San Marino rechnet mit Thomas Müller ab

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Thomas Müller muss sich nach seinen abfälligen Kommentaren infolge des 8:0-Sieges des DFB-Teams in San Marino einiges anhören.

"Mit professionellem Fußball hat das nichts zu tun", bezeichnete er das Spiel als überflüssig. Nun wendet sich San Marinos Verbandssprecher Alan Gasperoni in einem offenen Brief an den Bayern-Star.

Darin führt er zehn Gründe an, warum das Spiel sehr wohl einen Nutzen hatte und kritisiert Müller darin scharf. Grund eins: "Es war nötig, um zu beweisen, dass du nicht mal mehr gegen solche Flaschen wie uns ins Tor triffst."

Die weiteren Gründe:

  • Es hat dazu gedient, Ihren Trainern (und sogar Beckenbauer und Rummenigge) klarzumachen, dass der Fußball nicht ihnen gehört, sondern denjenigen, die ihn lieben, zu denen – egal ob Ihnen das gefällt oder nicht – WIR dazugehören.
  • Es hat dazu gedient, hunderte Journalisten aus ganz Europa daran zu erinnern, dass es immer noch Jungs gibt, die ihren Träumen folgen und nicht euren Regeln.

  • Es hat dazu gedient, zu beweisen, dass ihr Deutsche euch nie verändern werdet und dass die Geschichte gelehrt hat, dass Schikane nicht immer Erfolg garantiert.

  • Es hat dazu gedient, den 200 Jungs in San Marino, die den Sport aus welchen Gründen auch ausüben, zu demonstrieren, warum die Trainer stets von ihnen verlangen, das Beste zu geben. Wer weiß – vielleicht wird ihre Aufopferung eines Tages nicht mit einem Spiel gegen den Weltmeister belohnt.

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  • Es hat Ihrem Verband (und auch unserem) dazu gedient, Geld für Bildrechte einzunehmen, mit dem – zusätzlich zur Entschädigung eurer Umstände – Plätze für Kinder in Ihrem eigenen Land und Schulen gebaut werden können und um Fußballstadien sicherer zu machen. Unser Verband – ich verrate Ihnen ein Geheimnis – baut gerade einen neuen Fußballplatz in einem abgelegenen Dorf namens Acquaviva. Sie könnten ihn mit sechs Monatsgehältern bauen, wir machen das mit den Rechten in den 90 Minuten des Spiels. Nicht schlecht, oder?

  • Es hat einem Land, das so groß ist wie euer Fußballpatz in München, geholfen, es aus einem guten Grund in die Zeitung zu schaffen, denn ein Fußballspiel ist immer ein guter Grund.

  • Es hat Ihrem Freund Gnabry dazu verholfen, in der Startelf der Nationalmannschaft aufzulaufen und drei Tore zu schießen.

  • Es hat einige San Marinesen glücklich gemacht, weil es sie daran erinnert hat, dass wir eine echte Nationalmannschaft haben.

  • Es dient mir dazu, zu erkennen, dass Sie, auch wenn Sie die schönsten Adidas-Trikots tragen, immer die sind, die weiter unten weiße Socken mit Sandalen anziehen.

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