"Die sind letztes Jahr Meister in Schweden geworden. Die können auch was."
Zur Wahrheit gehört auch, dass die Salzburger in Halbzeit eins überhaupt keine Mittel gegen tiefstehende Schweden fanden und selbst nur unwesentlich mehr Torgefahr ausstrahlten als der Gegner; zur Pause ertönte deshalb der ein oder andere Pfiff gegen die eigene Mannschaft im Stadion.
"Die erste Halbzeit war nicht das, was wir uns vorgenommen haben. Der Gegner hat es uns aber auch schwer gemacht", so Dominik Schmid.
Der Schweizer gibt zu bedenken: "Die sind letztes Jahr Meister in Schweden geworden. Die können auch was."
"Ging darum, das Spiel zu kontrollieren"
Auch Coach Röhl will der Magerkeit des im ersten Durchgangs Gezeigten nicht allzu viel Bedeutung beimessen.
"Für uns ging es darum, Kontrolle im Spiel zu haben. Natürlich können wir in der einen oder anderen Situation das Tempo noch verschärfen, aber das gehört zum Lernprozess dazu", so der 37-Jährige.
In der Halbzeit-Pause gab es die taktische Anpassung, Karim Konate statischer hinter der Spitze agieren zu lassen, um mehr Spieler zwischen die Linien zu bekommen; der Ivorer avancierte schlussendlich mit einem Doppelpack zum Matchwinner.
So geht es Konate nach seinem Abtransport >>>
Röhl "alles in allem sehr zufrieden"
Dass die Tore schlussendlich doch noch relativ einfach von der Hand gingen, läge auch an der in der Stunde davor geleisteten Vorarbeit, erklärt Röhl:
"Ab der 60. Minute hat man gemerkt, dass der Gegner müde war. Und der Gegner wird nur müde, wenn du ihn bespielst und laufen lässt. Es ist wichtig, den Gegner zu zermürben - und das haben wir gemacht."
Zudem gefiel dem Deutschen, dass Mjällby - ganz anders als im Hinspiel - diesmal zu keiner einzigen Umschaltsituation und entsprechend auch zu keinen Chancen kam: "Das haben wir heute unterbunden, weil wir eine gute Struktur hatten."
Röhl hält fest: "Alles in allem bin ich sehr zufrieden."
Zurück in "Unserem Bewerb"
Nun stehen die Salzburger also wieder in jenem Bewerb, den sie jahrelang als "Unseren Bewerb" titulierten, in dem sie in der Vorsaison mit Rang 31 von 36 Mannschaften aber auch auf ganzer Linie enttäuschten.
Dabei gehört erwähnt, dass die "Bullen" letztes Jahr unter anderem mit Auswärts-Duellen gegen die beiden späteren Finalisten SC Freiburg und Aston Villa nicht gerade Glück bei der Auslosung hatten.
Gibt es nun Wünsche an die Losfee?
Das sind die möglichen Gegner von Salzburg in der Europa League >>>
Röhl hofft auf Premier-League-Gegner
"Es gibt natürlich schon interessante Lose. Ich habe eine Vergangenheit auf der Insel, vielleicht treffen wir auch den ein oder anderen Ex-Trainer aus Österreich wieder", spitzt Röhl auf Duelle mit den Premier-League-Klubs Sunderland, Crystal Palace und Bournemouth oder auch mit der TSG Hoffenheim, wo bekanntlich Christian Ilzer an der Seitenlinie steht.
Egal, wie die Gegner dann heißen - bekommen die Salzburger im Laufe des internationalen Herbsts ähnlich souveräne und erwachsene Auftritte wie am Donnerstag gegen Mjällby hin, könnte die internationale Reise heuer endlich mal über eine Ligaphase hinausgehen.