ab 14:00 Uhr, auf Marokko. Die Afrikaner verloren den Auftakt gegen den Iran mit 0:1, Portugal holte ein spektakuläres 3:3 gegen Spanien.

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Portugals Startaufstellung: Rui Patricio, Cedric, Pepe, Fonte, Guerreiro; B. Silva, William, Moutinho, Joao Mario; Guedes, Ronaldo.

Marokkos Startaufstellung: El Kajoui; Dirar, Benatia, Da Costa, Hakimi; El Ahmadi, Boussoufa; Amrabat, Belhanda, Ziyach; Boutaib.

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"Wir dürfen den Gegner nicht unterschätzen. Marokko hat exzellente Spieler in ihren Reihen. Es wird auf jeden Fall ein schweres Spiel. Wir müssen unsere beste Leistung abrufen", prophezeit Andre Silva.

Rechnung offen

Marokkos Abwehr um Juventus-Profi Mehdi Benatia ließ in der gesamten Qualifikation kein einziges Gegentor zu. Und wenn Aziz Bouhaddouz vom deutschen Zweitligisten FC St. Pauli gegen den Iran nicht in der 95. Minute ins eigene Gehäuse geköpfelt hätte, wäre diese Zu-Null-Serie in Pflichtspielen fortgesetzt worden. "Es gibt keine Zweifel, dass es nicht leicht wird", betonte deshalb Portugals Zentrumsspieler Adrien Silva.

Ronaldo und seine Teamkollegen prolongierten mit dem Remis gegen die spanischen Nachbarn ihren Erfolgslauf und sind nun schon seit zehn Spielen bei Welt- (3 Spiele/1 Sieg, 2 Remis) und Europameisterschaften (7/3 Siege, 3 Remis und 1 Sieg nach Elferschießen) ungeschlagen.

Und mit Marokko haben die Portugiesen noch eine Rechnung offen. Denn ihren ersten von bisher nur zwei Siegen in der WM-Geschichte feierten die Nordafrikaner 1986 in Mexiko mit einem 3:1 gegen die "Selecao" aus Westeuropa.

Keine Angst vor Ronaldo

Marokko hofft auf eine Wiederholung dieser Sensation, die damals den Aufstieg ins Achtelfinale brachte. Ronaldo und seine Teamkollegen seien auch nur "Menschen mit zwei Füßen und Beinen wie wir", meinte Offensivspieler Faycal Fajr. "Wir glauben weiterhin an den Aufstieg. Wir haben eine Schlacht verloren, aber wir haben nicht den Krieg verloren. Wir sind nicht tot", betonte der 29-jährige Getafe-Legionär. "Wir wollen unsere Fans stolz machen und dieses Spiel gewinnen."

Ein ganz besonderes Match könnte es für Manuel da Costa werden, der in Frankreich als Sohn eines portugiesischen Vaters und einer marokkanischen Mutter geboren wurde. Der 32-jährige Innenverteidiger absolvierte 22 Spiele für Portugals U21-Nationalmannschaft und stand danach auch mehrmals im Kader des A-Teams.

Da er aber keine Partie gemeinsam mit Ronaldo und Co. bestritt, entschied er sich 2014 zum Länderwechsel und gab in der Vorwoche als marokkanischer Wechselspieler gegen den Iran sein WM-Debüt.



Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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