Salzburg gewinnt auch 6. Spiel, Leipzig draußen

Salzburg gewinnt auch 6. Spiel, Leipzig draußen Foto: © GEPA
 

Der FC Salzburg hat es schon wieder getan! Mit einem 2:1-Erfolg bei Celtic Glasgow dürfen die Mozartstädter zum dritten Mal über eine perfekte Gruppenphase in der Europa League mit sechs Siegen in sechs Spielen jubeln.

In der ersten Halbzeit müssen sich die haushoch überlegenen Salzburger noch ohne Treffer begnügen. Jerome Onguene scheitert in Minute 17 an der Unterkante der Latte, Hannes Wolf in Minute 31 alleine vor Celtic-Goalie Gordon an seiner eigenen Chancenverwertung.

Nach der Pause erlöst Munas Dabbur schließlich die "Bullen" per Kopf (67.), Joker Fredrik Gulbrandsen macht nach einem schweren Gordon-Aussetzer alles klar (77.), ein im Nachschuss verwandelter Elfmeter von Olivier Ntcham ändert nichts mehr (90.+5).

Celtic darf trotz der Niederlage jubeln. Da RB Leipzig gegen den Letzten Rosenborg nur 1:1-Unentschieden spielt, steigen die Schotten als Gruppenzweiter auf.

Die Leipziger vergeigen den Aufstieg selbst: Nach der Führung durch Matheus Cunha in Minute 47 bekommen die Ostdeutschen vier Minuten vor Schluss doch noch den Ausgleich durch Tore Reginiussen und sind draußen.

Zum dritten Mal perfekt

Salzburg hatte die Europa-League-Gruppenphase bereits 2009 und 2013 mit sechs Siegen abgeschlossen. Keinem anderen Club ist es im zweitwichtigsten Europacup öfter als einmal gelungen. Der Erfolg in Schottland war hochverdient. Salzburg begann die Partie eines Favoriten würdig, von einer angezogenen Handbremse war nichts zu sehen.

Schon in der 4. Minute musste sich Celtic-Schlussmann Craig Gordon nach einem Junuzovic-Kopfball gehörig strecken. Jerome Onguene, der in der Innenverteidigung den Vorzug vor Marin Pongracic erhalten hatte, war der Führung dann ebenfalls nahe. Der Kopfball des Franzosen nach einem Eckball schlug via Lattenunterkante knapp vor der Torlinie auf (17.).

Bei Celtic ging der Kapitän früh vom Feld. Mikael Lustig wurde bei einem Luftduell in der Anfangsphase von Stefan Lainers Ellenbogen im Gesicht getroffen und blieb regungslos am Rasen liegen. Die Betreuer reagierten schnell, der Schwede spielte an seinem 32. Geburtstag nach einer Behandlung zwar noch weiter, wurde aber nach 20 Minuten ausgetauscht. Ersatzmann Kristoffer Ajer legte Salzburg die größte Chance der ersten Spielhälfte auf. Sein Rückpass wurde zur idealen Vorlage für Hannes Wolf, der alleine vor Gordon aber am Bein des Torhüters scheiterte (31.).

Celtic nahezu chancenlos

Celtic war durch Salzburgs frühes Pressing eingeschüchtert. Die Mannschaft von Ex-Liverpool-Coach Brendan Rodgers fand kaum Zeit vor, eigene Kombinationen zu starten. Erst nach 40 Minuten sorgte ein Querpass von James Forrest für Betrieb im Salzburger Strafraum. Solange die Gäste jedoch nicht vorlegten, musste Celtic auch nicht riskieren. 65 Prozent Ballbesitz, 8:0 Eckbälle und 9:1 Schüsse Richtung Tor zeigten die Vorteile der Mozartstädter in der ersten Spielhälfte deutlich auf.

Rodgers reagierte und brachte mit Routinier Scott Brown den etatmäßigen Kapitän und Haudegen in die Elf. Der Mittelfeldabräumer holte nach wenigen Minuten gleich einmal Wolf von den Beinen. Celtic präsentierte sich nun mutiger in der Offensive. Mit dem zuletzt formstarken Ryan Christie musste jedoch ein weiterer Profi der Hausherren mit einer Beinverletzung vorzeitig vom Feld.

Dabbur schlägt eiskalt zu

In einer Phase, in der die Partie ausgeglichener schien, schlug Salzburg zu. Lainer flankte zielgenau von rechts, Dabbur hatte Platz, Gordon sah beim Kopfball etwas unglücklich aus. Celtic war nun gefordert, weil Leipzig im Parallelspiel vorgelegt hatte. Salzburg trat aber weiter souverän auf: Dabbur scheiterte aus vier Metern wieder per Kopf an Gordon (72.). Für den Stürmer war kurz darauf Schluss, Gulbrandsen kam für Dabbur ins Spiel. Der Norweger musste dank eines haarsträubenden Patzers von Gordon nicht lange auf ein Erfolgserlebnis warten.

Der Keeper wollte den Ball schnell wieder auswerfen, Gulbrandsen spritzte aber erfolgreich dazwischen und hatte keine Mühe. Celtic stürmte nun mit dem Mut der Verzweiflung. Die Möglichkeit auf einen Anschlusstreffer ließ Ajer aus, der aus wenigen Metern über das Tor schoss (84.). Jubel kam durch die Kunde aus Leipzig dennoch auf. Ntcham verwertete nach einem Foul von Onguene dann noch einen letztlich bedeutungslosen Elfer im zweiten Versuch.

Textquelle: © LAOLA1/APA Zum Seitenanfang »

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