Eigentor ebnet Kroatien den Weg gegen Nigeria

 

Ein kroatischer Sieg beschließt den ersten Spieltag der Gruppe D. Die Mannschaft von Zlatko Dalic besiegt Nigeria mit 2:0.

Den Führungstreffer für die Kroaten erzielt ein Nigerianer: Oghenekaro Etebo lenkt einen Kopfball von Mario Mandzukic unglücklich ins eigene Tor ab (32.). William Troost-Ekong bringt in der zweiten Halbzeit Mandzukic im Strafraum zu Fall, Luka Modric verwandelt den fälligen Elfmeter souverän und stellt so den Endstand her (71.).

Salzburg-Legionär Duje Caleta-Car muss auf sein WM-Debüt warten. Der Verteidiger verbringt das komplette Spiel auf der Bank.

Kroatien holt sich durch diesen Sieg die Tabellenführung der Gruppe D. Island und Argentinien liegen nach dem 1:1 im direkten Duell ex aequo auf Platz zwei. Nigeria nimmt vorläufig den letzten Tabellenplatz ein.

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Nigeria offensiv nicht vorhanden

Kroatiens Teamchef Zlatko Dalic setzte auf eine enorm offensive Anfangsformation. Mit Ante Rebic, Andrej Kramaric, Ivan Perisic und dem im Sturmzentrum aufgebotenen Mario Mandzukic begannen vier Angreifer. Dahinter bildeten Kapitän Modric und Ivan Rakitic eine starke Mittelfeld-Achse. Salzburg-Verteidiger Duje Caleta Car saß wie erwartet auf der Ersatzbank.

Die Kroaten bestimmten das Spielgeschehen, wirklich zwingend waren sie gegen defensiv eingestellte Nigerianer aber nur selten. Perisic schoss von knapp außerhalb des Strafraums drüber (14.). Für das 1:0 sorgte wieder einmal bei dieser WM eine Standardsituation: Einen Mandzukic-Kopfball, der nach einem verlängerten Corner von Modric eigentlich neben das Tor gegangen wäre, lenkte Etebo unglücklich in ebendieses ab.

Kroatien klopfte vor der Pause durch Kramaric per Kopf nach Rakitic-Flanke noch einmal an (39.). Die Nigerianer zeigten in der Offensive trotz bekannter Namen wie John Obi Mikel, Victor Moses oder Alex Iwobi lange Zeit wenig Initiative. Die erste halbwegs gefährliche Aktion des durchschnittlich jüngsten WM-Teams war ein abgeblockter Iwobi-Schuss in der Nachspielzeit der ersten Hälfte (45.+1).

Kroatien trifft während gegnerischer Drangphase

Moses, der auffälligste Nigerianer, verfehlte kurz nach Seitenwechsel das kurze Eck (49.). Auf der Gegenseite hatte Rebic bereits das 2:0 auf dem Fuß, brachte eine Perisic-Flanke aber nicht im Tor unter (56.). Die Afrikaner kamen etwas besser in die Partie, in der 71. Minute folgte aber die kalte Dusche: William Ekong hatte bei einem Corner im Strafraum Mandzukic umklammert, den fälligen Strafstoß verwandelte Modric sicher im linken Eck.

Nigeria konnten auch im Finish nicht mehr entscheidend zulegen. Fünf Länderspiele in Folge sind die "Super Eagles", die sich in Bad Tatzmannsdorf im Burgenland auf die WM vorbereitet hatten, bereits sieglos, vier davon haben sie verloren. 2014 hatten sie es noch ins WM-Achtelfinale geschafft. Damals scheiterten die Nigerianer an Frankreich (0:2). Für die Kroaten war vor vier Jahren bereits in der Gruppenphase das Aus gekommen.

Im Schlager der Gruppe bekommt es der WM-Dritte von 1998 am Donnerstag mit Argentinien zu tun, die Nigerianer treffen am Freitag auf Island.

Die Meinungen der Teamchefs:

Zlatko Dalic (Kroatien): "Es war von Anfang an ein disziplinierter Auftritt. Wir können besser spielen, keine Frage. Die Kreativität war beim Gegner im Spiel nach vorne nicht so vorhanden. Der Sieg geht in Ordnung. Ich denke, wir haben in jeder Phase das Spiel kontrolliert. Es war ein wichtiger Schritt in Richtung Achtelfinale."

Gernot Rohr (Nigeria): "Es war unser Fehler heute, dass wir bei diesen Eckbällen unaufmerksam waren. Die zweite Hälfte war sehr gut zunächst für uns, aber der Elfmeter hat uns den Elan genommen. Wir haben dann wieder versucht, ins Spiel zurückzukommen. Aber Kroatien war die bessere Mannschaft."

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Kroatien - Nigeria 2:0

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Gruppe C: Peru - Dänemark 0:1

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Gruppe D: Argentinien - Island 1:1

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Gruppe C: Frankreich - Australien 2:1

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Textquelle: © LAOLA1.at/APA

FIFA WM 2018: Alle sind sich einig: "Peru im Pech"

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