Sturm mit einem Bein in der Europa League

Sturm mit einem Bein in der Europa League Foto: © getty
 

Sturm Graz rückt der Europa-League-Gruppenphase ein großes Stück näher. Die Grazer bezwingen den slowenischen Meister NS Mura auswärts im Playoff-Hinspiel mit 3:1.

Dabei geht das Spiel für Sturm eigentlich überhaupt nicht nach Wunsch los. Bereits in der 3. Minute gehen die Grazer durch ein herrliches Weitschusstor von Ziga Skoflek mit 0:1 in Rückstand.

Sturm lässt sich davon jedoch überhaupt nicht beirren, hat die erste Halbzeit daraufhin fest im Griff. Nach einem Foul an Otar Kiteishvili im gegnerischen Sechzehner gibt es Elfmeter für die Grazer. Jakob Jantscher tritt an und verwandelt zum verdienten Ausgleich (17.).

Die Steirer bleiben auch danach spielbestimmend, ein zweiter Treffer will trotz etlicher Chancen in Halbzeit eins aber nicht mehr gelingen. Sturm ist auch im zweiten Durchgang besser, hat zunächst aber Glück, dass Skoflek eine Top-Möglichkeit knapp am Tor vorbeisetzt.

Nach einer Stunde geht Sturm dann in Führung - Kelvin Yeboah bringt eine perfekte Flanke in den Sechzehner, wo Otar Kiteishvili einläuft und einköpft (60.). Nur kurz darauf macht es dann der Ghanaer selbst und besorgt nach einem furchtbaren Mura-Patzer das 3:1 (63.).

Danach gibt Sturm das Spiel jedoch aus der Hand. NS Mura spielt sich in der Schlussphase eine Reihe von Chancen heraus, Jörg Siebenhandl sichert den Grazern allerdings mit einigen guten Paraden den Zwei-Tore-Vorsprung.

Das Rückspiel in Graz findet kommenden Donnerstag statt. Der Sieger steht in der Gruppenphase der Europa League, der Verlierer übersiedelt in die Gruppenphase der Europa Conference League.

Sturm schüttelt frühen Schock schnell ab

Sturm-Trainer Christian Ilzer setzte im Vergleich zum 3:1 am Sonntag beim LASK wie erwartet im Mittelfeld auf Ivan Ljubic statt Andreas Kuen. Ljubic wurde bereits nach 44 Sekunden bei Mura-Keeper Matko Obradovic vorstellig, das schnelle Tor aber fiel auf der Gegenseite: In einer Umschaltsituation war Sturm um Abwehrchef Gregory Wüthrich im Rückwärtsgang zu langsam. Skoflek hatte Platz und versenkte den Ball zur Freude der rund 3.000 Zuschauer perfekt im rechten Kreuzeck.

Die Grazer zeigten sich von dem "Schock", wie ihn Sport-Geschäftsführer Andreas Schicker in der Pause bezeichnete, relativ unbeeindruckt. Die in Türkis gewandeten "Blackies" waren die bessere Mannschaft und strahlten über Yeboah und Jantscher immer wieder Gefahr aus. Nach einem Foul von Mura-Kapitän Alen Kozar an Kiteishvili zeigte der englische Top-Referee Michael Oliver auf den Elfmeterpunkt. Der 32-jährige Jantscher traf ins rechte Eck.

Sturm hatte die Partie vor der Pause im Griff, war aber noch nicht zwingend genug. Nach Seitenwechsel musste Keeper Jörg Siebenhandl im Eins-gegen-Eins den durchgebrochenen Skoflek entscheidend abdrängen - Muras zweite Großchance im Spiel (54.).

Mura gegen Ende gewaltig am Drücker

Nach einer Stunde belohnte sich Sturm: Der starke Yeboah bediente mit einer Flanke Kiteishvili. Der 1,73-m-Mann aus Georgien konnte am Fünfer völlig unbedrängt einköpfeln. Drei Minuten später nutzte Yeboah einen Abspielfehler in Muras Hintermannschaft zum 3:1. Für den 21-Jährigen war es das vierte Tor in den vergangenen drei Pflichtspielen.

Nach dem Doppelschlag erwachte plötzlich auch Mura zum Leben, Siebenhandl musste sich mehrmals auszeichnen. Nach Skofleks frühem Treffer blieben die Grazer bei ihrem Europa-Auftakt wie in ihren bisherigen vier Ligapartien zwar einmal mehr nicht ohne Gegentor. Von ihren vergangenen acht Pflichtspielen haben sie saisonübergreifend aber sieben gewonnen. Nur der Ligastart Ende Juli gegen Salzburg ging verloren (1:3).

Mura ist nach vier Partien in der slowenischen Liga mit zwei Punkten nur Vorletzter. Weil der Titelverteidiger gegen Sturm aber bereits sein siebentes Europacup-Spiel der Saison absolvierte, tritt er in der heimischen Meisterschaft primär mit Ersatzpersonal an. Nächste Woche in Graz wird sich noch einmal der erste Anzug versuchen.

Textquelle: © LAOLA1/APA Zum Seitenanfang »

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